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KC-Blätter · 1925-07-01 · Heft 3 (Juli 1925) · p. Seite 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1925
Issue
Heft 3 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 37 (sequence 11)
Language
German
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37 ich nicht noch erst klar legen muffen. Ich erinnere jeden an sein Band, an seine Aktivität, seine Conaktiven, erinnere an den Burscheneid, der — sinngemäß wenigstens — besagt, daß man einander.die Treue halten solle. Llnd um das Wort Zahn's: „Menschen, die einander nicht sehen und einander nicht sprechen, die Zeit und die Entfernung bringen sie auseinander", nicht allzu sehr zur Wahrheit werden zu lassen, bitte ich jeden, der seiner Aktivität ein gutes und ehrenvolles Andenken bewahrt hat:'sucht einander (wenigstens brieflich) wieder auf. Vielleicht läßt man Briefe in einem größeren Kreise umlausen. vielleicht bringt in der nächsten Nummer ein Kartellbruder noch einen besseren Vorschlag. Ich jedenfalls würde mich von Herzen freuen, von all den vielen Bundesbrüdern, die in der Inflation das Schreiben verlernt haben, wieder Nachrichten zu erhalten. Möge es mir vergönnt sein, an dieser Stelle bald über den Erfolg meiner Aufmunterung berichten zu können. Bemerkungen zum vorstehenden Aussatz. Die im ersten Teil des Aufsatzes von Kbr. Meyerbach gemachten Vorschläge sind, wie die Erfahrung gezeigt hat, leider undurchführbar. Während der Bearbeitung des Adreßbuchs sind sowohl vom KC.-Büro als auch von mir säumige Kartellbrüder zu wiederholten Malen zur Einsendung ihrer Karte aufgefordert worden, leider mit recht negativem Erfolge: ob dies an der Gleichgültigkeit, Vergeßlichkeit oder Nachlässiakeit der Betreffenden gelegen hat, mag dahingestellt bleiben. Ich habe mich bei der Zusammenstellung des Adreßbuchs lediglich nach den mir zugesandten Karlen und den mir von den Verbindungen zur Verfügung gestellten Mitaliederverzeichnissen, deren Vollständigkeit ich leider fälschlicherweise voraussetzte, gerichtet. Für die vielen Lücken sind also nur die fehlenden Kartellbrüder selbst verantwortlich zu machen, die, es ist beschämend für sie, es nicht einmal für nötig halten, ihre eigene Verbindung über ihren jeweiligen Aufenthaltsort zu unterrichten. Ebensowenig verspreche ich mir von einem steckbrieflichen Cinfordern der Adressen, der Erfolg dürfte nach den gemachten Erfahrungen nur ein sehr mangelhafter sein. An alle Kartellbrüder, die nur durch ihr eigenes Verschulden nicht im Adreßbuch verzeichnet stehen — die meisten von ihnen erhalten doch wohl die KC.» Blätter und lesen diesen Artikel — richte ich den dringenden Appell, sofort aus einer Postkarte dem KC.- Büro oder mir ihre genauen Personalien mitzuteilen — eine Arbeit von zwei Minuten, die noch jeder für den KC. übrig haben sollte —, damit sie in einem Nachträge, dessen Herausgabe für Ende dieses Jahres geplant ist, aufgeführt werden können. Außerdem ersuche ich alle Verbindungen, das KC.-Büro oder mich mit Neuaufnahmen usw. auf dem Lausenden zu halten, und alle Kartellbrüder bitte ich, Adressenveränderungen usw. umgehend mitzuteilen, damit auch diese im Nachtrag berücksichtigt werden können und auch das Zusenden der KC.-Vlätter keine Unterbrechung erfährt. Die im zweiten Teil des Aufsatzes ausgesührten Gedanken sind wohl jedem aus der Seele gesprochen. Wenn es gelingt, daß Kartellbrüder, die durch Zeit und Berus auseinandergekommen sind, wieder enger Fühlung nehmen und gelockerte Freundschaftsbande wieder fester knüpfen, dann hat das Adreßbuch auch trotz der Mängel seine Mission erfüllt. Dr. Rudolf Meyersohn (Sprev.). Kampfgemeinschaft. Rede, gehalten beim K. C.-Tags-Kommers in Bonn am 25. Juli 1925. Von Rechtsanwalt Dr. Erich Stern, Berlin. (Rhen.-Sil., Frib.-Ghib., Alb.) (Auszug.) Hochverehrte Gäste! Liebe Kartell- und Bundesbrüder! Im Namen des Geschäftsführenden Ausschusses des K. C. habe ich die Ehre, Ihnen, werte Gäste, und Euch, meine lieben Verbandsbrüder, die Grüße und Wünsche des G. A. zur heutigen Veranstaltung zu überbringen. Der Inhalt dieser Wünsche ist bestimmt durch den Ort, an dem wir uns befinden, und durch den Charakter des heutigen Abends. Siebzehn Jahre find vergangen, seitdem zum letzten Male ein K. C.-Tag hier in Bonn getagt hat, — jener denkwürdige K. C.-Tag, der an die Spitze unserer Satzungen das Bekenntnis zu deutschvaterländischer Gesinnung gestellt hat, — und wenn wir heute, in der Zeit der Zahrtausendfeier des Rheinlands, wiederum hier in Bonn zusammentreten, so empfinden wir mit besonderer Stärke das, was die Grundlage jenes Bekenntnisses bildete: die tausendjährige Verbundenheit des jüdischen Menschen mit deutscher Erde. Aber zugleich tritt uns gerade hier im Rheinland die Not unseres Vaterlandes sinnfällig vor Augen und mahnt dazu, die laute Festesfreude zu dämpfen. And dennoch haben wir uns zu einer Feier zusammengefunden, dennoch blitzen die studentischen Schläger, leuchten die bunten Farben, tönen die alten Lieder, die von studentischer Romantik und alter Burschenherrlichkeit uns künden. Aber wir find uns dabei bewußt, daß wir als jüdischer Kampfverband kein Recht hätten zu einem festlichen Abend wie dem heutigen, wenn wir ihn lediglich um seiner selbst willen feierten, wenn er nicht innere Berechtigung erhielte durch eine - höhere Idee. Nicht wie sonst haben wir diesen K. C.-Tag mit einem rauschenden Stiftungsfeste verbunden, sondern wir haben ihn umgeben mit einer Reihe von Veranstaltungen, die alle dem Ziele dienen, unsere Mitglieder für unfern Kampf ums Recht vorzubereiten und zu schulen und die Geschlossenheit und Kampfkraft unseres Verbandes zu festigen. Wie alljährlich schließt sich an den K. C.-Tag ein Sportfest, bei dem unsere junge Mannschaft aufmarschieren soll, um Zeugnis abzulegen von der Arbeit, die unsere Verbindungen für die körperliche Ausbildung unseres Nachwuchses geleistet haben. Für unsere älteren Verbandsbrüder haben wir heute zum ersten

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