Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 27)
- Language
- German
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23 rv2 rzub ~nx jcipTrn bisa* jcx ,A.. Saul nannte dieselbe ITC! rcirb ,die Oelkammer*. Wir dürfen jedoch auf diese Stelle kein Gewicht legen, weil sie nicht gerade in dem Sinne zu nehmen ist, dass A. Saul hier für jem j"n rce6 die Benennung awesr rr»2 PZV1) gebraucht habe, sondern dass er bei einer anderen Gelegenheit die in Rede stehende Kammer' durch N^e»' PH nzwb bezeichnete. Middot 2,5. heisst es nämlich, dass in den vier Winkeln des Vorhofs der Weiber vier Zellen von je vierzig Ellen angebracht waren, die bestimmten Zwecken dienen sollten, und da bemerkt R. Elieser b. Jacob, dass er bereits A'ergessen hätte, wozu die südöstliche Zelle eingerichtet war: im Namen des A. Saul wird darauf mitgetheilt: (48rp:c!5' ph rzvb px-p: nr.vi nm j» c:pi: vn cv „dass sie für Wein und Oel bestimmt war, und rrcctt* PH rz'C'b genannt wurde", und diese Angabe des A. Saul scheint die Tos. im Auge zu haben, wenn sie bemerkt: 80:e;r PH P-&6 nms smp mn bixr Aber eben diese Mischna aus Middot erscheint für unsere Darstellung beachtenswert^ und müssen wir Etwas näher auf dieselbe eingehen. Der Gnmdtext für die Beschreibung des Tempels im Traktat Middot rührt, wie b. .Joma l'ia. bewiesen wird (cf. j. das. -'.3. Dar. Harn. S. 73.), von R. Elieser b. Jacob her. An zwei Orten -..">. und 5.1., wo dieser Autor über den Gebrauch von zwei Gemächern nichts Bestimmtes zu re feinen wusste. lesen wir daher: PB'CS'B nrwi «~c "'prcii' zpy p -fijr6x "l "!CX ,Es sagt R. Elieser b. Jacob (der bis dahin genauen Bericht erstattete): Ich habe bereits vergessen, wozu dieses Gemach diente*. Unsere Mischna mochte sich aber damit nicht begnügen, und nahm zu einer anderen (Quelle ihre Zuflucht, aus der sie den Bericht des R. Elieser b. Jacob ergänzen konnte. Eine solche (Quelle bot sich ihr dar in der Mischna des A. Sani, der ja namentlich den cultuellen Angelegenheiten des Tempels seine Aufmerksamkeit zugewendet hatte, und sie fügte daher an beiden Orten zur Mischna des R. Elieser b. Jacob einen ergänzenden Bericht aus der Mischna des A. Saul hinzu; zu 2.5. Hl nnvt C'Cir, rr.vj :z", z^.'iir. rz'cb .-pt. »\\- p-rric p^rpicccd rri nci m rprnyspc vn nzz-b vz~\an rrsu'C r.P\~i r.E Trzzr zpp H ^rVs? "i -.es P^cr.- nniyc die bereits citirten Worte biss' nix ni \zz"\ p &zr." rn -icw; zu 5.3. 4.-. rzxb i'['J]^zzcrnz #;i yzsz *: miin ivi pna6 uro ,;s) Der pleonastische Gebr.uich vuii PH rzZ'b findet sich auch bei nnsn p\H PIfc6 Tos. Korbanot c. 11. Meiiachot c. 13. b. Pesachim 57a., cf. Dj^LLZN PH T^Z'Z'b b. Joma 19a; b. Joma 10a heisst es richtiger iO:c;:, PH rzz'^, und so hat es auch Maimuni HU. Bet Ilabechira 5.6. "1') So lautet richtig die Leseart in Middot, wonach das Zimmer für den Hohenpriester im Süden eingerichtet war, in Uebereinstimmung mit j. Joma 1,5., dass C^czx PH n^bs? in der Nähe der bn; ]rc rzz'b am CVrn Tjzr lag, welches Thor an der Südseite des Tempelvorhofs sich befand, cf. Middot 1,4. 2,0". Schekalim ü,3. Freilich muss somit auch Dj^ZN PH im Süden' angebracht gewesen sein, was zu Middot 1.1. 5. gut passt, indem dann die Priester nicht ausschliesslich im Norden, sondern weuigsteus an Einem Orte im Süden Wache gehalten haben würden. Tos. Joma c. 1. b. das. 11) a. 31a. heisst es, dass ein rteco PH in der Nähe der *?ru ]7\Z nzvb am D"»cn HSV gewesen wäre, wo der Hohepriester (wohl wegen der Nähe zu seiner Wohuung) das erste Bad am Yersöhnungstage genommen hätte, und müsste sich auch daraus ergeben, dass das Gemach für den Hohenpriester in der Nähe des C»cn im Süden lag. „Der babyl. Talm. das. 19a, liest jedoch nicht: 'rn v>~ nztr1? crs-cir 'm rbzn pzcb pso? "Hi rmyz wi'nirjrt zrcr. sondern: dvtcbt 'Hl yvn rcvb pssrc 'Hl H/CH rzz-b, und es folgt daraus, dass das Geraach für den Hohenpriester im Norden lag. Es entstand somit ein Widerspruch, und, um denselben zu lösen, wurde angenommen, dass dem Hohenpriester zwei Gemächer zur Verfugung standen, das Eine im Norden, das Andere im Süden, p-rr.£ nzvb und crc=X PH rzvb (die man ebenfalls für ein Gemach des Hohenpriesters