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KC-Blätter · 1930-05-01 · Heft 4-5 (Mai 1930) · p. Seite 75

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Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 4-5 (Mai 1930)
Date
1930-05-01
Page
Seite 75 (sequence 11)
Language
German
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Nachr.-Left K. C.-Blätter 75 eingeführt zu haben. So müssen wir daß seine abweisende Lattung gegenüber schweren Lerzens Abschied nehmen von einer Studentenschaft unhaltbar ist, die Werner Mahrholz als von dem Wegvon keinem Geringeren sanktioniert wird bereiter eines geläuterten deutschen als vom Senat der Wiener Universität. StudententurE Behörden können ja bekanntlich nie Von dieser Läuterung ist zur Zeit etwas Verfassungswidriges tun, weder noch wenig zu spüren. Daß es in den in Oesterreich noch in Deutschland. Köpfen der Studentenschaft noch lange Siehe Thüringen! Die Verzierung nicht hell werden mag, wissen wir. Auch der Jenaer Universität mit Geistes- und von außen her ist ein Prometheus bis- Moralgrößen vom Schlage eines Günther lang nicht erstanden, am wenigsten haben bzw. Rüge ist eine stilechte Erscheinung die Nächstberufenen, die Universitätsbedes neuen Weimarer Geistes, oder Hörden, sich um die Rolle des Lichtbesser, mutet an wie eine Geistererbringers bemüht. Die Wiener Unischeinung aus einem beklemmend tollen verfltätsbehörde, die von je her Gegenmitternächtlichen Spuk. Zur Ehre der stand einer etwas peinlichen Aufmerk- Dozentenschaft sei festgestellt, daß sie samkeit seitens aller Staatsgestnnten energisch gegen diesen Spuk zu Felde war, hat nunmehr in einem Anfall bezog. Die Studenten aber stellten in fonderer Offenherzigkeit ihre schöne Seele dieser traurigen Zeitsatire beifallheulend bis zum Grund enthüllt. Wir danken den Chor der Anmündigen dar. Loraz dem Akademischen Senat der Wiener schrieb eine Ode „Sic te diva potens Universität für die von ihm publizierte Cypri“, in der er seiner Sorge um die „Studentenordnung", denn wir lieben es,. Fahrt des Staatsschiffes Ausdruck unsere Feinde mit offenem Visier zu gibt. Ein deutscher Loraz in unseren sehen. Die Wiener Universität hat mit Tagen würde kaum anders singen. Wodiesem Erlaß, der auf dem Begriff der hin, zu welchen Klippen etwa, werden „Studentennation" fußt, das völkische das Staatsschiff die Stürme der Ge- Rasseprinzip in aller Form legalisiert, genwart tragen, wenn es bemannt ist oder zu legalisieren gesucht, denn mit mit solcher Jugend, mit solcher Führer- Gesetz und Recht hat dieses Prinzip schaft? Wir wollen keinen Augenblick ebensowenig zu tun wie mit Vernunft vergessen, daß das, was jetzt in Thü- und Menschlichkeit. Der imaginäre, gar ringen anhebt, der Anfang ist auf jenicht zu erfassende Begriff der „Abnem Wege, der schnurstracks in den stammung" ist als Kriterium der Ratio- Abgrund führt. Ein Gebot der Selbstnalität erklärt worden von einer Beerhaltung ist es, auf alle Weise, durch Hörde, die bisher noch nicht darauf ver- Aufklärung und Zähigkeit, in Bausch zichtet hat, ernst genommen zu werden, und Bogen, in der Oeffentlichkeit wie In folgerichtiger Ausführung dieses im kleinsten Kreis, gegen die nationalproklamierten Grundsatzes wird den sozialistische Verseuchung vorzugehen, jüdischen Studenten in Wien die An- Ein Gebot der Selbsterhaltung für uns nähme der Mitgliedsbeiträge, deren alle, nicht allein für uns Juden, wenn- Zahlung zum Eintritt in die Deutsche gleich wir die zunächst Betroffenen sind. Studentenschaft berechtigt, verweigert. Das Schicksal der deutschen Judenheit Die „völkisch" gegliederte Deutsche ist nicht zu trennen vom Schicksal der Studentenschaft bleibt also hübsch unter deutschen Nation, wie eben das deutsche sich, ganz so wie sie es sich von je er- Judentum vom Deutschtum insgesamt träumt hat. Ihr Märchentraum ist niemals zu trennen ist. Seid auf der Wirklichkeit geworden, und Lerr Prof. Lut, seid wachsam, damit wenigstens Gleispach mag sich recht charmant und dieser Leidenskelch am deutschen Volk neckisch erscheinen in seiner neuen Rolle vorübergeht. — als gute Fee für kleine, mehr oder Noch ist in frischester Erinnerung das wenige artige, Kinder. Nebenbei bemerkt, 40. Stiftungsfest, das soeben der K. C. als nächste Attraktion dürfte wohl die zu Leidelberg beging. Der Name Leioffizielle Erlaubnis zur Abhaltung der delberg ist schon seit langem umgeprägt jahrelang beliebten öffentlichen Iudenhatz, zum Typ des frohgemuten, von Weindie doch schon längst wieder fällig ist, seligkeit und romantischem Epikuräertum herauskommen. (Verboten war sie ohneumsponnenen Studentenlebens. Noch hin ja nie.) Die Lerren in Wien haben, heute hat der Typ seinen Inhalt nicht auch qanz recht: Das Preußische Kultusverloren. Muntere Buntheit wogt in Ministerium muß nun endlich begreifen, den Gaffen der uralten Stadt, Musik

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