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KC-Blätter · 1931-06-01 · Heft 6 (Juni 1931) · p. Seite 103

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Journal
KC-Blätter
Volume
1931
Issue
Heft 6 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 103 (sequence 13)
Language
German
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Nachr.»Heft K. C.-Blatter 103 Zeitschrift für die Geschichte der Süden in Deutschland. Philo-Verlag, Berlin. 3. Jahrgang (1931/32), 1. Heft Jahresabonnement Reichsmark 10.—, Einzelheft RM. 2.75. Wann und wo sind die Juden zuerst in Deutschland nachzuweisen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Oberbaurat Adolf Schmetzer (Regensburg) in einem im Aprilheft der „Zeitschrift für Geschichte der deutschen Juden" erschienenen Aufsatz „Die Regensburger Iudenstadt". Hier werden namentlich aus Grund bis auf die Römerzeit zurückreichender gründlicher bäugeschichtlicher Forschungen zum ersten Male genauere Angaben über Entstehung, allmähliche Umbildung und Ausdehnung der in dieser alten Handelsstadt liegenden Iudensiedlung gemacht. Schmetzer glaubt — trotz Fehlens unmittelbarer Beweise — als sicher annehmen zu dürfen, daß schon um das Jahr 330 n. Ehr., also schon fast 1200 Jahre vor ihrer Vertreibung (1519), Juden in Regensburg ansässig waren. Danach hätten sie dort ein viel älteres Heimatrecht als die erst um 535 eingewanderten Bajuvaren. In einer grundlegenden Studie unterzieht Dr. Hans Rechner (Berlin- Tempelhof) die viel beachtete Weltgeschichte des jüdischen Volkes von Simon Dubnow einer wissenschaftlichkritischen Analyse. Dr. Sara Schiffmann (Tel Aviv) sucht in einer Abhandlung über „Heinrichs IV. Verhalten zu den Juden zur Zeit des ersten Kreuzzuges" die politischen und psychologischen Beweggründe des entschiedenen Eintretens des Kaisers für die Juden zu erklären. Den von Cecil Roth im vorigen Jahrgang der Zeitschrift veröffentlichten neuen Mitteilungen über die Hamburger Mar» ranengemeinde folgt jetzt aus der Feder von Alfonso Cassuto ein wichtiger Beitrag „Reue Funde zur ältesten Geschichte der portugiesischen Juden in Hamburg"; auch diese Arbeit fördert wertvolles, bisher verborgen gebliebenes Archivmaterial zutage. Das Heft, mit dem die „Zeitschrift für die Geschichte der deutschen Juden" ihren dritten Jahrgang eröffnet, enthalt außerdem interessante Miszellen und Rezensionen. Der „Morgen", Ar. 2, 7. Jahrgang. Das Juniheft beginnt mit einem Aufsatz von Max Dienemann: „Die Proletarisierung der deutschen Juden. Ihre geistigen und religiösen Folgen". Ausgehend von dem aktuellen Vorgang der Umschichtung sucht er deren geistige und religiöse Folgen zu erschließen. Der Aufsatz wrll vor allem zur Aussprache über diese wichtige Frage der Gegenwart anregen. Heinrich Frick spricht in einer Betrachtung, „Heiligtümer", von der Marburger Religionskundlichen Sammlung und verbreitet sich über die Notwendigkeit» die verschiedenen Konfessionen in ihrer Frömmigkeitswelt und ihren Heiligtümern kennenzulernen. Rudolf Stahl berichtet über „Probleme jüdischer Jugendbewegung". Michael Müller- Claudius schildert in einer als Zwiegespräch wiedergegebenen Begegnung den „Antisemitismus als Angriff auf die Seele", als Angriff auf die Seele aller, nicht nur auf die des Juden. Erich Stern setzt die in Heft 6, 7. Jahrgang begonnene Darstellung „Religiöse Entwurzelung und Neurose", in einem zweiten Aufsatz über „Religiöses Leben und Neurose" fort. Paul Be ttlins Darstellung der „Jewish Colonization, Association (J. C. A.)" ist die Fortführung seiner in Heft 5 des letzten Jahrganges begonnene Ausführungen. Eugen Mayer gibt unter dem Titel „Im Zwielicht der Statistik" Bemerkungen zu zwei aktuellen statistischen Büchern und Hanns Reißner behandelt in einem Essay „Weltgeschichte und jüdische Geschichte" die neue Propyläen-Weltgeschichte. Eine Besprechung von Gerhard von Mutius Buch: „Wort, Wert u. Gemeinschaft" erweitert W. Eliasberg zu einer rundsätzlichen Betrachtung: „Der andelnde Mensch und das Rationale". Eine Reihe kleinerer Anzeigen beschließt das Heft. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich (jedes tzest ist ca. 100 Seiten stark) und ist durch jede Buchhandlung oder direkt durch den Philo-Verlag, Berlin W 15» Emser Str. 42 zum Jahrespreis von 12 Mark zu beziehen. X. C. er, gedenkt bei allen Gelegenheiten des K. C.-Hilfsfondsl

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