Mannheim
Compact Memory

Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1876-01-01 · 2.1876 · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
2.1876
Date
1876-01-01
Page
Seite 10 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2273546-2273549--0047-2273804
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

10 Jedenfalls ist uns aber dadurch neben der Mischna ein bedeutender Halacba-Schatz in den beiden Talnmden und den Baraita-Saninilungen überliefert worden, und wir sind dadurch in den Stand gesetzt, die für uns oft nur zu kurz und dunkel gefasste Mischna durch genaueres Vergleichen mit den uns erhaltenen Baraitot richtiger zu verstehen, an einzelnen Orten sogar ein wenig zu berichtigen.13) Aber alle diese Halachot sind jüngeren Ursprungs als die Mischna, die etwa zwischen 205—215 n. v. Zr. ihren Abschluss erlangt hat, und sie rühren allesammt, die Mischna mit inbegriffen, von einer Zeit her, die tief in das Studium und den Entwicklungsgang der Halacha einschnitt, und die Grenzlinie bildete zwischen den Tanaim, den Autoren der Mischna, und den Amoraim. den Autoren des Talmud, zwischen Jenen, die die Mischnajot lehrten, und Diesen, die sie erläuterten, zwischen Jenen, die sie selbstständig ordneten und frei gestalteten, ihre eigenen Ansichten dabei zur Geltung brachten und hinzufügten, fremde theils aufnahmen und theils verwarfen, und Diesen, die sie als bereits abgeschlossen überkamen, und nur ihren Sinn zu erfassen sich bemühten. Die früheren halachischen Sammlungen aber, die der Mischna und den Baraitot als Quelle dienten, sind uns in ihrer ursprünglichen Gestalt verloren gegangen, und liegen uns nur überarbeitet in den Werken der letzten Tanaim vor. Einen allgemeinen Einblick in die Quellen der Mischna, eine allgemeine Uebersicht ") Auf einige Beispiele wollen wir hier aufmerksam machen. M. Menach. 9,1. Para 2,1. lesen wir: p pi6 HSTOl pN.l p )\xz -pnvn TOXn HlSZlp bz pxn pi Vinn p n^n pNZ p*Nfc' crfcn visn iDiyn je p">n pian-n. Nun wird in der Mischna unter p~lp das Schlachtopfer, unter nrüD das Speiseopfer verstanden, und Cr6n W1 "!Dl>n, die zu den m~:D gehören, können keine Ausnahme zn den nijZIp bilden; es passen ferner die Worte j&'Wpl l&nnn p „diesjährig und vorjährig^ für nin:D, nicht aber für niiZIp. (Vgl. Raschi das.; der Hinweis der Tos. auf liechor. y,l. kann nicht befriedigen.) Abgesehen davon vermissen wir in der Mischna die eigentliche Ausnahme für m:np, die Worte pNH p N^N pNZ p\SK' TtflTDl H2ZD y)n, vgl. die Tosaph. das., Temura 3,5. In der Tosiph. Men. c. 9. hingegen, (die auch von den Tosaph. das. zitirt wird) heisst es: psc jw ":iyyci "^izzd cm:n pze i^ss? pN1? nsinci pND j\xz -prvrn im ni;z-;p b2 p ym p'\-j pi ü'~nn p pxb nsinpi pan p msc mnicn bz bxrssnQ n^n |\xz pNi pNn p n^n .pxnpi U'-nnp N^N pscpxir crba TC1 iciyn und alle Schwierigkeiten sind gehoben. Dass wir aber in der Mischna nicht etwa m:z""!p bz für nirüDn bz lesen können, ergiebt sich ans Para das. Es scheint aber, das uns ein ganzer Passus in der Mischna fehlt, weil sonst die M. Para: mw ~1 •121 -jizsn Tj2y b2 xbx izbz w n*?i p^'zc CDzm cvnzn p nnpb: ,tn -^din kaum einen zusammenhängenden Sinn geben kann, da wir die wichtigsten Worte DTO"! pD l^SN vermissen. Berach. G,i heisst es: yr. nc-usn ns n*»z idin psn dits bv 121 niTsn bv -ßpa c^u-i td nhz idin min> n nc-wn ns n-,iz -idin mp-pn byi 'izi ncn p, undman sollte daraus entnehmen, dass Ii. Jehuda gerade für die Gemüsearten (mpTO die weniger zutreffende Eulogie N112 TD verlangt, während in der Tos. das. c. 4.: DWHn bv D^'ll TD N"11Z 1D1N Nin □'»yitn bv nz~z nc'an rpeso *pz -idin rnirv n neixn na nhz -idin nih ropTn bin Dxan to o: -idinnih richtig angegeben wird, dass für die mpn eben die Form Höisn no NHZ am geeignetsten ist, C^xm TD NH2 aber für die liräser (C^X'C'D bestimmt sei, vgl. b. das. H7a. Vielleicht wäre aber in der Mischna zu lesen: nih nipTn bv "'.cin rmrp *"i 'in yin nc^n na n~hz idin pNn.rviTB bv cwt td srnzr cwsn bin rvnxa ns «nz -idix. oder yin hd-j^h na Nin idix ps«n nms bv c\sttH td *ni2 "idix Nin o^c'in bv ".d\n 'i hdinji na nh2 idin c^ann byi 'DI. Freilich müssen wir hier immerhin annehmen, dass die Tosiphta mit der Mischna nicht übereinstimmt Vgl. noch Pea 3,7. nrairc rnz^N nb zpd «bs* bv *\x whv nbzp cn icix ^D^ n mit der Tos. das. c. l. hd nnzipz cii'b n^by n/zp n1? bzN nnzinz cvb rrhv rfcpw piz x i2 '»dt» n "^cx PDZ3 -NS'D nnzinz nzi:i pa jrw. Pea 7.-J. iz brsnn «6» ]Dn n IZ mit der Tos. das. c. 9. dem j. Talm. und den Comrn. z. St.. Xedarim 2,1. "!1CN '1Z1 TN2' nyiZC 11Z"{ TP N^Z ni nn '121 j»1» TN» Dilp und das. M. 2. sm:ze niyiZtt'Z "Din m mit Tos. das. e. 1. und hiernach b. das. 15a.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.