KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1931
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1931)
- Date
- 1931-12-01
- Page
- Seite 82 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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82 K. C.--Blätter der Leo Baeck etn erhellendes Schlußwort gibt. — I. Mattuck, der Rabbiner an der liberalen Synagoge in London, gibt in seiner Ansprache „Was eint Juden und Christen?" Kunde von der in England mit Erfolg aufgenommenen engen Zusammenarbeit zwischen christlichen und jüdischen Organisationen. — Max Eisler vermittelt die Bekanntschaft zweier Tagebuchblätter des holländischen Malers Joses Israels: außerordentlich schöne Naturbilder, die in der liebevollen Hingabe der Schilderung lebhaft an das malerische Werk des großen Impressionisten erinnern. — Ein Aufsatz von OttoPiPer über „Die geistigen Strömungen im Protestantismus Deutschlands" gibt einen auf subtiler Kenntnis des Stoffes beruhenden instruktiven Ueberblick über dieses ganze Gebiet. — Ern st Holzer zeigt in seiner Betrachtung „Die kommende Generation" die geistige Situation der heutigen Heranwachsenden Jugend und weist warnend auf das vielfach zu geringe Verständnis der leitenden Kreise für die Probleme der jungen Menschen hin. — Daß die landläufigen Ansichten über die letzten Tage Jesu sich mit neueren Ergebnissen der Wissenschaft nicht mehr vereinbaren lassen, zeigt Walter v. Hauff in seinem Bericht: „Der Prozeß Jesu im Lichte der neuesten Forschung". „Der Franzose auf der Wodanseiche" — das ist der französische Antisemit Bernanos —: Mit ihm, und zugleich mit dem Problem des Antisemitismus, setzt sich Joseph Roth außerordentlich scharf und feinsinnig auseinander. — Hermann Vogelstein schreibt über „Glaube und Geschichte im heutigen Judentum". — Julius Bab weist bei Gelegenheit des Todes von Veit Harlan auf die zugleich mit dem Antisemitismus anwachsende „Antisemitenschnüffelei" hin. Mit einer Buchbesprechung von Max Dienemann (Hans Kohn: Martin Buber. Sein Werk und seine Zeit) schließt das reichhaltige anregende Heft. Heft 5 des VII. Jahrgangs des „Morgen" spiegelt in seiner Mannigfaltigkeit der Aufsätze die Mannigfaltigkeit der Wirkenssphäre dieser . Zeitschrift wieder. In zwei kleinen Legenden zur Schriftvorlesung am Chanukkahfest, von Max Dienern an mitgeteilt — die Ausgabe des Heftes fällt gerade mit Chanukkah zusammen —, kommen Grundgedanken der jüdischen Religiosität in der Eigenart alter Formulierung zum Ausdruck. — Martin Bubers Aufsatz „Der König" ist der Vorabdruck eines Kapitels aus seinem demnächst erscheinenden Buche „Das Kommende, Untersuchungen zur Entstehungsgeschichte des messianischen Glaubens. I. Königtum Gottes". — Selma Sterns „Probleme der Emanzipation und Assimilation" ist besonders beachtenswert. In einer Zeit, in der um diese Fragen von allen Seiten neu gerungen wird. — In einem vielen völlig fremden Gebiet führt Gerhard Schacher mit seinem Beitrag: „Die Wissenschaft vom jüdischen Recht", in dem der Standort des jüdischen Rechts in der Rechtsgeschichte bestimmt wird. — I. Heinemann beginnt seine feinsinnigen Untersuchungen über „die griechische Weltanschauungslehre bei Juden und Römern". — In Fritz Friedlaenders „Jugend der Wendezeit" kommt ein Vertreter der Jugend selbst zu Worte und führt die im „Morgen" begonnene Aus-