KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 1 (Januar 1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- Seite 13 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.-BläLter 13 ^achr.-Lest E Spezialisten für: Fabrikation, Be- )sorganisation, Fabrikuntersuchun- Wärmewirtschaft, Transport-, Meleuchtungsfragen, Heizung und Lüftung, technischen Einkauf und Verkauf, abgesehen von den zahlreichen Spezialisten für Sonderfragen auf Chemischem und elektrotechnischem Gebiet. ' Es ist auch wesentlich, daß nicht nur die Beschäftigung des Technikers im Angestelltenverhältnis, sondern die Heranziehung zu Sachverständigengutachten, zur technischen Beratung, Patentberatung oder zur Aebernahme von Vertretungen in Frage kommt." } Es folgte ein gemeinsames Referat von Dr. med. Schindler und Dr.-2ng. Lindner über das Thema: „K. C.- Ängenieur' und K. C.-Mediziner", aus denen folgendes wiedergegeben sei: „Die Frage ist die: Kann der K. C.- Ingenieur den K. C.-Mediziner beruflich fördern? Gibt seine besondere Berufstätigkeit dem K. C.-Ingenieur, cher selbst wahrscheinlich den hilfsbedürftigsten Beruf im K. C. vertritt, die Möglichkeit, den K. C.-Mediziner in seiner Praxis zu unterstützen? 1. Der Ausgangspunkt ist stets die Zuziehung des K. C.-Arztes im eigenen Krankheitsfall und bei Krankheiten im Bekanntenkreis. Der Ingenieur ist vielfach in Großbetrieben tätig und wird dort gerade als Akademiker oft gebeten, einen Arzt zu empfehlen. Die Patienten sind meist gleichgeordnete Ingenieure, oft auch höhergestellte. Der Weg zu ihnen ist Pe persönliche Fühlung, wie sie sich Aus der Arbeit heraus, beim gemeinsamen Mittagstisch usw. ergibt. Die persönliche Fühlung mit anderen Ingenieuren ist natürlich hier wie überall das Wichtigste. I Die Entscheidung, welcher Arzt für gen besonderen Fall gerade der geeignetste ist, kann der Ingenieur allein ßiicht ohne weiteres fällen. DasK.C.- Wreßbuch genügt nicht. Die Mediziner sollten uns sagen, welcher K. C.-Arzt gier Auskunft geben kann. I 2. Größere Betriebe mit eingenen Krankenkassen haben Vertrauensärzte, teils in hauptberuflicher, teils in nebenberuflicher Tätigkeit. Diese Poßitionen werden vielfach nicht besonders gut bezahlt. Dafür erhält der Arzt Anblick in ein für ihn sehr wertvolles Studienmaterial. Die Stellen i i werden von den Betriebsräten auf Grund der Vorschläge der Krankenkassenvorstände oder umgekehrt besetzt. Selbstverständlich hat die Betriebsleitung ebenfalls großen Einfluß auf die Auswahl. In all diesen Positionen sitzen Herren, die dem K. C.-Ingenieur persönlich zugänglich sind, am besten natürlich, wenn er selbst im Betriebsrat tätig ist. Der Ingenieur wird stets nur den Namen nennen können. Der Arzt darf sich daher nachher nicht beschweren. wenn er, trotzdem er voreschlagen ist, nicht den Posten erält. Kleinere Betriebe haben keine eigenen Krankenkassen, aber stets Vertrauensärzte. Hier wird natürlich der Einfluß der Betriebsleitung stärker sein als der des Betriebsrates. Wie im einzelnen diese Vertrauensarztstellen besetzt werden, darüber ist der Verfasser dieser Zeilen leider nicht sehr informiert. Es wäre gut, wenn einer der Aerzte, die eine derartige Tätigkeit ausüben, uns darüber nähere Auskunft geben würde. 3. Vertrauenstätigkeit im eigentlichsten Sinne ist das Gutachten. Medizinische Gutachten werden in größeren Betrieben ziemlich oft gebraucht. Meist handelt es sich um Unfälle, ber denen das Gutachten für die gerichtliche Auseinandersetzung notwendig ist, oder um Pensionierungen oder um Neuanlagen von Werkstätten usw. In solchen Fällen wird meist die Geschäftsleitung selbst angeben, welcher Arzt zuzuziehen ist, und in den Geschäftsleitungen größerer Werke befinden sich ja leider bisher so wenige K. C.er. Trotzdem kann oft der Ingenieur oder genau ebenso auch irgend ein anderer K. C.er, der z. B. als Kaufmann oder Organisator in einem Betriebe tätig ist, persönliche Fühlung haben, und dann soll er daran denken, daß dies eine Gelegenheit ist, evtl, einen Mediziner zu unterstützen. Der Weg zu dieser Fühlung kann sich ebenso in der Berufsarbeit, wie auf Reisen oder bei Sport und Geselligkeit finden lassen. 4. Gutachten liegen manchmal auf einem Berührungsgebiet zwischen Medizin und Technik. Hier sollte sich eine Zusammenarbeit der K. C.er beider Berufe ergeben. Vielleicht noch mehr Gelegenheit für gemeinsame Arbeit als