Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- [3].1885
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2273546-2273551--0104-2273862- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
20 3. von dem sei. Herrn Commerzienrath Caesar "Wolllieim 4000 M. 4. von dem sei. Herrn Isidor Gebert 1500 M. 5. aus dem Nachlass des sei. Herrn Siegfried Beschütz 1000 M. Das Andenken dieser Männer wird in den Annalen der Lehranstalt mit pietätvoller Dankbarkeit allezeit als ein gesegnetes erhalten bleiben. Für Geschenke, welche dem Capital bestände unserer Anstalt zu Gute gekommen sind, haben wir an dieser Stelle unseren Dank abzustatten dem Herrn Eugen Riess, welcher 1880 „für einen Ungenannten" 2 000 M. eingezahlt hat, und Frau Johanna Levy, geb. Salomon. für eine Zuwendung von 3 000 M. im Jahre 1881. Zur Verwendung für die laufenden Ausgaben der Hochschule sind uns an einmaligen Beiträgen zugegangen von Herrn Eugen Riess 100 und 300 M. und von Herrn Nathanael Montefiore 40 £ (816 M.). Ueber die Gaben für den Stipendienfondswird weiter unten noch speciell berichtet.. Der eiserne Fonds der Lehranstalt beträgt 117 600 M. Näheres ergiebt der Rechnungsabschluss für das Jahr 1884 (Anlage D:). c)i/5brerjm Lehrercollegium hat ein zwiefacher Personenwechsel stattgefunden. Zunächst ist collegium. Lehrtätigkeit, an Stelle des am 23. October 1874 verstorbenen Herrn Dr. Abraham Geiger (zu den verdlr^steu. bliebenen Herren Dr. D. Cassel, Dr. Isiv Lewy und Prof. Dr. Steinthal), der Herr Dr. P. F. Frankl eingetreten, welcher neben Vorlesungen über Religionsphilosophie, theoretische Vorlesungen und praktische Anleitungen zur Homiletik zum Gegenstande seiner Lehrthätigkeit in erster Linie gemacht hat. Sodann hat Herr Dr. Israel Lewy die Lehranstalt verlassen, um dem Rufe an das theologische Fraenckersche Seminar zu Breslau und dem pietätvollen Interesse zu folgen, dort die Stelle seines verewigten, hochverehrten Lehrers des sei. Directors Dr. Z. Frankl einzunehmen. Das Curatorinm bewahrt ihm für seine in der Hochschule ausgeübte hochgeschätzte Lehrthätigkeit die dankbarste Gesinnung. An seine Stelle ist für das Lehrfach der talmudiachen Literatur in ihrem ganzen Umfange Herr Dr. Joel Müller getreten, welcher sein Lehramt am 1. Mai 1884 angetreten hat. Zahl der Hörer: Sommersemester 1876 — 12. Wintersemester 1876/77 — 14. 1877 — 16. - 1877/78 — 20. 1878 — 18. - 1878,79 — 19. 1879 — 12. - 1879/S0 — 16. 1880 — 15. - 1880/81 — 13. 1881 - 16. - 1881/82 — 15. 1882 — 17. - 1882.83 — 27. 1883 — - 1883,84 — 30. 1884 - 30. - 1SS4,S5 — 30. Von den Hörern der Hochschule haben — seit der Erstattung unseres Berichts im Jahre 1876 — nach dem Austritt aus derselben ein Lehr- oder Predigtamt übernommen: Herr Fein st ein als Religionslehrer am Seminar in Münster. (4) - Dr. Friedmann als Rabbiner in Lublinitz. (6) - Dr. Gelb haus, Rabbiner, früher in Carlstadt, jetzt in Nordhausen. (2) - Dr. Gordon, Schuldirector in Gothenburg (Schweden). (6) - Hirsch, Prediger in Philadelphia. (5) - Dr. Janowitz, Rabbiner in Pisek (Böhmen. (5) - Dr. Klein in Schattenhofen, dann in Elbing, jetzt Rabbiner in Stockholm. (8)