KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 6 (Juni 1931)
- Date
- 1931-06-01
- Page
- Seite 94 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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94 K. C.-Blatter Nachr.-Heft tonte, daß sich Kollege Oppenheimer in der kurzen Zeit, während welcher er seine Praxis ausübte, die Wertschätzung der Kollegen und der Richter erworben habe. Nach einer Kranzniederlegung durch einen Vertreter der Neustadter Studiengenossenschaftnahm die schlichte und erhebende Trauerfeier ihr Ende. Nun ruhe sanft, Du lieber Fritz, in der heimatlichen Erde, an den Hängen der von Dir so heißgeliebten Haardt! Fritz Wertheimer, Kaiserslautern. Fritz Oppenheimer (Nass.). Als uns die Nachricht von seinem Lode in München kurz nach Pfingsten erreichte, war uns diese Kunde so unfaßbar, daß wir in ihre Wahrheit Zweifel zu setzen glaubten. Und doch war es so. Eine heimtückische Halskrankheit hat den unfällbar scheinenden nach kurzer Krankheit dahingerafft. Fritz Oppenheimer war nach seiner Frankfurter Aktivität nach München gekommen, machte hier seinen Referendar, verlebte auch seine Referendarzeit in München und bestand schließlich auch in der ihm liebgewordenen Stadt das Assesorexamen. Schweren Herzens verließ er München und ließ sich in seiner Heimatstadt Neustadt an der Haardt als Rechtsanwalt nieder. Als wir ihm die Hand zum Abschied reichten, hatten wir nicht geglaubt, daß es das letzte Mal gewesen sein sollte. Fritz war uns in München in den langen Jahren der Freundschaft mehr als ein Kartellbruder, er war uns ein lieber, treuer Freund geworden. Stets bereit, wo es auch immer war, für die Tendenzen des K. C. einzutreten, war er immer und bei jeder Gelegenheit Gast der Licaria, ein froher Kneipgenosse, ein ernsthafter Berater bei den Konventen. Keinem Scherze abhold, ein Liebling der Frauen, war dieser durch und durch vitale Mensch für uns der Inbegriff alles natürlichen und gesunder:. Fritz Oppenheimer hatte keine Fernde. Sein sonniger Charakter, der seiner Pfälzer Heimat entsprach, machte ihm einen jeden zum Freunde. Und deshalb ist es uns gar nicht vorstellbar, daß er nicht mehr sein soll. Wie Achill sank er in der Blüte seiner Jahre ins Grab. Für uns lebter weiter, wird er immer weiter leben, so wie wir ihn zuletzt noch sahen, in leuchtender Iugendkraft. Dr. Georg Franz. Bergmann- München (Lic.). Umschau „Es ist irrig, den neuesten Aufschwung des Antisemitismus auf allein wirtschaftliche Gründe zurückzuführen. Derartige Gründe werden auch mitsprechen, sind aber nicht ausschlaggebend gewesen. Vielmehr ist die neue Welle zu erklären aus der Erkenntnis des Einflusses, den das Judentum bei dem ihm förderlichen Zusammenbruch Rußlands und der Staaten der Mittelmächte 1918 gehabt hat." „Wir sehen heute eine unerhörte jüdische Machtstellung nicht nur in der Politik und Wirtschaft, sondern auch in der Kunst und in der Rechtsprechung. Zu diesem letzten Punkt muß, da er weniger beachtet wird, an dieser Stelle noch etwas Näheres gesagt werden. Es erhebt sich die Frage: können wir Deutschen noch mit einer objektiven Rechtsprechung, mit einem Verständnis unseres deutschen Rechtsempfindens rechnen? Wird die vollkommen jüdische Polizeileitung in Berlin (1. Polizeipräsident der Iudenbastard Greszinskh, 2. Präsident der Sohn des Shnagogendieners Weiß) nicht mit einem besonderen Vergnügen unsere arische Polizei gegen unsere völkischen Studenten in Berlin ansetzen?" „Die Lage ist, verschleiert vom Lib-eralismus, so, daß wir in einigen Großstädten Deutschlands bei anhaltender Verjudung in einigen Jahrzehnten kaum arische Aerzte oder Rechtsanwälte haben werden, da schon jetzt die Hundertzahl 70 überschritten ist. Wenn wir ferner hören, daß in einigen Fakultäten der Großstadtuniversitäten der Hundertsatz der jüdischen Dozenten ähnlich ist» so kann