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Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin · 1876-01-01 · 2.1876 · p. Seite 8

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Journal
Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
Volume
2.1876
Date
1876-01-01
Page
Seite 8 (sequence 7)
Language
German
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8 Frühzeitig hat sich innerhalb der Amoräer ein Gegensatz herausgebildet zwischen den Gelehrten, die reiche Schätze von Baraitot in den Kammern ihres Gedächtnisses anfgehäaft hatten und sorgfältig bewahrten, und den Scharfsinnigen, die weniger die Gedächtnissals die Denkkraft zu üben sich bestrebten, denen es mehr auf das Forschen als auf das Wissen ankam.11) und es gab sogar eine Klasse von Männern, deren Aufgabe es lediglich war, die Mischna und Baraitct auswendig zu lernen und zu lehren, oder vor den Amoräern, besonders wohl den Schulhäuptern, vorzutragen, ohne auf ihren Sinn tief genug immer einzugehen, und das richtige Verständniss stets damit zu verbinden. Diese wurden, wie die früheren Ifischnaaufgeworfen mit den Worten iwp NBU «n, und es erfolgt darauf die Lösung iWPp vb *pr» n "iok '121 ncix ,Di^ "\ pm 5C>py "l an Jykin '"1 Wi. Diese Antwort ist jedenfalls richtig, indem der Satz wan rvwy TTJ6« mifr'y inx der Ansicht des R. Akiba entspricht, die Worte '121 hingegen den R. Jose aus Galiläa angehören, aber dadurch ist die Schwierigkeit für den uns vorliegenden Text nicht gehoben, und tritt der Widerspruch uns nur um so deutlicher entgegen. Im jer. Talmud das. lesen wir aber ir.Nl -wy Inn uvtzn nai b2X ^bin Jl n2T w prw '1 lex '121 Tcts n«03 Nl2n "W *nw l&V Tin icii«y V3 n212 robn "icx K21 Klan HPU, und es wäre daraus zn entnehmen, dass der jer. Talm. die Worte Nim m&'y ~nxi mwv in« in der Mischna gar nicht hatte, und dass diese erst später, gleichsam als Glosse, in Babylonien hinzugefügt wurden, um anzudeuten, dass die in der Mischna scheinbar als allgemein gültig (CDD) angeführte Ansicht nur einem einzelnen Autor zuzuschreiben wäre, indess nach der allgemein vertretenen und massgebenden Bestimmung zwischen zehn und zehn Myriaden kein Unterschied stattfinden soll. Chullin 125b. wird die Misch. Oholot 4,3. zitirt mit den Worten: "WUÖ roiroiy HD n>22 nsDUS. wozu freilich die darauf folgende Angabe TiEö W\ nicht passt; die Gemara das. sieht sich daher veranlasst eine, etwas gezwungene Erklärung dafür zu geben. Wir hingegen lesen noch heute in der Mischna das. «CC rem? HC und der Sinn der Bar. THEO V3V ist klar, vgl. die Comraent. z. St., besonders aber R. Elia Wilna das. zu 4,2. 1$. Taanit Ob. lautet die aus Schebiit 9,7. angeführte Mischna pro ^ETWtn "»no ny n^2B* bu? 2*p2l. und sie wird auch nach dieser Leseart das. erklärt, während es doch heissen muss 121 pn: TSC NO, wie noch die Mischna bei uns lautet, vgl. R. Simson und R. El. Wilna z. St. (Die Erklärung Ascheri's z. St. kann nicht befriedigen; der Mischnatext des Jer. ist ebenfalls corrumpirt, wie aus dem Talmud das. ersichtlich ist; die Verwechselung ist wahrscheinlich durch die vorangehenden Sätze mit IV entstanden. Schebiit das. 9,1. lesen wir richtig mit dem Jer. das., Ber. R. c. 70., Pes. ed. Bub. fol. 90b, Koh. R. zu 10,8. mir mp-ra;n2 nstc iw 2P2 tpbco yin pmc rrpson bz um pycic tm\ während es b. Tes. 50b heisst 2n2 TPEDC ym piCH piTBDn ^2 "TOia jWDBr '"l. womit noch eine andere Verwechselung das. bei ^2N) 2P2 WBD bvy> zusammmenhängt (vgl. die Tosaphot das., aber auch Tosaphot Bechorot 22 b s. v. apnvil CITO. Für die aus j. Berach. 1,9. Tos. Pes. das. zitirte Stelle pyot? ,m\ rw2V2 ans vpbd spbc *rcj Ninr6 Nin lesen wir im Jer. rpyw "»n"»DO epbo) ") cf. b. Erubin G7 a 2"n n":nco 'vmwr jymo jnen 2-1 mn nna >y:e- "»2 royte am «non 21 tr.cn 2-n -^ibV»bö rPBi: n^ia ymo r\vur 21 n&TF, Sebach. 96b. j. Horaj. 3,9. b. das. 14 a TO *pi> 21 "»21 ü-np eno nn« |cr6 vbv onn ipiy n2"l (Der Ausdruck TO bezieht sich nicht ausschliesslich auf das umfangreiche, geordnete Wissen des R. Joseph auf dem Gebiete der Baraitot, sondern auch auf dessen gediegene Kenntnisse der Aussprüche der Amoräer, der niyiDt&", vgl. b. B. Bat. 145b. Synhed. 42a. und die Tosaph. das. Sinai wurde ferner R. Joseph von R. Nachm. b. Jizchak genannt b. Moed Kat. 12a. und wahrscheinlich auch Ernb. 30a. vgl. Raschi das. In einem anderen Sinne wohl wurden Sinai genannt: R. Janai j. Bickur. 3,3., R. Jochanan Meg. das. 1,13., und wurde dieses Wort von R. Jos. selbst auf R. Nach. b. Jiz. wieder angewandt b. Kiddusch 20b. vgl. auch Sota 21a). Schon Abot. 2,8. wird R. Elasar b. Arach, als "canen pye. R. Elieser b. Hyrkan, als einem TD "112. gegenüber gestellt

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