Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 33)
- Language
- German
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34 Ketubot 2,1. werten einige Ceremonien genannt, die beim Hochzeitsfeste einer Jungfrau üblich waren, und darum in zweifelhaften Fällen der Frau als Beweis dienen konnten, dass sie als Jungfrau sich verheirathet hatte. Diese Ceremonien bestanden darin, dass die Braut mit aufgelöstem Haar unter Tanz und Gesang aus dem väterlichen Hause in das Brautgemach geführt wurde, und vor ihr her gedörrte Aehren ausgestreut wurden 3T52 ncsrfl scuvc nssr» (S2rpjo P.iV?p pfrn *jx -.cte Npr2 p \:nv Hierzu lesen wir nun im j. Talm.: /Wsr sex \;n r.m»*2 "'in •TCg'? iz^init' sc „A. Saul sagte, dass auch von der Frau anzunehmen wäre, dass sie als Jungfrau geheirathet, vor der ein Fass (Wein) der Verkündigung getragen wurde".83) A. Saiü hatte also in seiner Mischna noch ein Merkmal für die Hochzeit einer Jungfrau angeführt, das uns eine spätere Baraita aufbewahrt hat. Vgl. ferner Tos. B. Batra c. :•}.: >zn rP2 (s,ir:pn n-rnc n1? pn icin *?w acx tti n:n ns -cc rnvn rx -cicn ,Wenn Jemand ein Feld verkauft, so hat er nicht zugleich nütverkauft die Kelter u. s. w., Abba Saul sagte: auch nicht das Rohrgobüsch, (las einen Flächenranm von einem Viertel Kab Aussaat (vgl. Zuckermann das jftd.. Maasssystem S. 33.) einnimmtu. tin -irr nnircn rv>22 ^:z-r\ -rz-z v^p y:y:cn -ras sepy 'i tS2n zi^yb p^n %b psar vnvmia -vrxi ~Z7:n *py cn^n sc^p:; 1 cipc sex (cf. Jad. 3,5.) .sezn zbvji p*?r. V? "^ci pc2 sin 2^ p^r. I1?;\srppro 'Ci br,?:n ^2. und in Abot de B. Natan: ,*n:inn sjx -ras* ^tt p pr^ "1 ]\s "ci recn. bv irn^n*» z^vn tk-2 %bv 3J&"cn "xix rrn sin sen c^i?"? p^n 1} 'in c;rn X2" C^J?1? pbn "6. Aus der Tos. geht jedenfalls hervor, dass A. Saul hier im Namen des R. Akiba referirte, und könnte auch die Mischna so aufzufassen sein, da.<s A. Saul im Namen des R. Akiba noch Ceti roir.n hinzugefügt habe. *-) Ueber NCij\~l v/ttmiog (-vfitruTa) vgl. Sachs Beitr. 1. S. 83., und würde demnach nKSV» •NCirrc identisch sein mit: r^zb Hp": .r^zn 1:2b pp-72 in der Bar. h. das. 10b. Die Erklärung des j. Talm. durch NC1"H12 r/o'yij/i« ist in so fern richtig, als die jungfräuliche Braut bei der Heiml'ührung in einer Sänfte getragen zu werden pflegte, cf. b. Sota 12a.: p"*2X2 ("22V TN crnr>) n2v£*in rr:zb pp~c C"V-i pnso. Man sollte daher b. 171). für: ^0^2 n: n:c:zn Nimp pni"1 'i lesen: 80/2 ~2 ne:i2:?2" xrr^2, cf. b. Synhed. lu'Jb. Die andere Krklüruiig b. das. durch: XCXT arwn hat Sachs 1. e. richtig durch Kirn ~ Üothog erläutert, (vgl. »V32 ✓Ii* K22 Kelim 22,4.), und nmss auch b. Moed Katan IIa.: ^"Xr. ^"OT^ *m:n "»Etfb X^Z' rniiT "i in demselben Sinno genommen werden, vgl. das arab. ^ri. Ueber m^P pi^n vgl. Semachot c. 8.: mbzn ^ebl u^rn ^2*? p2T2C p-.m ]r.s^p "jiP2 cr<xn nvbp "ci. S3j cf. 1). das. 1Gb.: n^E5? j^Zi'C p /K' r^n mi.? N-»:n. In der anderen Bar. das. heisst es: c^iH2 bu* nso :x miz-z 212 n^s1? iT2yn, und scheint 212, oder rnm /B* rren wie C^ir2 ^ü* erst einen Tag nach der Hochzeit vorgeführt worden zu sein, um anzukündigen, dass die Braut eine unverletzte Jungfrau war, weswegen es auch 012 oder miZG blC rv»2n genannt wurde, vgl. Leo Afric, angeführt von Winer Kealwrtrb. 1. S. öOO Anm. 3., der von Fez berichtet: Foemina quaedam . . . de virginata sponsa linteolum sangnine tinetum . . . manu gestans hospitibus ostendit, alta voce clamans, virginem hactenus incorruptam fuisse, welche Sitte auch in einigen Städten Palästinas üblich gewesen zu sein scheint. ") In der Mischna das. 4,8 schwankt die Leseart zwischen PST5Ö und C*2pn ns^n. vgl. R. Lipman Heller z. St. Tos. Schebüt c. 3. findet sich C»:pn nis^n. wofür wir j. das. 4,4. Q^pn nttP« lesen; Tos. Erubin c. 1. lesen wir wiederum C'Jpn n^ne, wofür b. das. 15a. D^pn PS^n. j. das. 2,1. abermals C^p nw1» sich findet. Dieses Wort kömmt auch vor j. Aboda Sara 2,9.: rbsxr 'Bn?0 c^.cn C2N21 zpzp r.i^N2 np^-j und Schabbat 7,2.: cnen d:wi c^p twto iwn rix rissen, nur lesen wir hier WH für nirs. vgl. «amn n»">n Targum Jferem. 26,18., Micha 3,12., Levy chald. Lex. s. v., und Fleischer .Nachträgliches* zu diesem Lex. 1. S. 425. ,dass snt&'Tt dem arab. nD*n. gleichbedeutend mit c:x, nein dichtes Rohr- oder Binsengebüsch* bezeichnet. Wir werden uns demnach für die Leseart C'Ipn n2Tn» oder gar für crcpn m&"»n zu entscheiden haben.