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KC-Blätter · 1930-03-01 · Heft 2 (März 1930) · p. Seite 29

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Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 2 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 29 (sequence 13)
Language
German
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Nachr.-Left K, C.-Bkätter 3S I ■111■" I Verbandsnadiriditen (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 20. März 1930 an die Schriftleitung einzureichen.) Bavaria Heidelberg. Zm zweiten Teile des Wintersemesters hat sofort eine teilweise Ambesetzung der Chargen eintreten müssen, da die bisherigen Inhaber der zweiten und dritten Charge aus Examensrücksichten dechargieren. mußten. Die Neuwahlen ergaben: XX a. V. Fedor Dreyfuß, XXX a. B. Kurt Jonas. Die Hauptarbeit des Januars verursachte das Damenfest und der ein paar Tage später steigende Kartellpauktag. Ersteres fand in den schönen Räumen der „Philosophenhöhe" statt und konnte in allen Teilen als wirklich wohlgelungen bezeichnet werden. Der Besuch war gut, die Stimmung noch besser, und als frühmorgens eine Damenbowlenkneipe stieg, da trennte man sich zu vorgerückter Stunde in dem Bewußtsein, die Bavaria hat wieder einmal ihren alten Ruf als Gastgeberin befestigt. Die Aktivitas hat sich besonders gefreut, in diesen Tagen eine so große Anzahl von Kbr. Kbr. aus Freiburg, München, Darmstadt und Frankfurt bei sich begrüßen zu dürfen, ein Beweis dafür, daß die Verbundenheit der süddeutschen Verbindungen ebenso eng wie früher besteht. Am Sonntage darauf veranstalteten wir dann einen Exbummel ins Neckartal. Montag, den 3. Februar stieg unser Pauktag, zu dem wir sieben Partien stellten. Für die Fechtfreudigkeit der Bavaren zeugt es, daß wir noch weit mehr Partien hätten stellen können. Wir chargierten in letzter Zeit anläßlich der „Reichsgründungsfeier" und der Grundsteinlegung der „Neuen Aniversttät". Ein Hauptaugenmerk richten wir auf die politische Weiterbildung unserer Aktiven, die Versammlungen und Ausspracheabende sämtlicher Harteischattierungen besuchten. — Unser Semester schließt am 28. Februar mit der S. S. Kneipe. Am 23. April eröffnen wir das Sommersemester. Wir hoffen, daß in Anbetracht unseres großen 40 jährigen Stiftungsfestes recht viele Kartellbrüder Heidelberg als Studienort auswählen. „ßicatfia*. Wir begannen den 2.Teil des Semesters am 8 Januar, an dem sich^ die Bbr. Bbr., die sich zum größten Teil beim Skilauf in den Tiroler Bergen erholt halten, wieder mit frischen Kräften am Konvent einfanden. Im Semesterbetrieb kamen die wissenschaftlichen Abende, die wir leider in den vorhergegangenen Wochen infolge mangelhafter Referate etwas vernachlässigt hatten, wieder mehr zu Ehren. Auf der Liste der Vortragenden waren meist unsere Brander zu finden, die beseelt von dem Wunsche möglichst bald reeipiert zu werden, recht interessante Vorträge hielten. So sprachen unter anderem a. F. Teicher über die Juden in Spanien, a. F. Steinitz über die Ostjudenfrage, a. F. Cohn nahm zu den Problemen des Fall Maurieius Stellung, in einem Referat und Correferat wurde das Leben Gabriel Rieffers beleuchtet und ein Vortrag, den a. F. Hirschfelder über die Geschichte der Medizin hielt, vermittelte auch denen, die nicht der medizinischen Fakultät angehören, den Einblick in dieses interessante Stück Kulturgeschichte. Auch sonst findet die Wissenschaft bei unseren Bbr. Bbr. eifrige Pflege. Abgesehen von ihrem eigenem Fachstudium, dem sie so eifrig obliegen, daß das Ansetzen der Sport- und Fechtoffizien oft Schwierigkeiten macht, besuchen sie öfter die Vorträge die von den jüdischen und nichtjüdischen Organisationen Münchens veranstaltet wurden, und in den guten Theatern, die die bayrische Hauptstadt uns bietet, ist die Anwesenheit von Liearen keine Seltenheit. Anseren Brandern Fritz Cohn, Herbert Feigenbaum, Max Hirschfelder, Ernst Ottinger, Kurt Richard, Ernst Spier, Franz St. Steinitz und Leonhard Teicher konnten wir auf Grund ihrer Receptionsvorträge und ihres allgemeinen Wissens in Comment und Tendenz das Burschenband verleihen. Von weiteren Conventsereigniffen ist zu berichten, daß a. B. Ermann infolge Arbeitsüberlastung um seine Dechargierung einkommen mußte und an dessen Stelle a. B. Fritz Glück

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