KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 1 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2268830-2268973-2268977--3596-2272689- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
12 K. C.-Blätter Nachr.-Left hiesigen deutsch-jüdischen Zugend kommen wir häufig zusammen. Auch treffen wir uns an jedem 1. und 3. Sonnabend im Monat zu einem zwanglosen Beisammensein in Form eines Tanztees, was augenscheinlich Anklang findet. Unserem Bbr. Werner Meyerowitz, Rhen.-Sil. Ox'X), Frib. XXX gewährten wir nach seiner Inaktivierung bei einer l. K. V. Rheno-Silefia den ehrenvollen Austritt aus unserer Verbindung. Ferner bewilligten wir das Austrittsgesuch unseres i. a. B. Borkon. — Die Aussichten für die weiteren Semester sind gut. Rheno-Palatia, Würzburg. Wire röffneten das Wintersemester am 28. Oktober 1929 mit einer Äktivitas von 6 a. B. a. B. Die interim. Chargenwahlen, die auch definitiv bestätigt wurden, hatten folgendes Ergebnis: X a. B. Rolf Wagschal (Rh.-Sil.) XX a. B. Norbert Brückmann XXX a. B. Heinz Sorge (Rh.-Sil.) F. W. X. S. W. XXX, K. W. XX, Sp. W. XX. Wir zeigen fleißig unsere Couleur in Würzburg und halten unsere regelmäßigen Offizien in dem altgewohnten Rahmen ab, wobei wir besonderen Wert aus Sport und wissenschaftliche Abende legen. Außerdem hatten wir kleine Kneipen, Offizien im Königscafe und einen Sxbummel. Am 23. Dezember veranstalteten wir eine Semesterantrittskneipe und am L4. darauf ein Damenfest im Hotel National. Wir beriefen Kbr. Kbr. von unseren l. K. V. l. K.V. Bavaria, Viadrina und Nassovia zu diesen Veranstaltungen, die aufs beste vorbereitet waren, dementsprechend angenehm und gemütlich verliefen und uns Gelegenheit gaben, unseren Ruf bei der Würzburger Philisterschast m festigen. Im übrigen verlebten wir, da die geringe Aktivenzahl der Bundesbrüderlichkeit nur zugute kommen kann, ein frohes und harmonisches Halbsemester. Im Januar dieses Jahres finden die neuen Astawahlen statt, zu denen wir mit allen republikanischen Studenten zusammen eine Liste aufgestellt haben. Wir philistrierten unsere l. i. a. B. i. a. B. Rudolf Adler, Walter Borchardt und Stefan Fraenkel, die ihr Referendarexamen in diesem Semester glänzend bestanden haben. Ihnen, sowie A. h. Kurt Schendel, der seinen Assessor bestand, gratulieren wir herzlich. Technische Berufsgruppe des Provinztalverbaudes Brandenburgs scher K. C.er. In der Sitzung vom 17. 12. 1929 berichtete Kbr. Rechtsanwalt Fuchs über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Arbeit zwischen Juristen und Technikern. Als besondere Punkte erwähnte er: 1. Bemühungen der Syndizi in technischen Betrieben um Anstellung und Förderung von technischen K. C.ern, eine Liste der Syndizi müßte aufgestellt werden. 2. Bemühungen. der Juristen bei Zulassung technischer K. C.er als vereidigte Sachverständige bei den Gerichten. Die dafür in Betracht kommenden Techniker sollten ihre Adressen unter Angabe genauer Einzelheiten bei dem Unterzeichneten angeben. 3. Zuziehung von technischen K.C.ern als Partei-Sachverständige. Liste wie 1. Hierauf hielt Kbr. Aberle ein Referat über die Frage: „Was kann der Jurist für den Techniker tun?" Er führte im wesentlichen folgendes aus: „Zahlreiche Juristen haben Eingang in die Industrie gefunden, sei es als Verbandsshndikus, Rechtsberater, Auf« sichtsrats- oder Vorstandsmitglied. Sie erhalten dadurch zuweilen Kenntnis von offenen Stellen oder haben, sogar Einfluß auf die Stellenberatung. Sie greifen jedoch nicht auf bekannte Ingenieure zurück, weil vielfach die Meinung vorherrscht» daß der Ingenieur nur in Maschinenfabriken sein Betätigungsfeld findet. Die Mechanisierung der Industrie und die Spezialisierung der Ingenieur- Wissenschaften bringt es mit sich, daß auch heute Warenhäuser, hotelbetriebe» Speditionsbetriebe, Druckereien, Textil- und Holzbetriebe» Chemische Betriebe — um einige Beispiele herauszugreifen — Ingenieure gebrauchen. Eine kleine Aebersicht über die Fachgruppen unter den Ingenieurberufen soll daher dem einen oder anderen Kartellbruder, der in der Industrie Einfluß hat, die Anregung geben, sich im Bedarfsfall beimK.C.-Arbeitsnachweis nach geeigneten Kräften umzusehen. Wir haben: Architekten, Chemiker, Bauingenieure, Elektro- und Maschineningenieure. Anter diesen haben