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KC-Blätter · 1931-11-01 · Heft 11 (November 1931) · p. Seite 187

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 11 (November 1931)
Date
1931-11-01
Page
Seite 187 (sequence 5)
Language
German
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Nachr.-Heft K. C.-Blätter 187 Denkst Du daran?! sozialistischeil „HaupLcptartier" in Graz, von Doppelposten, Vefehlsausgabe, den Adjutanten des Herrn Valdur von Schirach, der im eigenen Auto, am Koppel die Hundepeitsche, die Stadt durchfuhr. Weniger ergötzlich erscheint auch den Volksparteilern die Kapitulation, die die D. St. und besonders die Verbände, vor den Nationalsozialisten vollführten. Wir können uns die Behauptung, die Verbände säßen nunmehr „im eigenen Netz" nur zu eigen machen. Des Interesses halber seien einige Bemerkungen über die Korporationen hier zitiert: „In Graz mußten sie erkennen, daß sie sich durch allzu langes Dulden des nationalsozialistischen Vormarsches hochschulpolitisch entmachtet haben. Einer ihrer bedeutendsten Führer meinte in nächtlichem, sorgenvollem Gespräch: „Den Nationalsozialismus wollen wir schon, aber nicht auf den Hochschulen". Welche Verkennung politischer Realität, welch ein Mangel an Augenmaß! Die späte, allzu späte Erkenntnis der Verbände ist der einzige, aber auch wirklich der einzige Gewinn von Graz. Wenn sie jetzt darangehen werden, in ihren Reihen hochschulpolitisch wieder die Verbandsdisziplin herzustellen, so wird von dem Erfolg dieses Versuches das weitere Schicksal der D. St. abhängen." Die Volksparteiler wenden sich besonders gegen die immer stärker zu Tage tretende Parteipolitik innerhalb der Studentenschaft. Sie sind aufrichtig genug, zu erwähnen, daß man gerade ihnen selber den Vorwurf der Parteipolitik machen könnte, da sie schon organisatorisch an eine bestimmte Partei anaclehnt sind. Darüber, daß man parteimäßig gebunden sein, aber doch Politik auf weite Sicht treiben kann, wissen sie folgende beachtliche Sätze zu sagen: „Freie Bahn dem Tüchtigen, ohne Ansehen der Partei! Ganz gewiß. Was vier aber vorliegt, ist das Schulbeispiel d^r Exponenten' einer quer durch die Verbände und Studentenschaften organisierten und noch dazu parteipolitischen Machtgruppe, deren einziger Trumpf die Ja bl ist. Wo aber die Zahl allein regiert, hört akademisches Wesen auf." Die Hochschulbl. haben jedenfalls recht, Parteipolitik, so wie sie heute in der Studentenschaft betrieben wird. ist nackte Zahlenpolitik, unverfälschte Machtgier. Den eigentlichen Aufgaben der Studentenschaft dürfte das kaum entsprechen. Begreiflicherweise wehren sich studentische "Organisationen oft dagegen, daß man ihnen parteipolitische Ziele unterschiebt. In jüngster Zeit finden wir bei zwei großen Verbänden Auseinandersetzungen über die Frage ihrer politischen Haltung. So ist es interessant, wenn der V. D. St. sich Gedanken macht, ob man von seinem Standpunkt aus die Regierung Brüning verteidigen dürfe? In'seinen Akademischen Blättern (Heft 8) wird lang und breit auseinandergesetzt, was an der Regierung schlecht sei. Wir selbst enthalten uns natürlich jeder Stellungnahme zu diesen Fragen, die man beim besten Willen nur unter dem Stichwort „Parteipolitik" zufammenfaffen kann. Wir verzeichnen mit Interesse, baß — ganz gleichgültig, welche Stellungnahme im konkreten Falle geäußert wurde — der V. D. St. sich rein grundsätzlich darauf eingelassen hat, parteipolitische Tagesfragen offiziell zu erörtern. Der Aufsatz, den er darüber brachte, liest sich wie die Erklärung eines Parlamentskandidaten. Cs ist unseres Wissens neuartig, daß studentische Verbände offen zur Tagespolitik übergehen. Jedenfalls wird der V. D. St. nun nicht mehr behaupten können, er halte sich von Parteipolitik fern. Noch eindeutiger geht die parteipolitische Haltung aus einer Darstellung der Vurschenschaftlichen Blätter hervor — bei denen das übrigens nicht mehr überrascht. Da heißt es '(Oktoberheft 31), daß man gern die „Anerkennung" entgegcnnehme, von allen Verbänden am weitesten rechts zu stehen. Die parteipolitische Llngebundenheit aber werde deshalb nicht'aufgegcben. Eine etwas unpassende „Bestätigung" dieser Versicherung ist es, wenn einige Zeilen später gesagt wird, zur Harzburger Front bekenne sich die überwiegende K. C-Wirtschaftshilfe Stellennachweis Hilfskasse

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