KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 2 (März 1930)
- Date
- 1930-03-01
- Page
- Seite 30 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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80 K. C -Blätter Nachr.-Left (Bav. Lie.) zum XX gewählt wurde. Aus Anlaß der Reichsgründungsfeier chargierten wir an der Universität. Es ist uns eine große Frqude, daß auf den Conventen, auf denen meist schwierige Dinge zur Debatte stehen, immer eine größere Anzahl unserer Alten Lerren anwesend ist, die uns hilfsbereit mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mitte Januar konnten wir unseren A.L. Schindler aus Berlin mit seiner jungen Gattin auf unserem Lause begrüßen. Für die schöne Kneipe die er uns stiftete, sei ihm auch an dieser Stelle herzlichst gedankt. Gleichzeitig sprechen wir unserem lb. i. a. B. Walter Goldmann nochmals unseren Dank für die feucht-fröhliche Bowlenkneipe, die gleichzeitig seine Abschiedskneipe bildete, aus, die Reden, die im Schlußoffizium dieser Kneipe gehalten wurden und die stattliche Anzahl von 21 Bbr. Bbr. und Kbr. Kbr., die sich zu seinem Abschied am Zug versammelt hatten, werden ihm gezeigt haben, wie beliebt er hier war und wie ungern wir ihn scheiden sehen. Frohe Stunden durften wir auch bei Veranstaltungen der Münchener Gesellschaft verleben, die erneut zeigten, wie stark die jüdische Philisterschaft an unserer lb. Verbindung interessiert ist und wie sie sich bemüht, unseren Bbr. Bbr. den Aufenthalt in München und die Erinnerungen ihr möglichst angenehm zu gestalten. So lud uns, wie in früheren Jahren, die Gesellschaft „Coneordia" zu ihrem Ball ein, bei dem unser Tisch, an dem sich auch unsere bekannten Damen eingefunden hatten, der Ausdruck der glänzenden Stimmung war, die im ganzen Saal herrschte. Unsere Tanzstundendamen erfreuen uns mit Faschingseinladungen, die uns immer in bester Laune bis in die Morgenstunden des neuen Tages vereinen. Auf den großen repräsentativen Carnevalsbällen, die München den Fremden jetzt bietet, ist ebenfalls hier und da ein Liearentisch zu finden. Daß neben diesen Vergnügungen weiterhin geregelter Sport gepflegt wird, ist eine Selbstverständlichkeit, um so mehr, als es den Menschen nach einer durchtanzten Nacht besonders gut tut, beim Turnen, Schwimmen oder Fechten geregelte Arbeit zu leisten. Zu unserem lebhaften Bedauern meint es der Winter Heuer allzu gnädig mit uns, doch hält die schlechte Schneelage die Bbr. Bbr. nicht ab, in höheren Lagen dem schönen Skisport zu huldigen. Es ist dem Chronisten eine Freude, feststellen zu dürfen, daß das Semester in allen seinen Teilen einen schönen und anregenden Verlauf nimmt und er hofft, daß es, wenn nicht alle Anzeichen trügen, auch in ähnlich befriedigender Weise zu Ende geführt wird. I. Rheno--Guestphalia, Köln. Das Wintersemester eröffneten wir mit der für Kölner Verhältnisse recht beachtnchen Anzahl von 8 Aktiven. Es wurden beurlaubt von e. l. K. V. Sprevia unser l. a. B. Hans Falk, von e. l. K. V. Neo-Friburgia unser l. a. B. Kurt Esser, von e. l. K. V. Nassovia unser l. a.B. Walter Moritz; ferner überwies uns e. l. K. V. Sprevia den a. F. Gerhard Kauffmann. Wir beurlaubten unseren a. B. Jakobi zu e. l. K. V. Sprevia und unseren , a. B. Hartoch zu e. l. K. V. Licaria. Wir philistrierten unsere Bbr. Bbr. Karl Berebs und Karl Krahn. Zu Chargierten wählten wir die Bbr. Bbr. Hans Falk (Sprev.), Kurt Esser (Neo-Frib.), Walter Moritz (Nass., Rhen.-Sil.). Infolge reger Keiltätigkeit konnten wir den schönen Erfolg von 3 Aktivmeldungen buchen. Es meldeten sich aktiv: Herr stud. math. Paul Philipp aus Köln, Herr stud. jur. Günther Rothschild aus Barmen, Herr stud. jur. Erich Salomon aus Krefeld. Wir rezipierten die Brander Teibelmann. Kauffmann, Fuchs, Isaak. Es bestanden unsere Bbr. Bbr. Erich Otto Nagel die Diplomkauf-- mannsprüfung, Karl Berets und Karl Kahn das Doktorexamen. II. Immer mehr zeigt sich der Vorteil des eigenen Heims. Nachdem die Verbindung während ihres zehnjährigen Bestehens vergeblich nach einem solchen gesucht hatte, ist es ihr dank der tatkräftigen Mitwirkung des A. H. V. gelungen, ein Kölner K. E.-Heim zu begründen, in dessen schönen und gemütlichen Räumen die Bundesbrüder einen Treffpunkt und eine Heimstätte gefunden haben. Es leuchtet ohne weiteres jedem ein, wie wichtig dies