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KC-Blätter · 1925-04-01 · Heft 2 (April 1925) · p. Seite 27

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Journal
KC-Blätter
Volume
1925
Issue
Heft 2 (April 1925)
Date
1925-04-01
Page
Seite 27 (sequence 17)
Language
German
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27 rarische, Rothholz über statistische Fragen, die uns angehen. Bedarf es noch weiterer Beweise, daß es dem Herausgeber,gelungen ist, die ersten Wissenschaftler aller . Gebiete heranzuziehen? Locken -nicht schon diese Angaben zu eingehender Lektüre? 125 Seiten zählt jedes Heft, so dass auch der Bezugspreis ungeheuer gering ist. Die Zeitschrift gehört in das Haus jedes denkenden deutschen Juden. H. V. Deutsche Politik, ein völkisches Handbuch. Verlag Englert & Schlosser, Frankfurt a.M. Im Aufträge des Vd.St. erscheint dieses Buch, bearbeitet von namhaften völkischen Persönlichkeiten. Was es will, sagt sein Titel und noch besser sein Untertitel. Wir können uns heute , leider nur auf die. Anzeige beschränken, werden aber in einer der nächsten Nummern eingehend darauf zurückkommen. Coellen: . Von der Selbstoffenbarung des göttlichen Lebens. Arkaden-Verlag. Im Rahmen einer Besprechung ist es unmöglich, alle »roßen Gedanken Coellens wiederzugeben. Cr vertritt die Anschauung, daß die göttliche Idee die unendliche Selbstheit ist, während der Mensch selbst als endliche Phase, als ein Organ Gottes, die endliche Selbstheit darstellt. Der Mensch ist eine Entwicklungsstufe, dessen Cntstehungsprozeß man rekonstruieren kann; aber über ihn hinaus schafft sich der menschliche Geist durch Philosophie, Religion und Kunst die allumfassende Gottheit. Eine transzendentale Erkenntnistheorie, wie Kant sie lehrt, ist die Grundlage dieser metaphysischen Weltanschauung, jedoch geht fie durch ihre Deutung über die Position Kants hinaus. Alle Fragen und'Probleme, die uns als moderne Menschen beschäftigen, sei es das Problem der Wahrheit, der Individualität oder der Kulturgenese werden nicht als gesonderte in sich abgeschlossene Systeme behandelt und beantwortet, sondern als Glieder in das große metaphysische System eingereiht. Cs wäre wünschenswert, wenn dieses Buch nicht bloß in wissenschaftlichen, sondern auch in Laienkreisen weite Verbreitung finden würde. A. M. Coellen: Aeber die Methode der Kunstgeschichte. Arkaden-Verlag. Die vielen Bücher, die über Kunstgeschichte in der letzten Zeit erschienen sind, behandeln im allgemeinen den kunstgeschichtlichen Ablauf einer bestimmten Periode. Diesen Mangel sucht Coellen auf Grund seiner transzendentalen Erkenntnistheorie zu beheben. Cr hat erkannt, daß die verschiedenen Formen der Kunst nicht durch irgend welche kunsffremden Einflüsse herbeigeführt sind, sondern zu verstehen sind als Geschichtsprozeß, als Stil- Geschichte. Er untersucht mehrere Bücher der Reuzeit (Wölfflin, Doorätz usw.), um ihre Anzulänglichkeit zu beweisen und begründet seine neue Theorie von der stilgeschichtlichen Entwicklung, die von der Entwicklung der Universalgeschichte nicht zu trennen ist. Für ihn gilt der Grundsatz, daß die Kunst weiter nichts ist, als der räumlich formale Ausdruck einer Periode. Diese Erkenntnis methodisch durchgeführt und die rein räumlichen Prinzipien der Kunstform jklargelegt zu haben, ist das Verdienst Coellens. Hoffentlich findet das Buch in weilen Kreisen die verdiente Anerkennung. ' ■ A. M. Hochschulführer 1925. Der bisher vom Wohnungsamt der Deutschen Studentenschaft herausgegebene Hochschulführer erscheint in erweiterter Form bei der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft, Dresden, Münchener Str. 15. Seine Äufgabe soll es wie bisher sein, über die wirffchaftlichen Fragen und StudienverhÄtnisse an den Hochschulen Deutschlands, .Oesterreich und des Sudetenlandes zu unterrichten. Der Hochschulführer enthält genaue Angaben über Prüfungs-, Promotions- und Studienmöglichkeiten, sowie über sämtliche wirtschaftliche Einrichtungen der Studentenschaft. „Dis 5 ersten Jahre akademischer Fürsorgearbeit irns Verein Studentenhaus München e. V., 1920—25. Verlag: Verein Studentenhaus München 1925. 