KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 4-5 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 71 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachr.-Äeft K. C.-Blätter 71 bei uns und zu uns die Forderung, diesem Ideal des Zadik nachzustreben. Wir wissen alle, was es bedeutet, in dieser Zeit eine Jugend in diesem Sinne erziehen zu wollen und sich selbst zu erziehen, nicht eine Jugend mit eitlen Phrasen, mit innerem Hochmut, mit innerem Aebermut, sondern eine Jugend, die dadurch, daß sie immer wehrhaftig sein muß, auch sich selbst gegenüber jene Heiligung des göttlichen Namens in sich vollbringt, das unsere Vorfahren als das Endziel des Lebens eines Zadiks in sich aufgenommen haben. And das, meine lieben Freunde, sind die Forderungen, die wir hatten, die wir haben und die wir haben werden, gleichviel, ob das an unserer äußeren Form etwas ändern wird. Innere Würde ist Mittel zum Zweck. Aeber sie zu sprechen und über sie zu raten, ist die Aufgabe unserer Tagung. Der ewige. Inhalt ist es, den ich gekennzeichnet habe, die vier Säulen, die bleiben müssen und die diese Jugendbewegung zu einer schweren machen, zu einer, die das Aeußere scheut, die man nicht schnell erlernen kann, zu einer, die jeder Dialektik und jeden Wortschwalls spottet, weil sie eine Forderung ist an den innersten Menschen, gestellt in schweren Tagen einer schweren Zeit, hinzielend allein auf die Ewigkeit, aus jenen Menschen, der in sich einsieht, daß wir an uns arbeiten müssen, an der weihevollen Aufgabe, deren Erfüllung wir erwarten, die wir nur dann erwarten können, wenn wir dem einen Satze treu bleiben, „Jeder halte zu seiner Fahne" einem alten biblischen Worte, das uns geleiten soll nach unserer Auffassung der Dinge in alle Ewigkeit. Ansprache des Kommersleiters. Dr. Urias (Ghibell.). „Es wogt im Äerzen hoch und hehr, denn wir find alle Brüder, von einer Flamme angefacht." Die Flamme der Leidenschaft wollen wir entfachen in den Äerzen unserer Zungen. Wir wollen Menschen, denen die Flamme der Begeisterung in der Seele brennt. Wir wollen Menschen, wie fie unser Führer uns gekennzeichnet hat, deren innere Äarmonie auf den vier Säulen ruht, die er vor unserem inneren Auge aufgebaut hat. Wir wollen Menscheu, die bereit find, für das, was fie im Lerzen tragen, einzustehen und Opfer zu bringen. Zn Ehrfurcht wollen wir in dieser Stunde jener gedenken, die von der Flamme verzehrt wurden, die in ihrer Seele brannte und aus leidenschaftlicher Lingabe ihr Leben gegeben haben, für das, was sie im Lerzen trugen. Wir gedenken in Ehrfurcht der 100 K.-Cer, die aus der Gefinnung ihrer Zeit, in die fie hineingestellt waren, das Opfer ihres Lebens gebracht haben für Volk und Vaterland. Wir wollen geloben, daß auch wir, in einer anderen Zeit, den Kampf um unser Volk, den Kampf um unser Land, in dem wir geboren sind, und in dem wir sterben wollen, daß wir diesen Kampf fortsetzen mit der gleichen Eingabe, mit der gleichen Treue, mit der gleichen Opferbereitschast. Wir fühlen uns, ob es uns bestritten wird oder nicht, als ein unlöslicher Teil des großen deutschen Volkes, trotz und gerade wegen unserer Eigenart. Wir wollen darum kämpfen, daß die Sinne im deutschen Volke frei werden zu erfassen, daß ein Volk im Sinne des 20. Jahrhunderts nicht eine Abstammungsgemeinschaft allein ist, sondern ein organisches Gebilde, zusammengesetzt aus den verschiedensten Elementen — ein Zusammentlingen aus den verschiedensten Klängen, aus den verschiedensten Melodien, und erst fie alle zusammen geben den vollen Klang, um dessen willen es Menschen gegeben hat und für die es immer Menschen geben wird, die mit ihrer Tat und mit ihrem Leben einstehen. Mauern türmen sich um uns auf! Unser Land soll uns entrissen werden. Sie wollen uns ausstoßen aus dem Lande, das uns mit gehört. Wir aber antworten mit aller Leidenschaft des Lerzens: Wir lassen uns nicht ausstoßen, wir lassen uns nicht Hinausweisen, unsere Toten sprechen für uns. Und wir Lebenden wollen es mit verwirklichen helfen, daß das ganze deutsche Volk nicht nur äußerlich frei werde, sondern vor allem auch innerlich frei werde von der Gefinnung des Äasses, des Irrtums und der Verblendung, äußerlich und innerlich frei ein großes deutsches Volk, ein großes einiges deutsches Land. „Auf daß es glücklich sei und frei!" So sangen wir eben und in diesem Sinne wollen wir auch das Bekenntnis ablegen