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KC-Blätter · 1930-03-01 · Heft 2 (März 1930) · p. Seite 28

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Journal
KC-Blätter
Volume
1930
Issue
Heft 2 (März 1930)
Date
1930-03-01
Page
Seite 28 (sequence 12)
Language
German
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28 K. C.-Blätter Rachr.-Kest Partei, die Finkenschaft und die Freie Lochschulgruppe die Sitzung, der Rest beschloß mit 14 Stimmen, sich dem Vorgehen der Göttinger Studentenschaft anzuschließen, allerdings nicht in Form allgemeiner Listen, deren Auslegung von dem Rektorat verboten ist, sondern durch Antenzeichnung der Petition durch die Deutsche Studentschast der Aniversität München. Es scheint, als ob manche Zustände im bayrischen Lochschulwesen des wachsamen Auges und eines eneriqsch handelnden Willens zu ihrer Besserung bedürfen. Ob dieses beides wohl zur Zeit an maßgebender Stelle vorhanden ist? Vizepräsident David zurückgetreten. Der Vizepräsident des Kammergerichts, Senatsprästdent Dr. David, der lange Jahre Vorsitzender des Juristischen Prüfungsamts war, ist wegen Erreichung der Altersgrenze aus seinen Aemtern geschieden. Generationen junger Juristen haben ihn als Examinator erlebt und seine streng auf Verständnis hinzielende Art des Fragens, sein außergewöhnlich umfassendes Wissen, feine messerscharfe Logik, seine unerschöpfliche Arbeitskraft kennen und bewundern gelernt. David hat sich als Wissenschaftler einen Namen gemacht durch die Bearbeitung des bürgerlich-rechtlichen Lehrbuchs: Recht und Rechtsgang. Auch eine Broschüre, die über Anlage des Studiums und Erfordernisse der Neferendarprüfung reichhaltige Aufschlüsse gibt, ist aus seiner berufenen Feder hervorgegangen. Sein Nachfolger rvird der bisherige Ministerialdirigent Weber. Hochschulangleichung. In Wien konstituierte sich im Februar d. I. der Verband österreichischer Lochschulen. Die Gründungsversammlung erhielt offizielles Gepräge durch die amtliche Anwesenheit des Anterrichtsministers Prof. Srbik und des Ministers für soziale Verwaltung Prof. Innitzer. Aus den Festreden ging der unverbrüchliche Wille hervor, durch diese Gründung ein Bekenntnis zum einheitlichen deutschen Kulturgedanken abzulegen, dessen konkrete Durchsetzung das Ziel des Verbandes werden solle. So äußerte sich der Rektor der Wiener Aniversität Prof. Gleispach mit folgenden Worten: „Die österreichischen Lochschulen, die den Verband bilden, wollen die Verbindung mit dem Verband der reichsdeutschen Lochschulen Herstellen und so die Einheit der deutschen Wissenschaft stärken. Wir werden allen den Einrichtungen besonderes Interesse entgegenbringen, die einen weiteren Ausbau der Angleichung reichsdeutscher und österreichischer Studieneinrichtungen bedeuten. Anser junger Verband möge zum Wohl aller deutschen Lochschulen wirken und sich als neues Glied der geistigen deutschen - Einheit bewähren." Nach einer Begrüßung durch den Anterrichtsminister überbrachte der Rektor der Aniversität München, Professor Bumke, namens des Verbandes der deutschen Lochschulen die Glückwünsche zu der erfolgten Gründung und sprach die Loffnung auf fruchtbringendes Zusammenwirken beider Verbände aus. Namens der deutschen Aniversität Prag sowie des Verbandes der deutschen Lochschullehrer in der Tschechoslowakei sprach Professor Dr. San Nikolo. In der Rektorenkonferenz, die der Gründung vorausging, wurde als Programm des neuen Verbändes festgesetzt: Angleichung der Studieneinrichtungen im Interesse eines freien Studentenaustausches, gegenseitige Anerkennung der an österreichischen und reichsdeutschen Lochschulen verbrachten Semester, möglichste Angleichung des Kollegiengeldes, Angleichung der Pensionen von Witwen der Lochschulprofessoren, um die Gewinnung von Lehrkräften aus dem Reiche zu erleichtern. VERBANDSBERICHTE y einseitig beschrieben einsenden!

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