55 S. Preis: 1.50 M. Anter vorstehendem Titel gibt der Verein Studentenhaus München eine Denkschrift heraus, die die Entstehung der studentischen Selbsthilfebestrebungen im Rahmen der allgemeinen Bewegungen in der Studentenschaft schildert und am Beispiel der Tätigkeit des Vereins Studentenhaus München die. ideellen Motive, die praktischen Leistungen und Hilfsquellen eingehend darstellt und würdigt. In den Rahmen dieser Erörterungen sind bedeutsame Ausführungen über das Werkstudententum, über die soziale Schichtung der lS-tudentenschaft und ihre Amgestaltung sowie über die kulturelle'Bedeutung der studentischen Wirtschaftshilfe und ihre Notwendigkeit für die Gegenwart und weitere Zukunft gestellt. Ein Anhang gWt u. a. eine Chronik des Vereins Studentenhaus sowie statistische Zahlen, welche den Amfang der in den Wirtschaftseinrichtungen und Fürsorgeabteilungen des Vereins geleisteten Arbeit zeigen. Märzsturm. Roman von Erich Wieprecht. Deutsch-akademischer Verlag, Wien. Wieprecht, der vielen durch seinen Roman „Burschen in Not" bekannt ist, versucht hier den Roman des aus seiner eigentlichen Laufbahn geworfenen Akademikers zu schildern, eine Aufgabe, der er-sich nicht gewachsen zeigt. Trotz mancher guten Beobachtung steht der Roman als _ ganzes doch auf der Stufe alltäglichsten Anterhaltungsstoffes, leidet auch an einem zuviel, denn der Verfasser versucht nicht nur, die sozialen, sondern auch die politischen Geschehnisse der letzten Jahre hineinzuziehen, wodurch die Gestalten aber nicht an Lebenswahrheit ge- Winnen, sondern verlieren. Der Roman der Akademikertragik wird damit herabgezerrt zum Schicksalsbild des ewig Schwankenden, Berufslosen, der unabhängig von den Ereignissen der Zeit aus seiner Ziellosigkeit heraus stranden mußte. . S. M. Dubnow, Weltgeschichte des jüdischen Volkes in zehn Bänden. Im Jüdischen Verlag, Berlin RW. 7, Dorotheenstraße 35 wird das von uns bereits in seinen früher erschienenen Bänden besprochene Geschichtswerk des bekannten national - jüdischen Forschers fortgesetzt. Das Werk zerfällt in drei Zyklen. Der erste (Varrd 1—3) umfaßt die orientalische Periode, die zweite (Band 4—7) die westliche Periode und der dritte (8—10) die neueste Geschichte. Die letzten drei Bände sind als „Neueste Geschichte des Mischen Volkes" bereits erschienen. Der erste Band, übersetzt von Dr. A. Steinberg, der mit der Entstehung des Volkes Israel beginnt, und mit dem babylonischen Exil abschließt, erscheint Ende März, der zweite im September, der dritte im Dezember 1925. Im Jahre 1926 erscheint Band 4, 5, 6 und 7. Die schon erschienenen Bände (8—10) werden als letzte Bände der „Weltgeschichte" 1926 ebenfalls neu aufgelegt, so daß Ende 1926 das Gefamtwerk komplett vorliegen wird. Das Werk wird auf holzfreiem Papier in der Didot-Antiqua mit aller Sorgfalt gedruckt. Cs erscheint eine Ausgabe in. Ganzleinen und Halbleder. Der Amfang jedes Bandes beträgt ca. 500 bis 600 Seiten Großoktav, der Gesamtumfang des abgeschlossenen Werkes demnach weit über 5000 Seiten. Der Verlag veranstaltet auf das Gesamtwerk eine Subskription zu ermäßigtem Preis. Näheres ist einem achtseitigen Prospekt zu entnehmen, der vom Verlag kostenlos zu beziehen ist.

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