KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 6 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- Seite 102 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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102 K. C.-Blätter Nachr.-Heft Das Konto heißt: „Heidelberger Orgelspiel". Es wird von der Deutschen Bank und Diskonto-Gesellschaft in Heidelberg, Postscheckkonto Karlsruhe-Baden Nr. 519, geführt, die auch Spenden entgegennimmt. Bei sämtlichen Niederlassungen der Deutschen Bank und Diskonto-Gesellschaft können ebenfalls Einzahlungen gemacht werden. Auf diese Anregung ist zu hoffen, daß sich aller Orten treue und begeisterte Heidelberger finden werden, die sich an die Spitze der örtlichen Sammlung stellen. Auch können Korporationen und Vereine ihre Beitrage gemeinsam sammeln. Jeder wird gebeten, so zu geben, wie ihm ums Herz ist und die Zeitläufte gestatten. Jeder Beitrag ist willkommen. Auch wenn die Sammlung nicht die höchsten Wünsche erfüllen sollte, so könnte die Summe der Universität zu freier künstlerischer Verwendung im Sinne der Spender übergeben werden. Aber sie wird Zusammenkommen, und wir alten Heidelberger haben dann unserer Iugendliebsten ein bleibendes. Geschenk gemacht, das sie zu neuen Gedanken und Taten stimmen und begleiten möge! Prof. Dr. med. Paul Straßmann, Geh. San.-Rat, Berlin Börries von Münchhausen, Windischleuba b. Altenburg (Thür.) Prof. Dr. Freiherr Marschall von Bieberstein, Freiburg i. V. Medizinatrat Kreisarzt Dr. Otto Craemer, Ballenstedt a. Harz Rechtsanwalt Dr. Hans Furler, Pforzheim Rechtsanwalt Dr. Dr. h. c. Hachenburg, Mannheim Direktor Dr. Otto Haehnle, Giengen, a. Brenz, Wttbg. Dr. Else Heinze-Piorkowski, Dresden Staatssekretär a. D., Wirkl. Geh. Rat Dr. Theodor Lewald, Erz., Ehrensenator Heidelberg, Berlin Rechtsanwalt Walter Mosse, Berlin W 10 Direktor Dr. Erhardt Schott, Direktor d. Portland-Zementwerke, Leimen- Baden Professor Dr. Carl Stooß, Graz Professor Dr. Karl Strupp, Frankfurt a. M. Professor Dr. Heinrich Titze, Berlin- Dahlem Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Georg Winter, Königsberg i. Pr. Luckerunä Llätterkckau Margarete Wiener. Dom nationalsozialistischen Wirtschafts- Programm. Eine kritische Betrachtung. Morgenreihe 10. Heft. Pilo-Verlag, Berlin W 15. Reichsmark 0,70. Seit den Erfolgen der NSDAP, bei den letzten Reichstagswahlen ist eine große Anzahl von Schriften und Zeitungsartikeln erschienen» die sich mit Entstehung, Verbreitung, Propaganda und Organisation der tzitlerpartei beschäftigen. Sie sind mehr oder minder aus dem Bedürfnis des Tages geboren, und die meisten werden in kurzem vergessen sein, lieber das Wirtschaftsprogramm des Nationalsozialismus dagegen sind wirklich gründliche Untersuchungen kaum angestellt worden. Zwar haben sich verschiedene Zeitungen und Zeitschriften mit dem Programm befaßt, aber eine eingehende Bearbeitung von wissenschaftlicher Seite, die ruhig und leidenschaftslos das Programm untersuchte, lag bisher kaum vor. Dr. Margarete Wiener hat in einer kurzen aber aufschlußreichen Abhandlung mit wissenschaftlichem Ernst — doch für jeden Gebildeten verständlich — die wesentlichen Fragen des nationalsozialistischen Wirtschaftsprogramms (Antisozialismus, Antikapitalismus, Brechung der Zinsknechtschaft) untersucht. Sie ist zu derartig wichtigen Ergebnissen gelangt, daß jeder, der sich mit dem Wesen des Nationalsozialismus auseinander setzen will, ihre Arbeit lesen muß. Billiger Preis, klarer Druck und Uebersichtlichkeit der Darstellung ermöglichen eine weite Verbreitung der äußerst. lesenswerten Schrift.