KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 1 (Mai 1930)
- Date
- 1930-05-01
- Page
- Seite 13 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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K. C.-Blätter 13 &■ und daß auch die Verhältnisse unter den mittleren und Klein-Landwirten wahrscheinlich nicht wesentlich hiervon abweichen, müssen als Ausdruck des sozialen AuMegs die Studenten aus den nachfolgenden Kreisen zugründe gelegt werden: Söhne mittlerer Beamten . 27,5 Prozent „ unterer Beamten. 2 5 „ von Privatangestellten (nicht leitender); 7'2 " „ „ Arbeitern. 2,2 „ 39,4 Prozent Auch der hohe Prozentsatz, der auf die künftigen Beamten entfällt, scheint den Möglichkeiten der Unterbringung von Arbeiterstudenten, die doch wohl wesentlich auf Anstellung im Staatsdienst rechnen, recht erheblich zu widersprechen. Es ist schließlich hierfür auch wichtig, sich klarzumachen, wieviele Studenten heute bereits neben ihrem Studium berufstätig sind, wobei nach der amtlichen Statistik reine Nebenbeschäftigung (Nachhilfestunden usw.) nicht als Berufstätigkeit gilt. Im Sommersemester 1928, der letzten vorliegenden Zahl, waren beruflich tätig 6,9 Proz. der Studenten; in den Ferien zwischen dem Sommer 1928 und dem Wintersemester 1928/1929 12,1 Proz. sämtlicher Studenten, hiervon 40 bzw. 44 Proz. in den künftigen Berufen. Man wird also anerkennen müssen, daß bereits heute ein nicht unerheblicher Teil der Studenten berufstätig ist. Interessant ist, daß diese Zahl trotz der Steigerung der Zahl der aus den Arbeiter-« familien stammenden Studenten abgenommen hat. Die Zahl der aus den Angestelltenkreisen stammenden liegt für 1924 leider nicht vor, so daß nicht festgestellt werden kann, ob diese — was anzunehmen ist — ebenfalls gestiegen ist. Im Sommersemester 1924 betrug die Zahl der Berufstätigen 10,7 bzw. für die Ferien 12,8 Proz. Es zeigt sich also, daß zwar die Ferienarbeit nicht zurückgegangen ist, daß aber — aus welchem Grunde, ist nicht festzustellen — die Zahl der neben ihrem Studium gleichzeitig'Berufstätigen richt erhebliche Einschränkungen erfahren hat. III. Numerus clausus. Mit kaum einer Zahl ist so viel Propaganda gegen die angebliche übergroße Macht der Juden getrieben worden wie mit der angeblich übergroßen Zahl der jüdischen Studenten. Und tatsächlich, wenn man die Zahlen betrachtet, könnten sie zunächst den Anschein erwecken, als wenn die jüdischen Studenten im Verhältnis zu dem ihnen nach der Gesamtheit der jüdischen Bevölkerung zukommenden Maße an den Universitäten zu stark vertreten sind. Es entfielen im Winter 1928/1929 auf die Hauptsächlichsten Konfessionen: Lochschulen überhaupt Universitäten Technische Lochschulen Bevölkerung in Prozenten Protestanten 67,2 65,9 74,9 64,1 Katholiken.. 28,0 28,8 21,5 32,4 Juden. 3,0 3,6 M 0,9