Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1932-08-01 · Heft 4 (August 1932) · p. Seite 80

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1932
Issue
Heft 4 (August 1932)
Date
1932-08-01
Page
Seite 80 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2268830-2268989-2268994--4316-2273496
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

80 K. C.« Blätter Lennhoff die Fragen, um die es sich handelte, angepackt hat und mit wieviel Energie und Erfolg er seine Arbeit führte. Wir bitten Sie, den Ausdruck unseres herzlichsten Mitgefühls in dieser Stunde entgegenzunehmen. Mit jüdischem Gruß!. Das Präsidium des Kartells jüdischer Verbindungen Hans K l e e. Trauer um Hans Lennhoff. Folgendes Schreiben lief beim Geschäftsführenden Ausschuß ein: Berlin W15, 12. 9. 1932. Kurfürstendamm 200 R. 2. §• Der Bundesvorttand. Titl. Geschäftsführ. Ausschuß des K.C. Berlin W 15, Emser Str. 42 Sehr geehrte Herren! ^Zu dem so schweren Verlust, den ^ie durch das Hinscheiden des Herrn Assessors Hans Lennhoff erlitten haben, bitten wir Sie, hierdurch den Ansdruck unseres aufrichtigen Beileids entgegennehmen zu wollen. Der Tod dieses angesehenen und ausgezeichneten Mannes, der auf so tragische Weise durch einen Unfall ums Leben gekommen ist, ist auch von uns tief empfunden worden. In vorzüglicher Hochachtung Reichsbund jüdischer Frontsoldaten E. V. Dr. Löwen st ein, Bundesvors. Zum Gedächtnis an Moritz Friedmann. (Viadr.-Br.) Am 2. August d. I. verstarb unser lieber Bundesbruder Moritz Friedmann. Wer ihm näher stand, wußte seit längerer Zeit, daß er von schwerer Krankheit befallen, und daß es nur der ungewöhnlichen Kraft seiner Natur zu danken war, wenn er dieser Krankheit noch Widerstand leistete. Bei seiner Beerdigung konnte die Trauerhalle kaum die Zahl der Erschienenen fasten; so groß war die Wertschätzung und Verehrung, deren der Verstorbene sich in weitesten Kreisen der Bürgerschaft erfreute. Unserem Kreise ist ein Viadrine von alter Art, ein Freund und Kamerad aus der ersten Zeit der Gründung unserer Verbindung genommen worden. Fe geringer die Zahl dieser Männer wird, desto schmerzlicher wird der Verlust jedes einzelnen empfunden. Ganz besonders schmerzlich aber empfinden wir den Verlust gerade eines Mannes wie Friedmann, der an unserem Gemeinschaftsleben so innig teilnahm, der den meisten von uns auch freundschaftlich nahe stand und einem Teile von uns durch ungefähr fünfundvierzigjähriges Zusammenleben und Zusammenwirken verbunden war. Wir erinnern uns des Fuxen Friedmann, der einer der tüchtigsten, aber auch einer der fröhlichsten in seinem Kreise war. Seinen Frohsinn und die Freiheit seiner Auffassung trug er über die Studentenjahre hinaus in sein Philisterium hinein; er war ein ewiger Student im besten Sinne des Wortes. Der Verbindung, dem Verbände, dem K. C. und ihren Tendenzen hing er in Treue an. Von der Richtigkeit unserer Gedankengänge war er aufs tiefste durchdrungen; er hatte vielfach Gelegenheit, sie mit Kraft und Energie nach außen zu vertreten. Den Breslauer alten Viadrinen war er in Treue und Anhänglichkeit ergeben. Seine Äerzensgüte ließ ihn mit warmem Interesse teilnehmen an dem Schicksal eines jeden von uns. Es war für ihn eine Selbstverständlichkeit, daß er jeder unseren Veranstaltungen beiwohnte und ihr mit Interesse folgte. So hat nach jeder Richtung hin sein Tod eine schmerzliche, nicht zu schließende Lücke in unseren Kreis gerissen. Münz. Max Haase. (Badeniae-Bavariae.) Es gibt Menschen, die zur Freude geboren scheinen, und die von dieser Freude allen abgeben, denen sie nahekommen. Es gibt Menschen, denen durch glückliches Geschick schon von der Wiege an ein sicherer und ungefährdeter Lebensweg vorgezeichnet scheint. Beides traf bei Max Haaft zusammen. Und so formte sich jene lebensfreudige, schon in jungen Jahren selbstsichere Persönlichkeit, wie wir sie vor mehr als drei Jahrzehnten kennen lernten. Wer mit ihm damals zusammen war, der wird seine Fröhlichkeit, seine überströmende Lebeiftfülle nicht vergessen haben, der wir' sich aber auch noch seines klugen und lebendigen Blickes erinnern, in dem eine unendliche Güte sich nie verbergen konnte. Er war ein lieber Mensch, den jeder gern haben mußte, der ihn kannte. Das Leben hat ihm nicht gehaltem was es ihm in der Jugend versprach-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.