Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 26)
- Language
- German
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Joma 1.1. heisst es: («fiTKrs ratt ip-c bn;;n3 rK-2c z^,t2n c^p C\- mar (ndasSQOt) „Eine Woche vor dem Versöhnungstage entfernt man den Hohenpriester von seiner Behausung und führt ihn nach dem Zimmer der Raths-Beisitzer- (an eint in Vorliof des Tempels), und hierzu lesen wir abermals im j. Talm.: vr, nzvtnz pcite rzz'b r,r\s 50? nvi W JC« jrrvbs Kvb mx pnp p prcjn pote rcri npiK pip „A. Saul nannte es das Zimmer der Rathsherren (ßovhvoiwy«).. Anfangs nannte man es das Zimmer der pcite. dann das Zimmer der rrirra . A. Saul scheint also den Cultus im jerusalemischen Tempel für den Versöhnungs-. tage genau beschrieben, und mit der Vorbereitung zu dieser Feier sieben Tage vorher begonnen zu haben, wobei er sich des Ausdruckes VZXfvc PZ'cb bediente. Tos. Joma c. 1. lesen wir: c^m nscirb ~\-\-. r.'ir-» rzz-b?üm nvn v-puzv ^z'Z'bn *?d V "iiZZ 11 CTOS- KZ' 'W jcei ]«n rzwbc „Alle Zellen am Tempel werden hinsichtlich des Sabbat und einer Unreinheit als Privat-Räume angesehen, ausgenommen die Zelle für Wein und Oel. weil sie zwei einander gegenüberliegende Thüreu hat\ und die Tos. fährt dann fort: Semachot, angeführt bei K. Isaak Ilm <jiat (ed. Bambergen Th. II. S. 40., Nachmani, ToiatHaadam fol. 31., R. Joseph Karo. Ret Joseph J. D. c. :549., heisst es: y\n r>$:r,z picx Pen enz rcivz* &bzn bz mizp^ p-ren nsrero ns^cni bzn. und sollten wir wohl hiernach in der Mischna rr:zpb für PPCp^ lesen. Jedenfalls würde sich daraus ergeben, dass diese Geräthe beim Begraben zur Anwendung kamen, nicht aber beim Aufsammeln und Besetzen der Gebeine, cf. jedoch Maim. das. ") B. Joma '.»a. wird dieses Wort durch "C'S erklärt, welcher Ausdruck in ähnlichem Sinne b. Jabamot 45 b. vorkömmt. Der Grieche, an «;< ii sich Raba h. Gittin i}7a. wandte, um Aufschluss über das Wort ^2Dr.2 (rrgoc Jor?-ü) m erl.iiigen, gab dasselbe ihm durch NP^E" fC"^2 wieder; sollte es vielleicht KDT£~ NP/,,C heissen. iinliii ^".'S dem ]vu"!'/i2 entspricht? w) Tos. das. c. 1. b. 3b. wird als Gewährsmann dafür R. Jehuda angeführt, und i>t diese Angabe zu beachten, indem wir Aehniiehes auch bei Ii. Jehuda antreffen, vgl. Anm. 71. Sachlich mag zwischen pTiiTS und j^n/'Z kein Unterschied sein, und ist nur zu bemerken, dass die Ausdrücke ^12. DlEl'^i: noch ausserdem vorkommen, vgl. Arucl« >. v., während p~T,£ nur in Verbindung mit nzvb sich findet, cf. Tos. und j. das. p-rr.s r:^: nmen ]c nnu:B ü'-peri' nzvbn bz, b. dd>. 10a. J'Ja. (Traktat Mesusa c. 1. muss man mit Kirchheim lür nPVSB' nnen P^Z b'Z' rcz'^rfi bn; \nzb m"!1" r^Z lesen p~rns Pr^l); p~~££ im j. Talmud ist nur dialektisch von p~n":9 verschieden. 6T; So hat bereits K. Elia Wiina den Text richtig einendirt für nxeiC^ C'rvi PV^l, und müssen wir demgemäss für Cnb 'W lesen rb 'W. Denn die Tos. theilt darauf mit, dass K. Jehuda die Ausnahme für jCK'l pn Prir*t> verallgemeinert wissen wollte, indem nicht nur die Kammer für Wein und Oel. sondern jedes Zimmer am Tempel, das zwei einander gegenüberliegende Thüren hatte, als Priva*-Raum hinsichtlich des Sabbat, und als öffentlicher hinsichtlich einer Unreinheit betrachtet wurde, rwi n-ny (Ln»i tsv px ™ nT CT,rs ,3Br ^irir-p^ ™ '™' ~> nxüizb C'2-Vl rnm TCVb wn. folglich muss lür 'f'Z"i pi rrirt die Bestimmung gelautet haben nxeiE1? nnni r.ZZ'^ TP.vi rv«n. und für die anderen Zimmer "Vivi rwti ritf4? Tnvi wn naDlC'?. (Der ganze Passus fand nur deswegen hier in der Tus. Ausnahme ( weil R. Jehuda auch bei der vorhergehenden Halacha auf ähnliche Weise die Ausnahme für pWB rcz6 zu einer allgemeinen Regel erhob.) Hiernach müssen wir die Mischna Teharot 6,8.: KM* wn r.W"i?*03 fjn nnsz norm ron nwan p* nwsi ron nP£2 wn tov cn «»w nw i rwc«!? ü^n warn nsöitä -rAn meni n:i&6 ttwi nun »6 dni -pbi ttivi man. auf deren Schwierigkeit R. bimson z. St. bereits aufmerksam machte, emendiren und dafür le.en: PV^ «in IDiy C« -JSW T yj^ .,n,r, nan CK1 nwsTeb C^T nwra P=b^ ™ wie e, auch in der los. Tehar. c. 7. heisst R Elia Wilna hat in seinem Commentar z. St. die Xotbwemdigkeit einer Euieudauon eingesehen; nur will er lesen: -Cl m ™ ™ ™ An W CS ™* ,W das Satzgefüge in der Mischna und die Fassung der los. spricht.