Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 31)
- Language
- German
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32 ":n rw zumeist auf eine verschiedene Leseart hin (vgl. Mebo Hajer. 19a). mag es sich nm verschiedene Lesearten in unserer Mischna, oder um verschiedene Lesearten in verschiedenen Mischnasammlungen handein. und wir wurden somit geneigt sein, in den Worten VI "jH JVX «ISO ~p Vi ycn eine Variante zu unserer Mischna zu erblicken, die sich in der Misclma des A. Saul vorgefunden. Allein nach Tos. Korbanot c. 10., wo dieser Punkt ausführlicher besprochen wird, sind wir nicht berechtigt, die Worte nso "|Si ycn für eine derartige A'ariante zu halten77). In unserer Mischna wird gewöhnlich, wie es in der Natur und dem Entwickehmgsgange der Halacha begründet ist, eine Gruppe von Einzelheiten aufgeführt, von denen eine gewisse Bestimmung gilt Zuweilen fügt die Mischna im Namen eines Tana noch eine Einzelheit hinzn. die sie durch die Worte nJ^2 einleitet. Die Partikel pflegt dann ebenso vom Sammler unserer Mischna herzurühren, wie die Worte TCix ^2. indess der genannte Tana in seiner Misclma die hinzuzufügende Einzelheit ohne das Wörtchen aufnahm. Wenn wir der Redeweise low ''jibs in unserer Mischna begegnen, sind wir daher oft zur Annahme berechtigt, dass eine einschlägige Mischna von diesem Tana dem Verfasser unserer Mischna bekannt war. aus der er das Anzuführende unter Angabe des Namens des Autors entlehnte. Eine derartige Angabe im Namen des A. Saul finden wir: Ketubot.ö.7.. wo die Frauen aufgezählt'werden, die. ohne Ansprüche auf die Ketuba zu haben, von ihren Männern Verstössen werden können, und hierzu bemerkt wird7"): biw 5CX v^s vbv rtöpen *)N „A. Saul nannte auch die. welche den Eltern ihres Mannes in seiner Gegenwart flucht Synhedrin 10,1., wo die Mischna die Personell aufführt, die des Antheils an der zukünftigen Welt verlustig gingen, und dann fortfährt: CWSTin C^.SDZ jqipn -.eis« «rpjri i»prpi*c cäm rw nji.in?jn icix bix» sex in n^nen 'SrlieiNi nzc.i hv uxvhm ,R. Akiba fügte auch den hinzu, der ketzerische7') Schriften liest, eine Wunde lispelnd bespricht mit den miriK'C \;n ":n r^Nl. Ks wäre demnach denkbar, dass so manche Variante, die im j. Talmud durch die Formel "jH PPS eingeleitet wird, aus der .Misclma des A. Said stammt. ") Die stelle das. lautet: nse -f?vi icix msys pbne xinirs erbn w*? citp c^sn nrh msy:: jp^ne vxwr c^sn erto nenp erbn tu* ieix ^wic* xzx yen *p*n nss "]b->n ynr» -p\i [CBTl "ein erbn wir ">:ec nsc "j'pvi yzn -jbvt (1. nse -jSi yen -)b\i) nse -Si nsc "Si icix H^ZNZ ,17 HX ni pciip rcipn: r.T px ,17 pclipiS\ Einen besseren Beleg für unsere Ansicht bietet Tos. Schahhat c. 17. b. das. 12a: ilTP xbv l-bm piUI tf?lD Hl Hn vb2 n^SCfl i6tr p-Wl tei: IßW; j. das. l,:i. lautet es umgekehrt "\21 pIW tett 1^2 t6scn "l-l pIW V^O Weniger kann uns als Beleg dienen Siphra zu 3. M. 7,33.: fW2 NCC po IW2 nne "!eiK aex di nx anpen b n p^r, i:w o^Vr. icpn na« -nnei npm ■121 aton nai cobtsrn ci r^.s npen Vn itra pbin wk» cz&n Tcpn njn« «eci npnr. vgl. b. Sebachim 102 b. 78) So heisst es auch im Mischna-Text des j. Talm., in der Piska der tJemara das. aber: VÜV ^52 Vlbll rbhpün 1B1K blXV XZX, wofür man vbv "»:E52 mbx* n^bpen lesen muss „die seinen Eltern in der Gegenwart seiner Kinder flucht\ Diese Leseart scheint auch in Babylonien bekannt gewesen zu sein, cf. c. das. 72 b. VpblC ^22 rbbp£2 bülCW ION mVP 7J) Diese Erklärung giebt die Baraita b. das. 100b. Cpns n502 WD. wofür man freilich f^C ^£0 lesen muss, wie die älteren Ausgaben haben, vgl. j. Schabbat 16,1. 121 CWQ "»"ISDI C^il Siphre zu 4 M. 4,23. Bamidbar R. c. 9., während wir Tos. das. c. 14. b. 116 a. falschlich owfcn Q^IX ^2D1 lesen, b. Chagiga 15 b. ipTO y*xra ^BD .121.1. wofür die Censur pne ^SD gesetzt hat, ef. Kabbin. Dik. Soph, z. St., Chullin 13a, üOb nach der richtigen Leseart im En Jacob z. St., wofür Jalkut 2,22. ip^xn nBS hat. In ähnlicher Bedeutung findet sich Q'WSVt ^legilla 4,8. Vielleicht