KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1933
- Issue
- Heft 2 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 54 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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54 K. C.-Blätter werden, je länger der hernach Zurückgewiesene die höhere Schule besucht hat. Wir haben jedenfalls Anlass die sich hier anbahnende Entwicklung mit Aufmerksamkeit zu betrachten. Die Freiburger Studentenschaft wieder in der D. St° Einer „D. St."-Meldung zufolge ist die Freiburger Studentenschaft, die vor einiger Zeit aus der D. ST. ausgeschieden war, ihr nunmehr wieder beigetreten. Welche besonderen Gründe zu diesem Entschluß geführt haben, ist in der D.St.-Meldung nicht angegeben. Um die Rostocker Verfassung Die Rostocker Nationalsozialisten hatten bekanntlich ein in ihrem Sinne „vorbildliches Studentenrecht" ausgearbeitet, um dessen Einführung sich erhebliche Auseinandersetzungen abgespielt hatten, mit dem Ergebnis, daß der Asta aufgelöst und seine Neuwahl angeordnet wurde. Die Neuwahlen, die sich bereits unter der Kanzlerschaft Hitlers abspielten, brachten den Nationalsozialisten eine eindeutige Niederlage, bestehend in sehr empfindlichen Stimmverlusten. Sie gingen von 685 Stimmen und 9 Sitzen auf 469 Stimmen und 5 Sitzen zurück. Auch die Korporationsliste verlor 2 Sitze. Das Schicksal der geplanten Verfassung dürfte damit eigentlich besiegelt sein. Nun behauptet zwar eine Meldung der D.St., der nationalsozialistische Minister Scharff habe erklärt, er stimme, allen gegenteiligen Gerüchten zum Trotz, nach wie vor dem neuen Studentenrecht zu, und werde es durchführen. Man wird wohl annehmen dürfen, daß diese Erklärung erfolgte, bevor das Wahlergebnis vorlag. Ob das Studentenrecht wirklich angesichts des unbedingt ablehnenden Spruchs der Rostocker Studentenschaft eingeführt werden soll, ist mit guten Gründen zu bezweifeln. Der erste Skiabfahrtslauf der Verbindung im K. C. Licaria am Hirfchberg Endlich war es soweit, daß wir ein Verbindungsabfahrtsrennen riskieren konnten. Am Samstag, den 28. 1. 33 Damen" — nur dem Titel, nicht aber dem Alter nach „alt" —, nämlich die Frauen unserer A. H. A. H. Dr. Balkonnten wir 17 Mann und 2 „Alte lin und Dr. Haas, in den für diese Fahrt von uns gemieteten Autobus laden. Und nun fuhren wir hinaus in das winterliche Land. Sauerlach und Holzkirchen, die kleinen verschlafenen Nester, flogen vorbei, und schon surrte der Wagen die steile Straße nach Gmund am Tegernsee herab. Am Wiesseer Ufer ging es mit schönen Blicken auf die wohlbekannten Skiberge der Neureut und des Wallberges hoch über dem zugefrorenen See die Straße entlang, bis oas Auto in das stille Kreuther Tal einbog und nach etwa zweistündiger Fahrt in Scharling, dem Aufstiegsplatz zum Hirschberg, hielt. Der 1617 Meter hohe Hirschberg, ein isolierter trapezförmiger, weithin sichtbarer Gipfel der Tegernseer Berge mit bekannt schöner Abfahrt, der aber wegen seines langen Anmarsches noch nicht so überlaufen ist wie die anderen Sonntagsskiberge in der näheren Umgebung Münchens, erschien uns für unseren Zweck am besten geeignet. Für heute galt es noch, das 1532 Meter hohe Hirschberghaus, in dem wir Quartier bestellt hatten, zu erreichen. Auf bequemem Waldwege zogen wir bergan. In langer Reihe, in zwei Kolonnen mit je zwei „Führern" gestaffelt, bewegte sich der Trupp vorwärts. Langsam färbten sich die fernen Vlauberge im Talschluß des Kreuther Tales rot und immer röter, bis der frohe Schein urplötzlich erlosch und bleiches, fahles Weiß an seine Stelle trat. Welch wunderbares Schreiten durch die klare Nacht, während von unten die Lichterreihen der Dörfer hinaufblitzten und aus den kleinen Skialmen auf den Bergen ringsum die beglückende Gegenwart gleichgesinnter Sportgenossen freundlich grüßte! Und so manchem der jungen Bundesbrüder, die zum ersten Mal in der Nacht einen Berg erstiegen, wurde dieser Gang zum nachhaltigen Erlebnis. Gegen 7.30 Uhr war alles im gastlichen Hirschberahaus versammelt. Nach dem Essen wurde der Lauf besprochen, Startnummern wurden ausgelost, dann machten sich manche noch an ihren Brettern zu schaffen. Wichtige Wachsgeheimnisse wurden verraten — (oder