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KC-Blätter · 1928-07-01 · Heft 1 (Juli 1928) · p. Seite 2

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Journal
KC-Blätter
Volume
1928
Issue
Heft 1 (Juli 1928)
Date
1928-07-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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eines neuen Doppelzweiers ermöglichte, daß für alle Ruderer Bootsplähe zur Verfügung standen, und schaffte damit die Unterlage für einen regelmäßigen Ruderbetrieb. Es ist zu wünschen, daß beide Berliner K. C- Verbindungcn in gedeihlicher systematischer Zusammenarbeit die weitere Entwicklung des Rudersports im Berliner K. C. sicherstellen. Reben dem Wassersport betreibt der K. E. mit gutem Erfolg Leichtathletik. K. C.-Mannschaften und auch Einzelkämpfer gingen häufig bei Austragung von Äochschulmeisterschaften als Sieger hervor; Leistungen, die umso bemerkenswerter sind, weil der K. C. nicht eine so große Mitgliederzahl wie viele andere große studentischen Verbände ausznweisen hat. Aber auch andere Sportarten kommen zu ihrem Recht. So wird bei den süddeutschen Verbindungen eifrig der alpine Wandersport und das Skilaufen gepflegt. Wir wissen, daß noch viel Arbeit geleistet werden muß, um zum Ziele und zum Erfolge zu gelangen. Solange der Weg bekannt ist, den man zu beschreiten hat, wird der Erfolg nicht ausbleiben. Vorbedingung und Grundlage für die gedeihliche Entwicklung auf sportlichem Gebiet ist, daß die Verbindung sich möglichst auf einen üauptsport beschrankt und diesen dann auch systematisch pflegt. Die nachfolgenden allgemeinenBetrachtnngen wie auch dieLlbhandlungen, die sich mit einzelnen Sportarten befassen, mögen den Kartellbrüdern neue Anregungen und Richtlinien geben. W. G o l d st e i n (Vin.). 5t. C.'Sportwart. Jüdische Sportbetätigung im allgemeinen nnd Sportbetätigung im K. T. Ban Dr. Tyri l> M a i e r. Aach Beseitigung der allgemeinen Wehrpflicht infolge des unglücklichen Knegsansganges haben die maßgebenden Stellen die intensivste Pflege jedes Sportzweiges gefördert. Aicht nur behördlich (Aeichsansfchns; für Leibesübungen), sondern auch in wirtschaftlichen Kreisen hat sich weitestgehend die Ansicht durchgerungen, das; als Ersatz für die früher obligatorischen Militärjahre, die doch immerhin eine breite Schicht der Bevölkerung im besten Alter körperlich ertüchtigte, eine andere körperliche Betätigung treten müsse, eölcichzeitig mit dieser Idee ging Hand in Hand die Propagierung einer stärkeren sportlichen Betätigung für Kranen, die vor dem Kriege in diesem Matze auch nicht annähernd gekannt war. So hat ttuti heute jedes grotze Industrieunter, nehmen, jede Großbank, die Beichspost. die Polizei nfw. ihre eigenen Sportvereiite mir entsprechende«« Anterabteilungen z»lr Pflege von Spezialsporis. Es ist bekannt, das; bereits die höheren Schulen in viel stärkereln Umfange als früher zur sporlltckien Betätigung auffordern bzw. dieselbe ebenfalls obligatorisch eingefüdrt baden. Es ist weiter bekannt, daß Pflichtübungen an den Universitäten für sportliäre Betätigung existieren. Bielleich» ist aber nicht bekannt, daß trotz dieser viel intensiveren Sportbetätlgung. die ein viel größeres Aefervoir an Mcnfchenmaterial zur Verfügung stellt, die Spitzenleistungen überwiegend nicht gefördert worden sind. Mit anderen Worten, «vir haben trotz einer weit größeren Anzahl von Sporttreibenden keilte anssteigende Kurve in der Leistung, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. In einem früheren Artikel hat der Verfasser bereits darauf hingewiesen, daß zum Sport «tue gewisse Liebe gehört, nnd hat voin Wettbewerbs- Standpunkt aus die Behauptung ausgestellt, tag man durch Zwangsdestimmungen keine Spitzenleistungen erzielen kann. Dies ist in vollem Umsänge eingetrofsen. wie die Sorgen der für die Vorbereitung zur Olymplad« maßgebenden Kreise durchaus betveisen. Höchstleistung setzt den Willen znr Leistung voraus, nnd der ist nicht zu l«nputieren. Indessen ist natürlich durchaus die zrvangsweise Betreibung von Sportarten, wie sie die Lehrkörper nnd die authentischen Rorporotlouen vorschreiben, nicht adzulehnen. sondern unbedingt zu begrüßen; denn sie verpflichtet denjenigen znr körperlichen Betätigung, der sonst vielleicht hierzu keine Betgung hätte. Bon diesem Standpunkt aus tst sie also nur zu unterstützen. Dte jüdische Sportbetätlgung. die korporativ ebenfalls sehr stark eingesetzt ha», ist im Ver-

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