Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 4.1886
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2273546-2273553--0148-2273907- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 17 — rb22 cw:» *n D'pn cmcx (V. S) cswim dd1? inh&* bx bvr\vsn v£k nwss *n icx ro d ov^nc cns -itfx ktud*wi b>x iyetfn c^ooipi osmpD t^k (V. 9) nzh o^xsa er. ip^ vj 71 Oiö Dünnte i6 ^2, Ein weiteres prophetisches Wort (V. 10—14) n*6o '3 n lex ro o .. 'n ck: uzb tnxwj .. crasci vna* crwp-yi.. cnrbm cnx-sp1».. mztynen ns* wp ^jn >d .. b22b DITO Dm« TOH cipen b»S C:nN TCB7I1) ist etwas breiter gehalten, und bildet die dritte der für die Juden in Babylon bestimmten Reden, welche im Kap. 29 zusammengestellt erscheinen. Die Rede gegen den König und da* Volk in Jerusalem (V. Iß—20), welche in der LXX fehlt, ist eine Verkündigung, die au ähnliche Vorträge desselben Propheten erinnert. (Vgl. Kap. 24—26.) Direkt gegen die babylonischen Propheten gewendet und ihnen wohl in oben bezeichneter Weise mitgetheilt istr die Rede V. 21—23 (LXX "syn TS Oso "W m>n iUX2X 71 "ICvX HD) Will man in V. 24 -\12xb 108<n ^obr,yr, irtyüW bxi eine Aufforderung Gottes erblicken, so kann man in den folgenden Versen 25—32 zwei Darstellungen derselben Prophezeiung finden, welche beide denselben Kachsatz (V. 32 rpyctF bv "!pl9 71 1CN ro pb) haben. Die erste Darstellung umfasst V. 25—28 u. 32 (jrc -pro 'n.. cnso rnbit' nn>x "üj\x 1056 biOBn vrb»x n\x2H 'n ion na vArün bv -spis w tj ro pb.. -jesb i:^»s r6t? p *?y .. lnnrra mw i6 nob nnsn). Die zweite Darstellung wird V. 29 mit der historischen Thatsache eingeleitet PN ]ren mjSS iOp^ JOZjH rPDl1 ^SlJC mn ^?Dn, wä'hrend der Inhalt dieses aus Babylon eingetroffenen Briefes schon aus der früheren Darstellung (V. 26—28) bekannt ist. Darauf folgt der prophetische Spruch "V. 30—32. Könnte man in V. 24 "ICxb "tENTl vAnsn WJ/CSt* bül den Auftrag des Jeremia an einen seiner nach Babylon ziehenden Jünger linden, so wäre V. 30—32 der Auftrag Gottes, dem der historische V. 29 voranginge, während die V. 24—28 ßrPIS nx ibzü) bh^nyou,' b$) zu denen noch V. 32 zu denken wäre, die Ausführung das göttlichen Auftrages durch dt»n Propheten darstellten. Wir ziehen die erste Erklarungsweise vor. Vgl. Grätz, Monatsschrift 1883, 8. 292. Das. 25-29. S. v. Note. ,0) Die Briefe dieser Periode haben schon die ausgesprochene Form der Sendschreiben der alten Völker. An der Spitze derselben lesen wir bald den Namen des Absenders, Esra4.u, bald den Gruss an den königlichen Adressaten, das. 5.7. Letzteres Schreiben schlicsst mit der Bitte um Erwiderung und um einen Auftrag. Die königlichen Schreiben hingegen sind Erlässe und werden mit KCSHD das. 4.17, pl&^.C das. 23 bezeichnet. Kap. 6 wird der Erlass ohne irgend eine Einleitung mitgetheilt. Das Dekret, das. 7.n, welches die Form eines Briefes hat und an seiner Spitze sowohl den Namen des Königs als auch den des Empfängers trägt, ist eben ein offenes Sendschreiben an Esra, welches derselbe bei verschiedenen Behörden vorzuweisen hatte. Vgl. V. 21. ") Xchem. 2.9. ,2) Das. 6.5, 17-19. 13) Esther 9.29. Das Buch Esther hält im Ganzen die ältere Bezeichnung ISO (9.2'j) CnSD für Briefe und briefliche Edikte aufrecht, letztere werden alledings auch 2ro (8.8 vgl. pnifQ 3.14, 8.13) genannt. In der kurzen Wiederholung des Gesammtinhaltes und der endgiltigen Festsetzung der Purimtage (9.20-32) Host man neben (9.20,3») auch m;« (9.26,20). "^ED in der Bedeutung „Buch" findet sich 9.32. Siehe den Ausspruch Rab's im B. Megilla 19a PK"»pji i&O rsjcpj rvV»50. Eine Eigentümlichkeit dieses Buches ist es, dass nur der Inhalt der Briefe, nicht aber; wie in den anderen biblischen Schriften, deren Wortlaut mitgetheilt wird. Könnte man vielleicht auch daraus einen Schluss auf die Zeit der Abfassung dieses Buches ziehen? Nach Jechiel Hillcl und Berthau hat DZah in Chr. II. 30.G Bezug auf die Worte, welche die Boten fliskias zu den Briefen mündlich hinzufügen sollten. Hiernach wären auch dort die Briefe nicht dem Wortlaute nach eingestellt. u) II. Macc. 1.1-9. Wir gewahren hier eine rege epistolare Thätigkeit. Neben dem kurzen Sendschreiben findet sich in diesem Buche ein zweites, das. 1.10—2.19. Ein drittes Schreiben ist 1.7 erwähnt. S. Grätz, Monatsschr. 1877, S. 11. Vgl. den im Buche Baruch aufgenommenen Brief, Bar. 1.10 und den apogr. Brief des Jerera. 15) Bemerkenswerth ist der Brief, den Arius an Onias schreibt, Jos. Antiq. 12.15. Der spar- , tanischc König giebt, nach der Darstellung des Jos. in diesem Briefe, wie um dessen Aechtheit sicher zu stellen, die Form des Schreibens und des Siegelabdruckes genau an. ' s