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KC-Blätter · 1933-01-01 · Nr. 1 (1.1933) · p. Seite 7

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Journal
KC-Blätter
Volume
1933
Issue
Nr. 1 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Vertrauliche Beilage der K. C.-Blätter 7 worden ist. Aber wenn es nicht geschehen wäre, so müßte es heule nachgeholt werden. In der Provinz scheinen mir die Berhältnisse nicht ganz so schlimm zu liegen, denn kraft der persönlichen Beziehungen der einzelnen Mitglieder der Landesverbände wird es sich ermöglichen lassen, einen oder den anderen Techniker unterzubringen. Jedenfalls wird man von besonderen örtlichen Vermittlungsstellen im allgemeinen absehen können. ZulFall 3: Unterstützung der durch Krankheit oder die schlechte wirtschaftliche Lage in Not geratenen Bundesbrüder ist im Wesentlichen dasselbe zu sagen wie zu 1 und es werden die Landesverbände und die Alt- Herrenverbände sich um derartige Fälle kümmern müssen. Es wäre übrigens auch denkbar, daß diese, da sie sowieso ab und zu gesellschaftliche Veranstaltungen ins Werk setzen, auch einmal ein Wohltätigkseitsfest veranstalten, um dessen Ertrag den tzilfskassen zur Verfügung zu stellen. Jedenfalls gilt hier die Notwendigkeit, die zentrale K.C.-Hilfskasse nach Möglichkeit zu entlasten, um so mehr, als deren Tätigkeit immer Gegenstand der Kritik für lokale Verbände sein wird, die ihrer Ansicht nach bei Verteilung der Subventionen nicht genügend berücksichtigt worden sind. Es taucht auch der Gedanke auf, ob nicht eine Art Versicherung eingeführt werden sollte, zu der jeder einen wenn auch noch so kleinen regelmäßigen Beitrag zahlen müßte, Als selbstverständlich erachte ich im übrigen, daß Mandate von Rechtsanwälten nur an Bundesbrüder weitergegeben werden, dagegen erscheint mir, besonders in der Kleinstadt, die Antwort auf die Frage, ob man unter allen Umständen einen Bundesbruder zum Arzt nehmen solle, nicht ohne weiteres gegeben. Bei gleichen Fähigkeiten wird man natürlich immer den Bundesbruder vorziehen, aber manchmal wird vielleicht der geeignete Facharzt fehlen oder ein Bundesbruder wird zu jung sein, als daß man ihm zuliebe von dem alten Arzt des Vertrauens abgehen könnte. Diese Dinge müssen dem Takt der Bundesbrüder überlassen bleiben. Von de« Wirtschaft^ und Studiensorge» des heutigen Aktiven. Referat» gehalten auf der Plenarsitzung des G.A., von cand. Phil. Ernst Reichmann (Sprev., Rhen.- Pal.). Bei der Betrachtung des großen Komplexes wirtschaftlicher Sorgen, der heute dem Aktiven aufgeladen ist, gehen wir im allgemeinen davon aus, daß diese Sorgen eindringlichst Form und Intensität des Aktivseins beeinflussen müssen. Einige nüchterne Ueberlegungen bestätigen diese Hypothese. Im Augenblick dürste man den Monatswechsel des Aktiven, der außerhalb seines Heimatsortes studiert und von dem in der Hauptsache zu sprechen ist, auf 100—150 M ansetzen. (Ich stütze mich dabei auf Material der Sprevia, das aufschlußreich und maßgeblich ist, weil in Berlin Bundesbrüder aus verschiedenen Teilen des Kartells aktiv sind.) Es ist damit nicht gesagt, daß die beiden Ziffern nun absolute Grenzen bilden, vielmehr wird in manchem Fall die Summe entweder unter die eine Zahl hinuntergehen oder über die andere hinaus. Stellen wir kurz zusammen, was für notwendige Ausgaben der Aktive im Monat zu leisten hat, also für Zimmermiete etwa 30 M, für Mittag- und Abendbrote etwa 45 M, so bleiben nach Abzug dieser 75 M bei einem 120 M-Wechsel 45 M übrig. Davon hat nun der Student in der Großstadt das Fahrgeld zu bezahlen, er hat sich Bücher zu kaufen, an jedem Tag treten andere kleine notwendige Ausgaben an ihn heran. Ganz zu schweigen von Theater- oder Kinobesuch u. ä. Was bleibt nun für die Verbindung? Wir werden belehrt, wenn uns der Kassenwart angibt, welche Beiträge die Bundesbrüder zu zahlen imstande sind. Wir wissen, daß von Semester zu Semester die durchschnittlichen Einnahmen der Verbindung sinken, so daß die Verbindung nicht einmal selbstverständliche Repräsentationsverpflichtungen finanzieren, kann. Gar nicht zu reden von Bier- Offizien u. ä. Hier sind Umlagen zur Gewohnheit geworden. Weil aber K.C.erl Zahlt die Verbandsbeiträge pünktlich!

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