Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Journal
- Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums in Berlin
- Volume
- 2.1876
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 6)
- Language
- German
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der anderen Schule unbekannt gewesen zu sein, viele wurden als Aussprüche der Amoräer, aus deren Mund sie vernommen wurden, überliefert, da ihre eigentliche Quelle verborgen blieb, wie wiederum mehrere Aussprüche der Anioräer für Baraitot gehalten wurden.10) 10) Die Beweise für diese Angaben können hier nicht auseinandergesetzt werden, und so wollen wir nur für die Mischua einige Belege anführen. Nachdem die Mischna Beza 5,1. eine Handlung an den Feiertagen für erlaubt hält, die am Sabbat vorzunehmen verboten ist fahrt sie fort, dass sonst: man Dirc mza* DWO vby pZ"~a* ^Z xbi ncrc ^z: bv pzzn s6i;^xz pbiy ab ncv eicc y\ lbw zyc zvz vby pz"n nzc-z msc ciw *6i psbin 561 penpc xbi p:n x^> nun' ci&'c p ts) pp-^c xbi ppsre xbi p-sco xbi ccn ^2 ora *bx bz niwaei nenn prra» xbi penne s& pznye xbi pirnpe xb nrce owe;n V?xi pez^o TZ&Z B«3 klX xbx rceA =US pz px nzac "XTn bp nex- Die Mischna in dieser Fassung ist nun kaum zu begreifen, weil I, nw keinen Gegensatz zu man und niäö hier bilden kaun, und 2, die für man angeführten Beispiele zu TVSSD passen, während die für mza' angegebenen sich für man eignen. Dem babyl. Talmud sind freilich diese Schwierigkeiten nicht entgangen, nur kann uns die dort gegebene Lösung nicht befriedigen. Versuchen wir aber den richtigen Text herzustellen, so ergiebt sich der Sinn dieser Mischna von selbst. Die unter dem Namen man an den Kuhetagen verbotenen Handlungen zerfallen in zwei Klassen, in solche, die gleichgiltiger, freiwilliger Art (man Dia'D) und in solche, die religiöser, gesetzlicher Bestimmung (fr?SC Dia'C) sind, und die Mischna müsste also lauten: xb man cta-c p rbw zic cvz vby pz"n nza'z mso oia'c man ewe aar rby pz^na' bz ]n ibxi p-p"ic xbi pps-ce xbi pnecc xbi tren ^2 b? }vcw ab) nenz ^z; by pzzn xbi j^xz pbiy "Cipa"-pC s6l fGZns xbipsbin xt>ipa~,pe xt» pr.xb nise DISS'O. Einen Beweis für die Richtigkeit dieser Leseart bietet Siphra zu 3 M. 10,29. wo es heisst: mz n^c bv pz^na' nza6c xbx b px *6i cen by »2« xbi nenz ^z: b'j zzt xtn j^xz xba'piemz nre by pz«n pxa» nzxbo xbi a-np1 xb p:c rose rmza* man rmza' xbx px mza» pnza* b n -ip-» x?i rrsc xbi pisz» mza* pnZB' t>n '1Z1 ani'{6l anp' xbl TZl "p"^ und ebenso die Mechilta des It. Sim. b. Jochai, zitirt bei Xachmani in dessen Commentar zn 3 M. 2:5,24. resoe nxen nre by pz^na* rexbe xbx b ]\s p:o niscz roanz xbx ^b px rc»bo bz b-n j^xz p^y pxa* p:c nxen n:^c by pz^n j^xa* mza' pnza'Vn *1Z1 pa"~pc pxa». In der Tos. Beza c. 4. lautet der Text ebenfalls unrichtig, nur lässt er sich dort bereits durch eine Umstellung der Worte HTSD Dia'Ei jn "hü) vor j^l X1? herstellen; der Mischnatext im Jer. ist nicht minder corrumpirt, aber im Talmud das. heisst es richtig: rozw mim Ii "«x 'izi jb^xz pbiy vb man x^r.a* mza' x^n n "»x mso (i. mza»!) ma'n man x'na- .'1Z1 pn xb mSD X'na* (1mzaO (Die Worte xmjrc ^Z scheinen dort am Anfange zu fehlen.) Es dürfte demnach befremden, wie der aus Palästina in Babylonien eingewanderte Amoräer K. Jizchak b. das. 27 a. nach einer anderen Leseart eine andere Erklärung gegeben haben soll "sexp xb pnjp Yx k^x noxT mm mza» x^yzc ab) mox 'dj mam mza* tex xbx iicin smns mzar x^yzo ab "11DX *»d: niSDl mza' I^SXr und dies um so mehr, als in der Verbindung von mam mza> und mSD" mza* die richtige Leseart und Erklärung bereits angedeutet sind? Es wäre also möglich, dass B. Jizchak die Mischna etwa so erläuterte: i^sx xbx tdxt mim mza' x^yzo »b -icxp x^yzo ab 11DX "»c: niSOl mza*. welche Erkläruug die richtige Leseart voraussetzt; diese zutreffende Erläuterung wurde dann aber auf die in Babylonien verbreitete Lesearten im Xamen des K. Jizchak bezogen in der Weise, wie sie uns jetzt vorliegt. (Auf die palästinensischen Lesearten des K. Jizchak für die Mischna wurde sonst in Babylonien viel Gewicht gelegt cf. Schabb. 105a. Erub. 36 b. Sota 31b. 47 b. Synhed. 53 b. Scheb. 36a.) . Berach. 7,3. wird die Form für die Aufforderung zum Tischgebet, so Mehrere zusammen gespeist haben, auf folgende Weise besprochen: T=3 "äw nranc 121 -p=a icix nartec pzrc -nra bnpn zn ^b "^ix Jybsn w *ci irp^x 1 -pa "iew nxez xizn iTiB^ inxi mar mx ,izi Typfoc nx iz-iz noix D^yio -,nxi D»zno -.nx nD:zn mzz irso nc xz^py n tc« "m Q'zizo cn Es ist nun unbegreiflich, wie die Mischna zuerst angeben konnte, dass zwischen zehn und zehn Myriaden hierin kein Unterschied obwalte, und dennoch bald fortfährt, dass bei hundert Anwesenden die Form anders lauten müsse. Im babylonischen Talmud wird diese Frage natürlich