Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 4.1886
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 17)
- Language
- German
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— 13 — 16) Sowolil der Aristeasbricf selbst als auch die in demselben enthaltenen Briefe des Königs und des Priesters tragen ihrer Form nach das Gepräge der griechischen Literatur. Die Abhandlung contra Appion. hat auch wohl nur in diesem Sinne an ihrem Anfange wie am Ende die brielliche Form. n) Wie schon in früheren Zeiten die Briefe und Edikte der Könige von fremder Hand geschrieben wurden und zur Beglaubigung das.Siegelzeichen des Fürsten trugen (II. Kon. 21.& Dan 6.9,10, Esther 3.12, 8.10) so haben wohl schon früh beim Eraporblühen dieser Literatur auch Lehrer und Schriftsteller ihre Briefe durch andere Personen schreiben lassen. Paul, schreibt zum Theile selbst (Gal. zum Theile lässt er seine Episteln durch Fremde schreiben (Rom. 16.22, I. Cor. 16.21, Coli. 4.18.) und setzt seine Unterschrift, der er einen Gruss anfügt, als Beglaubigung an (Thess. 3.17). Auch in der späteren rabbinischen Literatur, wo sie schon Briefe aufweist, mag Aehnliehes vorgekommen sein. B. Gittin 36a wird von einigen Lehrern, auch von Abba (Rab) erzählt, sie hätten statt ihres Namens nur ein Zeichen, das von jedem aus dem Volke gekannt wurde, unter die Urkunden gesetzt. Auf die Frage, wodurch denn ihr Zeichen so allgemein bekannt geworden sei, wird mitgetheilt, es wäre früher schon ihre NpDn immer mit diesem Zeichen versehen worden. Vgl. Rasclü das. und B. Menachot 40a. ls) I. Cor. 7.1. Das nsQt <fe «i» iyqdipate /tot erinnert lebhaft an das CP<?N!2,l£'l .. CPIPIt&'l der geonäischen Responsen. In den Anfragen dieser späteren Epoche werden mehrere Questiouen aneinandergereiht und ebenso in einem Schreiben beantwortet. Dieselbe Form zeigt sich, weil der Natur der gleichen Verhältnisse entsprechend in I. Cor. 10) Wie wichtig Briefe in ihrer Wirkung auf das Glaubensleben schon damals erschienen, geht aus IL Thess. 2.2 hervor, wo von Briefen die Rede ist, welche untergeschoben wurden. II. Ep. Petr. 3.16 spricht von den Schwierigkeiten in den Briefen Pauli. . . 20) Während die alten Briefe in der jüd. Literatur (IL Sani., I. 11. IL Kön.) rein persönliche Interessen der Briefsteller zum Ausdrucke bringen, haben uns die späteren bibl. Schriften, dem Geisto des Schriftthumes der Zeit angemessen, Briefe aufbewahrt, welche ein allgemein religiöses und sittliches Interesse beanspruchen (Jercm. Esra. Nch. Chr. Esther). Mit dem Geschicke der Apostel der ' neuen Kirche stand die Zukunft ihrer Lehre in Verbindung. Die spätere grosse Responsenliteratur der Geonen bietet nur religiöse Belehrung. Bis tief in das Mittelalter hinein erhalten wir aus den Briefen der Lehrer nur selten und nebenhin Winke über die persönlichen Verhältnisse der Meister, Erst die französischen und deutschon Lehrer des 11. und' 12. Jahrhunderts geben uns in ihren Rechtsgutachten etwas mehr Kunde von den Umständen ihres eigenen Lebens. Ausführlichen, ihrem Wortlaute nach mitgeteilten Privatbriefeu begegnen wir wieder im 10. Jahrhundert während des Aufblühens der neuhebräischon Literatur in.den Tagen Chasdai\s und M. b. Saruk's. Ein Sendschreiben Dosa's über das Leben Saadjas scheint verloren. S. A. b. Daud. Hakabala. S. f. N. 21) II. Col. 4.16. L Thess. 5.27. Die Reste eines brieflichen Schrifthumes, welche in den talmudischen Büchern gefunden werden, haben einen gesetzbestimmenden Inhalt und sind diese Responsen an Lehrer und Schulen gerichtet. Briefe pragmatisch religiösen und. polemischen Inhalts, die für ein grösseres Publikum bestimmt sein konnten, sind aus dieser Epoche und auch aus der geonäischen nicht erhalten. Es muss bezweifelt werden, ob solcho geschrieben wurden. Die 24 Bücher der heil. Schrift wurden immer und immer wieder als reicher, unerschöpflicher und nie versiegender Quell der Belehrung geboten. S. f. Ob Saadias Schriften gegen die Karäer Briefform und eine populäre Fassung hatten, wie etwa die maimonidischen Sendschreiben an die Gemeinden,' kann nicht bestimmt werden, da die Schriften verloren sind. .Abr. ib. Daud Hakabala sagt von ihnen nur nD3 iznv insi bv m:)K'n y&rn ... Dnoo. 22) Aopc. Joh. 2.if. 23) Megiiiat Taanit C. IV. "icd yprxb ruiei 2ina irr.fc' ^so Krwu 12D mv wrc TQ py-m dd« cnb -pi« -sca nxm "^mi bwv d-»s panra ivhsqi . ps-Kw^ i!wi ybpoiv ha nm: vnw "Wi "lBKS'nu^n pania \>m '121 -p-w -lBwmipn p nw ^.iP1 vn ab nVpo a"n nw •opi wb nbwr\ imsi .. bw war» bv b™n.pnn \w py nnn yy iois proD»a 1202 nnyi 2^2) onmnb tchd "ie&'n rosem minn are tfbm croan er6 -icn* . •. PP22 0^21 Tyn •2vs du iniK»»y mitea»* ei* mixi nia^n ibu erp-ra nci" ^pi2 ht mobi pnvV rrvrn 22b