Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 23)
- Language
- German
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24 Treffend sind seine Worte Derech Erez Sutta c 9. p-wipsn TOnpftne, dass der Zwiespalt in den Lehrhäusern allgemein verderblich sei54) Giebt sich in diesen Sätzen seine innig religiöse, menschenfreundliche Gesinnung kund, so äussert sich wiederum seine rigorose Aufassung von den religiösen Geboten in seinem für das spätere jüdische Familienleben so bedeutsamen Auspruch: « OD1» "»U DVft PN D312.1 "Nico "ton rnvxb VIO snpi nnia yais foo ms 12T otßfa „Wer nicht die Frau seines kinderlos verstorbenen Bruders in edeler Absicht, sondern im Hinblick auf ihre Schönheit, oder aus sonst einer äusserlichen Veranlassung ehelicht, der begeht gleichsam einen Incest, und das dieser Ehe entsprossene Kind sei beinah als Bastard zu betrachten.* Von dieser Anschauung ausgehend, lehrt die Mischna Bechorot 1,7.: picne TO ruwsrß nsrtn nise^ nonp an* rosa D^"» rnseb noup ns^R niuo nc« mao cb^ pnsno |W intfDjn rosa ot?1? „Das Eingehen der Leviratsehe war vorzuziehen der Chaliza in den früheren Tagen, wo die Absicht eine lautere war, für jetzt aber, wo die Absicht eine andere ist, wurde bestimmt, dass die Vollziehung der Chaliza dem Eingehen der Leviratsehe vorzuziehen sei." Als es sich um die Frage handelte, ob man das Gesetzstudium unterbrechen dürfe oder solle, um an einem Leichen- oder Hochzeitszuge Theil zu nehmen, welche Theilnahme an der Wonne oder der Trauer des Nebenmenschen nicht minder für religiös als human gehalten wurde, da äusserte sich A. Saul Semachot c. 11.: min "icbn1? D~np nipycn „Die Ausübung der religiösen Gebote stehe höher als ihr Studium.*36) Spr. 25,1. „Auch dies sind die Sprüche Salomo's, welche zusammengetragen haben die Männer Chiskijas, des Königs von Jehuda" wollte er Abbot d. R. N. c. 1., wohl abweichend von der Bar. b. B. Batra loa., in dem Sinne aufgefasst wissen, dass die Männer Chisk. dieselben erklärten: WFSir *6s (1. lpww) wncnar s6.57) Mit jüdischer Alterthumskimde, besonders bezüglich des Cultus im jerusalemischen Tempel, hat sich A. Saul eingehend befasst.58) Die Beschaffenheit des Embryos auf dessen erster Bildungsstufe im Mutterleibe bespricht er ausführlich, und soll nach ihm die Bildung des Embryos mit dem Nabel beginnen: pro pc pm»' nbs'El "«n: Cix ncea Ge- Dieser Satz scheint auf einen bestimmten Vorfall zu seiner Zeit hinzuweisen; nach unserer Vermuthung, dass A. Saul im Hause des Patriarchen R. Simon b. Gemaliel II. gelebt hat, könnte er vielleicht auf den Konflikt, der einst zwischen diesem Patriarchen und R. Meir ausbrach, bezogen werden, cf. b. Horajot 13 b. M) b. Jebamot39b. 109 b. j. das. 1,1. Tos. c. 6., wo jedoch der Name des Autors '"Pixt? aost. sich nicht findet. In der Tos. heisst es: CDZJ DU,'1? ^3 Dlf1? mor» bv aen, j. das.: IX TO DiBT1? □nnN' Cn2t; Beide haben also nicht die im b. Talra. so schwierigen Worte mBnX GW*?, da doch mii"»« üeft in bonam partem zu nehmen ist, und einen Gegensatz zu "»13 QVft bildet, cf. das. ifrnrav "Cl r©33 Ob6 nD3D TO Dp1? nn und die Tosaphot z.St., die auf diese Schwierigkeit bereits aufmerksam machten, ohne dieselbe genügend lösen zu können. Jalk. I, 938. scheint, was am richtigsten ist, auch im b. Talmud rW»K OB'/ nicht gelesen zu haben, und eben so wenig R. Aaron Halevi in seinem Commentar zu Ketubot 64 a. (ed. Prag. fol. 42,3.). R. Scherira Bga. der Geonim ed. Cassel No. 91. liest im b. Talm. Vi« "1D1 ü)U?b □'•023 GIB'"? nwtt Gl»1? Wl UW^. •*) Vgl. über diese Frage Siphre zu 5 M. 11,13. j. Chag. 1,7. Pes. 3,7. b. Kidduschin 40b. w) Das. weiter unten muss es heissen: Dmx WTBl rPpffl W35* lJGtf Ty anstatt DD33 nw« fftrun. was Grätz, Kohelet Anh. 1, S. 151. entgangen zu sein scheint 5S) cf. Dar. Harn. S. 177. und hierzu noch b. Pes. 13b. 86b. Beza 20b. Joma 19b. Nidda 61a. 71b. M) j. Nidda 3,3. b. Sota 45b., Tgl. hierzu Low ,die Lebensalter* S. 64 und 378. Anm. 120., die bereits angeführte Stelle aus Nidda 25 a. Tos. Oholot c. 3.