KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1933
- Issue
- Heft 1 (Januar 1933)
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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22 ft. L.-Vlätter mit einem Entwurf zugeleitet. In Zusammenhang mit den Bestrebungen der Preußischen Rektorenkonferenz, die dieser Lage stattfand, wird die Erneuerung der studentischen Selbstverwaltung nach sachlich fachschaftlichem Ausbau durch studentische Fakultäts- Vertretungen in enger Zusammenarbeit mit den Rektoren und Dekanen gefordert. Es soll für die Zukunft der sachlich-politische Boden zur Klärung und Inangriffnahme notwendiger Maßnahmen der Hochschul- und Studienreform geschaffen werden. Das Ziel ist eine enge Arbeitsgemeinschaft zwischen Lehrenden und Lernenden. In eingehenden Verhandlungen des D. St. V. mit den politischen Instanzen, Staatsminister Grimme und Preuß. Staatssekretär Dr. Lammers, sind die staatspolitischen Voraussetzungen der studentischen Selbstverwaltung geklärt worden. Staatssekretär Lammers hatte den Vorstand des Deutschen Studentenverbandes zu einer Besprechung geladen, in der er eine Lösung der Studentenrechtsfrage unter Ablehnung aller nationalsozialistischen rassepolitischen Studentenrechtspläne in nächster Zeitz wahrscheinlich zum Sommersemester 1933, in Aussicht stellte. Das Ehrenbuch der jüdischen Gefallenen. Am 17. November 1932 fand im großen Saale des Reichswirtschaftsrates zu Berlin die Aebergabe des vom Reichsbund jüdischer Frontioldaten herausgegebenen Ehrenbuches »er jüdischen Gefallenen statt. Wie der Vorsitzende des RIF., unser Kartellbruder Leo Löwenstern, in seiner Ansprache ausführte, umfaßt dieses Buch, in dem über 10 000 jüdische Gefallene namentlich verzeichnet sind, noch nicht alle, die den Heldentod fürs Vaterland starben. Nach genauen statistischen Ermittlungen betragt die Gesamtzahl der gefallenen deutschen Juden annähernd 12 000. KarteUbruder Löwenstein gab in seiner Rede der Erwartung Ausdruck» daß dieses Buch dazu beitragen möge, das Märchen von der Drückebergerei der deutschen Juden im Kriege endgültig zu beseitigen. In Vertretung des Reichswehrministers nahm Oberstleutnant von Ott das Buch in Empfang und erklärte, daß die Taten der deutschen Juden im Weltkriege von der Wehrmacht auch in Zukunft nicht vergessen werden würden. Anschließend sprach noch der Reichsgeschäftsführer des RIF. Herr Dr. Freund in längeren rnhaltsreichen Ausführungen über Frontgeneralion und Staat. Mit dem Gesang des Deutschlandliedes schloß die Feier.. —s. Füv eine K.C.-Skigruppe. Erwiderung von Dr. med. L. B a l l i n (Lic.), München. Schon im Jahre 1928 hat mein Bbr. Willy Schwarz und ich sich in den Mitteilungen Nr. 8/9 über dieses Thema unterhalten. Wir beide sind damals zu dem Ergebnis gekommen, daß besonders die bergnahen Verbindungen in Freiburg und München sich intensiv mit dem Skisport befassen sollen. Es ist das auch im weitesten Maße geschehen. Wir sind aber auch darüber wohl einig geworden, daß es ganz verkehrt wäre für uns K. C.er,freiwillig insHüttenghetto zu gehen. Ich schrieb damals: „Vor allem führt der Besitz einer Ski- Hütte zur Isolierung, gegen die wir ja immer und immer ankämpfen. Unsere Bbr. Bbr. sollen auf den Hütten der Bergsteigerorganisationen durch schlichtes, bescheidenes, aber im gegebenen Augenblick doch bestimmtes Benehmen sich die Achtung der anderen erwerben." Die Worte des Kbr. Pollak sind voller ehrlicher Begeisterung. Aber ich möchte doch verschiedenes dazu sagen. Wer, wie man hier sagt, ein „Zünftiger" ist, hat immer unruhiges, unstetes Blut in sich. Er bleibt immer eine Wanderburschenseele. Wer einmal anfängt, S-ammgast auf einer Hütte, und sei es die ersehnte K. E.- Skihütte zu werden, der hat mit sich einem so schweren Rucksack Philisterei, vielleicht auch einem Bäuchlein zu schleppen, daß er eine Hütte mit Selbstkochen und Stubenreinigen gar nicht mehr erreicht. Sein Ideal ist vielmehr eine Zentralheizungsstube mit laufendem Wasser und mechanischem Skiwachser geworden. Eine Hütte bindet und verpflichtet zu sehr, ganz abgesehen davon, daß die Miete oder Kauf, sowie vor allem die Instand«