Mannheim
Compact Memory

KC-Blätter · 1933-01-01 · Nr. 1 (1.1933) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1933
Issue
Nr. 1 (1.1933)
Date
1933-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2268830-2268986-9971320--4452-2273193
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Vertrauliche Beilage der K. C."Blätter 3 And «och ein Wort an die Aktiven! Liebe Kartellbrüder! Die Verbindungsberichte in den K. C.-Blättern sind oft Gegenstand des Tadels seitens vieler K. C.er, die fick über allzu große Monotonie und mangelnde Frische beklagen. Wenn Ihr ehrlich zu Euch selber seid» werdet Ihr ihnen recht geben. In fast allen Verbindungsberichten kehren schablonenhaft dieselben Redewendungen wieder. Aeberall finden „harmonisch verlaufene" „S. A.-" oder „S. S.- Kneipen" statt (wobei man unwillkürlich an ganz andere Organisationen als den K. C. denkt!), überall melden sich „dankenswerter Weise" ältere Semester aktiv bzw. übernehmen sie in vorbezeichneter Weise die erste Charge, überall wird gottlob der Verbindungsbetrieb in „schneidiger und strammer Weise" durch geführt. So erfreulich das auch ist» so sehr ermüdet es leider, wenn es immer mit denselben abegriffenen Ausdrücken serviert wird, iebe Kartellbrüder, vermeidet bitte diese nahezu schon abgeschmackten Eintönigkeiten! Laßt lieber ganz die Floskeln weg und berichtet, wenn keine Besonderheiten zu erwähnen sind, in der kürzesten Form über Eure regelmäßigen Veranstaltungen. Wir müssen mehr denn je wirtschaftlich denken, und schon aus diesem Grunde alles unnötige Beiwerk sparen. Wir bitten daher, für die Abfassung der Verbindungsberichte folgendes Schema zu beachten: Wir richten Rubriken ein, in denen die alltäglichen Vorgänge und Veranstaltungen lediglich stichwortmäßig erwähnt sind. Also z. B. Rubrik Veranstaltungen: „Exbummel nach 9C., Bowlenkneipe, Tanzabend". Das genügt in allen den Fällen, in denen nichts weiter über die Veranstaltungen zu sagen wäre, als daß sie „harmonisch" waren. Wollt Ihr darüber hinaus etwas Besonderes berichten, dann bitte, aber auch nur dann, macht weitere Worte. Das gleiche gilt für die personellen Nachrichten. Alle Aktivmeldungen, Beurlaubungen, Chargenwahlen, Inaktivierungen, Austritte usw. sollen in Zukunft rubrikmäßig gebracht werden. Achtet also, liebe Kartellbrüder, bei der Einsendung der Berichte aus dieses Schema. Die Berichte werden im wesentlichen demnach einfach wie folgt aussehen: Aktivmeldungen: .... Chargenwahlen: .... Von uns beurlaubt: .... Zu uns beurlaubt: .... Inaktiviert: .... usw. Dieses Schema erfüllt den gleichen Zweck wie Referate mit abgedroschenen Formeln, dient aber gleichzeitig einer größeren Wirtschaftlichkeit. Sehr erfreulich wäre es, wenn über diese stereotypen Mitteilungen hinaus es Euch möglich ist, von besonders interessanten Ereignissen des Verbindungslebens Kenntnis zu geben. Diese weitergehenden Schilderungen können und sollen dann mit anderen Worten als mit einer bloßen Spaltennotiz gebracht werden. Dann dürfen wir sicher erwarten, daß Ihr über interessante Vorgänge interessant zu berichten versteht. Gestaltet Euer Semester abwechslungsreich, dann werden es auch Eure Berichte sein! In diesem Sinne grüßt Euch Die K.C.-Redaktion. Plenarfitznng des G.A. in Berlin, am 20. November 1932. Zu Beginn der Plenarsitzung gedachte Bbr. Ludwig Holländer in tief empfundenen Worten des dahingegangenen G.A.-Mitgliedes Hans Lennhoff. Er rühmte besonders seine selbstlose Hingabe an die Sache, feine stets hilfsbereite Bundesbrüderlichkeit und seine Willensstärke Energie. Die Anwesenden erhoben sich zu Ehren des Verblichenen von ihren Plätzen. Die sachlichen Beratungen waren im wesentlichen beherrscht von der Frage: „Wie wird die Wirtschaftshilfe iw K. C. am tatkräftigsten gefördert?" Der Behandlung dieses Problems dienten die (besonders abgedruckten) Referate der Kbr. Kbr. Magistratsbaurat Wolff (Lic.). Beuchen und cand Phil. Ernst Reichmann (Sprev.. Rhen.-Pal.), Berlin. Aeber die „Situation der Aktiven und Inaktiven" referierte Kbr. Dr. Weißmann (Bad.), Karlsruhe. Er schildert zunächst die durchschnittlichen Einkommensverhältnisse der jungen K. C.er. Während vor dem Kriege ein Wechsel von M 150.— nahe der unteren Grenze gelegen habe, sei jetzt damit die obere Grenze er-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.