Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 17)
- Language
- German
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18' dadurch zu erklären, dass verschiedene Tanaim verschiedene Relationen über die Ansichten der beiden Schulen mitgetheilt hatten, der Eine, dass die Ansicht der Schule HilleFs hier erschwerend, der Andere, dass sie erleichternd wäre, und müssten wir auch hier jene bekannten Worte: 11 iW xb H TOBW nD X"GPzur Anwendung bringen. Dieser AViderspruch tritt uns aber noch in einer anderen Weise entgegen. M. 1,3. heisst es: n"21 UV HjQö vm 2a« abx blt5' *6 '^GIK ar"3 '121 CHEix. M. 4.7. hingegen wird uns vom Schammaiteu R. Elieser32) berichtet: I um icx,>i cimnp -.y cncix cerm ~rxh bsw ]X2D ioun rwzvz tsry nspicn by dik noiy iimbn jX2 iyi ]8Cp. auf welchen Widerspruch j. das. 1,4. hinweist, ohne eine Lösung dafür zu geben, wie es die Tosaphot das. 34b. zu thun versuchen. Hinsichtlich derselben Frage lesen wir feiner Mischna Schabbat 21,3.: bci3 D^.eis bbn rrca p^bpi mcrzs inb^n je prrasa untm my2Ci nbl2 rtacn nx, in der Tos. das. c. 17. hingegen, übereinstimmend mit dem Mischnatext im j. Talm., heisst es: "iZl nbien PX phzn onci« Wt2'l21 pfraaa Dnoi« n"2. und b. das. 143a. bemerkt R. Naehman: pyei? '-\z n'2i rni.T '"12 ißf 2 xbx ub px i:x.33) Der Mischna Beza c. 1. scheint nun die Angabe zu Grunde zu liegen, dass die Hillelische Schule für nsjne erleichternde Ansichten hatte, und sie konnte also nicht die Mischna des R. Müir aufnehmen, der in den drei eisten Nummern von Edujot die entgegengesetzte Meinung ausgesprochen; in der Mischna Edujot aber, der die Mischna des R. Meir für n 2 neim W2 "»blp zu Grunde liegt, wurde auch dessen Angabe für nspiö aufgenommen.w) Später wurden nun die zu Beza gehörenden Nummern aus Edujot herübergenommen, und es entstand einerseits ein Widerspruch zwischen diesen und den darauf folgenden Mischnajot, und andererseits das Eigenthümliche. dass hier gerade in Beza aus Edujot entlehnt wurde, während sonst die Mischnajot in Edujot aus den anderen Traktaten zusammengetragen sind. Bezüglich der verschiedenen Angaben selbst wollen wir noch bemerken, dass uns mit R. Naehman diejenige als die richtigere erscheinen sollte, nach welcher die Schanimaitische Schule, die an den älteren Halachot beharrlich festzuhalten pflegt, die erschwerende. Bestimmung behauptete; cf." Tos. Schabbat c. Ib. (j. das. 17,1. b. 123 b.) nb? nss6w D^Eixvn n:ii«n2; ps^cie rwnb nn yhvn "c; by»* n:cp pzoi rmp b» neo^ 'ein rb*2"\ b» yispa r.zvz pbsro "jmn lb^x rv»bi: v^sx idix rven:"tri bn:n -©En p yir, p2B'2 pbr^: cbi. > b2 r.cxs* -y pibiro •pisb cneiK bbn rvei -pisb xbx pbc*: px cnaix '2 nais bx-bca p pyetr 'i -pisb xbx pbc: px ■piäb xbiTli Jos. bell. jud. 2,H. 0. or<Jt (of fönrqrol xaTg ißtioniutst) Gxsvös zi i.i£iaxiv>]acu Oao^ovötv. Es ist aber zu beachten, dass bei derartigen den Einzelnen betreffenden und in das Einzelnste gehenden Bestimmungen die Schulen sich von einander nicht genau abgrenzen lassen, und in bw* D'HEIX u. s. w., so wäre, abgesehen von vielen Kmendationen, die wir dabei vornehmen müssten. das ganze Satzgefüge in M. 5. gestört, weil es doch keinen Sinn gäbe zu lesen: PK p:roj üvjöIK W2 'i2i -.Bra HM2 iay |2 cx xbx OTai mpynn ">:sb myn- :ts) vgl. auch Beza 4.0. Tos. das. c. 1. b2XH "lispbtf '*1 Q11W3 nesc D'IT!« CV5 mbtiV P.CXl XVI. und wenn unter D'nnx hier R. Müir zu verstehen ist (cf. b. Horajot 13b), so ist es erklärlich, dass R. Meir embw n^2 zu dem W2 ^blp zählte. 33) Die DiflVrenz zwischen R. Jehuda und R. Simon hinsichtlich Hüpie mag gerade darauf beruhen, dass nach der Angabe des K. Jehuda die für die Feststellung der Halacha massgebende Schule Hillel's nxpie vollends verbietet (cf. b. Beza 4a), während nach der Angabe des R. Simon dies eben der Schule des Schammai zugeschrieben wird (cf. Tos. das. c. 1. '^.QlX W2 1015t pyeJF n shot "?y onoix n!,2i ni&'p^' iy bi« onx bit:' xb). 34) Dass zuweilen in verschiedenen Traktaten einander w:- ersprechende Ansichten verschiedener Tanaim sich finden, braucht einem Kundigen nicht gesagt zu werden; vgl. übrigens Dar. Hain. S. 271.