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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1885-01-01 · [3].1885 · p. Seite 18

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
[3].1885
Date
1885-01-01
Page
Seite 18 (sequence 17)
Language
German
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IRI
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18 um sich von Gott belehren und weisen zu lassen, so richtet er sie und bescheidet sie. zu ewigem Frieden*). Was hat dieses Lehren und Richten mit jenen blutigen Gerichts-Schlachten zu thun. .von welchen anderwärts geweissagt wird? Und dass von Dawid keine Rede ist. dürfte ebenfalls höheres Alter bekunden. Nur darum ist es mir hier gegen' .Stade "zu tliuu:- die Hoheit unseres Fragmentes in Schutz zu nehmen. Aus welcher Zeit es stammen mag? das zu' bestimmen, mag ich nicht unternehmen. Aber wenn es auch aus gewissen Gründen wahrscheinlicher sein mag, dass es aus der babylonischen Zeit stammt, so halte ich es doch nicht für unmöglich, dass es in der assyrischen Periode gesprochen sei. Wissen.wir so genau, was in letzterer möglich und was unmöglich war? Und aus welchem Zusammenhang ist das Fragment gerissen? Vielleicht stammt es aus einem Zusammenhange, bei welchem unter den „vielen Völkern" den ursprunglichen Hörern die sehr bekannten Aegypter und Assyrer mit ihrem afrikanischen und asiatischen Tross erschienen. Doch diese Annahme ist wohl kaum nothwendig. Oder sind denn Jes. 11, 10. IS, 3 bestimmte Völker gemeint? — Doch gleichviel: Höheres ab jenes Fragment gibt's auf Erden nicht**). *) Tcli sehe nachträglich zu meiner Freude, dass ieh wie Diestel interpretirc. **) Der bei Micha »folgende Vers 3: ..Ja, alle Völker mögen wandlen. ein jegliches im Namen meines Gottes, wir aber wollen im Namen unsres Gottes wandlen, ewig und immerdaru gehört nieht zu nnsrem Fragment, und überhaupt nicht in den Text, sondern ist die Randglosse eines Mannes, der die Saehe empirischer ansah und seine nüchterne Weltanschauung der prophetischen vnt^e^en stellte.

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