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KC-Blätter · 1930-08-01 · Heft 7 (August 1930) · p. Seite 110

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 7 (August 1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 110 (sequence 14)
Language
German
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110 K. C.-Blätter Nachr.-Lest Roscnow das Haus dcr Verbindung zu treuen Händen. Der CrstchargierLe der Verbindung i. a. V. Reinstein, weiß dem A. H. V. herzlichen Dank für die großen Opfer, die uns das schöne Haus schufen: „Wir wollen uns mit unserer ganzen Persönlichkeit für unser Ideal einsetzen. Llnsere Alten Herren seien unser Vorbild, unser Haus unser Symbol." A. H. Berlak hält die Weihrede. Eindrucksvoll legt er uns die hohe Bedeutung des Hauses für unsere Grmeinschast dar. Das älteste Mitglied des A. H. V., Dr. Fritz Strauß, überreicht der Verbindung mit sinnigen Worten eine Mesusoh, die sie als äußeres Zeichen ihres jüdischen Geistes an die Pfosten ihres Hauses schlagen soll. Herr Rabbiner Dr. Ziemels gemahnt uns an die Pflichten, die wir als jüdische Verbindung haben. Die würdige Feier schließt mit einem Halleluja, feierlich vorgetragen von Herrn Oberkanter Ziegler. Den Rachmittag verbringen wir mit unseren Damen beim gemütlichen Kaffee auf Kyburg. Samstag abend steigt der große Festkommers im Saalbau Wiehre, zu dem außer Vertretern der Freiburger Philisterschaft Vertreter einer verehrlichen F. W. V., der demokratischen SLudentengruppe, der deutschjüdischen Studentengruppe und einer verglichen Verbindung im V. K. C. Philia erschienen sind, um die Glückwünsche ihrer Korporationen zu überbringen. Während des würdigen Verlaufs steigen gar viele Reden. Rur eine soll herausgehoben werden: die Tendenzrede unseres 1. A. H. Stern. Cr erinnert uns an die hohe Aufgabe, die uns der K. C. nicht nur während unserer Aktivität, sondern für unser ganzes Leben stellt. Ernste Worte widmet er dem Gedenken an unsere lieben Bundesbrüder, die ihr Leben für ihr Vaterland opferten. Cr fordert uns auf, des Beispiels unserer Helden stets eingedenk zu sein: Stets bereit zu sein, alles für unser Vaterland und unseren Bund zu opfern. — Auf dem Cxbummel nach Staufen — Sonntag nachmittag und -abend — herrscht eine äußerst fidele Stimmung. Bei Bowle und Tanz denkt keiner ans Aufbrechen. Erst spät bringen uns Autobusse in schneller Fahrt nach Freiburg zurück. Das harmonisch verlaufene Fest klingt mit einem Frühschoppen am Montag auf dem Haus aus. ttrtb nebenan grübelt unser 1. A. H. Joseph, Kaffenwart des A. H. V., über die Kehrseite des Festes nach. Unser Gesang muß ihn und den A. H. V. äußerst günstig gestimmt haben; der A. H. V. hat wieder einmal seine Großzügigkeit den Aktiven gegenüber bewiesen. Wir danken dem A. H. V. herzlich. Hans Abraham (Reo-Frib.). 3uv Hausweihe der Neo-Friburgia. Weiherede, gehalten am 19. Juli 1930 von Dr. Hermann Berlak (Spr., Fr.-Ghib.) Werte Freunde, liebe Bundesbrüder! Wenn wir uns heute in verhältnismäßig großer Zahl trotz der wirtschaftlichen Rot, in der gar viele unserer Bundesbrüder sich befinden, zu einer Festesstunde versammeln, so ist die Ursache die Einmaligkeit unserer Feier. Keine Rundung der Jahreszahl, kein rauschendes Fest hat uns zum heutigen Stiftungsfest hierher gezogen, sondern wir alle, die wir von weither nach Freiburg gekommen sind, wollten dabei sein, wenn das neue Laus unserer Verbindung geweiht wird. Das eigene Laus drückt nicht nur der heutigen Morgenstunde, sondern unserer ganzen Tagung seinen Stempel auf. Ein K. C. - L a u s wollen wir weihen. Zum zweiten Male in einer 45 jährigen Geschichte weiht eine K. C.-Verbindung ihr eigenes Laus, wo doch das Laus für viele fast der Inbegriff der studentischen Verbindung ist. Zeigt das nicht am besten, wie falsch es ist, in uns die reichen, satten Menschen zu sehen, als die wir so oft hingestellt werden? Änd das es uns heute möglich war, ein eigenes Laus zu beziehen, ist es ein Ausfluß des Llebermuts, eine Frucht des Aeberfluffes? Nein, es ist ein Laus aus Opfern der Treue errichtet, aus Opfern der Dankbarkeit und der Liebe, der Dankbarkeit für das was die Verbindung uns für das Leben gegeben hat, der Liebe für unseren Kampf, für unsere Idee. Auch im eigenen Laus darf der Geist kein anderer werden, nie wollen wir die

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