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KC-Blätter · 1925-04-01 · Heft 2 (April 1925) · p. Seite 28

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Journal
KC-Blätter
Volume
1925
Issue
Heft 2 (April 1925)
Date
1925-04-01
Page
Seite 28 (sequence 18)
Language
German
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28 Besonders beachtenswert ist die Einleitung in das Gesamtwert, die dem ersten Band vorangestellt ist. Sie gibt über die Grundauffassung Dubnows und seine Methode Auskunft. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für jüdische Familieusorschungi Im Laufe des letzten Sommers hat sich die Gesellschaft für jüdische Familienforschung gebildet, um jüdische Familienpapiere aller Art, Memoiren, Stammtafeln und Chroniken durch Sammlung in einem jüdischen Familienarchiv vor dem Zugrundegehen zu bewahren und in gemeinsamer Arbeit durch Pflege der Familiengeschichte — auch in ihren Ausstrahlungen auf die Nachbargebiete der Geschichte, der Vererbungswissenschaft, der Soziologie und der Kulturgeschichte — den Familiensinn unter den Juden zu pflegen und so einerseits die allgemeinen Interessen des Judentums zu fördern, andererseits dem Einzelnen durch Erweckung eines gesunden und berechtigten Selbstgefühls, und das Bewußtwerden, der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Geschlechtern den heute mehr als je notwendigen inneren Rückhalt zu gewähren. Den Anfänger will die Gesellschaft durch Rat und Anleitung zur Erforschung der eigenen Familie hinführen, dem Kenner ein zuverlässiger Führer sein durch die Literatur, eine Fundstätte für das gesamte Material und durch das angehängte Suchblatt ein Briefkasten, der den Einzelnen mit der Gesamtheit der Leser in unmittelbaren Verkehr bringt. Wenn die Anfragen, die jedes Mitglied hier vorlegen kann, recht fleißig aus dem Leserkreise heraus beantwortet werden, wird sich häufig eine Lücke in einer bestimmten Familiengeschichte schließen, es werden aber — darüber hinaus — auch häufig sich Beziehungen zwischen Anfrager und Beantworter Herausstellen, von denen beide Teile nichts ahnten und die Beiden wertvoll werden. Die Bestrebungen der Gesellschaft verdienen unser aller wärmste Unterstützung. Der Familiensinn ist stets eine der schönsten Zierden des Judentums gewesen, aber der Zug zur Großstadt, die Abtrennung der deutchen Ostprovinzen sind Erscheinungen, die für die Familienforschung zu einer Gefahr werden. Der Mitgliedsbeitrag von 3.— M. jährlich ist für jeden erschwinglich. Interessenten wenden sich an den Schriftführer der Gesellschaft für jüdische Familienforschung Lerrn Ernst Wolff, Berlin, Neue Königstraße 70. Hochschulkalender der Natur- und Ingenieur- Wissenschaften einschl. Grenzgebiete. Lerausgegeben von L. Degener, Dr. Ing. Lärm, Dr. S ch ar f. Redigiert von Dr. F. Scharf, Leipzig. Sommer-Semester 192*, Leipzig-Berlin: Verlag Chemie G. m. b. L. und V. D. I.-Verlag (XI, 445 S.) Steif brosch. RM. 3.— Die neue, dritte Ausgabe dieses Kalenders, der wieder pünktlich zum Semesterbeginn erschienen ist, weist wertvolle Verbesserungen gegenüber seinen Vorgängern auf. Neu sind die Vorlesungen der tierärztlichen sowie der Landelshochschulen, aus den medizinischen und juristischen Fakultäten die rein physiologischen Vorlesungen und diejenigen über das Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes, ferner die Angaben über die Leiter und Mitarbeiter der zahlreichen wissenschaftlichen Institute und Unternehmungen der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Da wie in den vorhergehenden Ausgaben auch volkswirtschaftliche Vorlesungen wiedergegeben werden, soweit sie für den natur- und ingenieurwissenschastlichen Akademiker von Interesse sind, findet der Studierende der naturwissenschaftlichen Disziplinen alles — abgesehen etwa von fremden Sprachen —, was er zu seiner Ausbildung im weitesten Sinne nötig hat. Der Preis ist von bisher RM. 4.— auf RM. 3.— ermäßigt worden. Der Piper-Bote, die Lauszeitschrift des Verlags R. Piper & Co., versendet soeben das Frühlingsheft. Es wird eröffnet von einer Beichte Dostojewskis an seine Frau. Der Dichter-war bekanntlich in einer zehn Jahre dauernden Periode seines Lebens ein leidenschaftlicher Glücksspieler. In diesem Brief aus Wiesbaden gesteht er seiner ohnebin bedrängten Frau, daß er wieder gespielt und auch noch das letzte Geld, das ihm die Gattin zur Leimreise geschickt hatte, verloren habe und fleht um. Lilfe. Mit diesem Erlebnis erreicht ferne Leidenschaft ihren Löhepunkt, aber zugleich ihren Abschluß. In dem' Aufsatz „Vor: Schongauer z u Loldein" schildert Max I. Friedländer die große Zeit der deutschen Zeichenkunst. Alfred S t e i n i tz e r, der Verfasser des „Alpinismus in Bildern", plaudert in einem illustrierten Aufsatz von abenteuerlichen Erstersteigungen in den Alpen. Neben einigen anderen Aufsätzen bringt das Lest wieder gut ausgeführte Bilder und Zeichnungen. Der Preis von 40 Pfg für das reichhaltige und gut gedruckte Lest ist vor allem im Vergleich zu der modernen „Magazin-Kultur" sehr mäßig. Handbuch des studentischen Verbindungswesens von E. L. E b e r h a r d. Sachsenwald-Verlag, Leipzig. II. Kleine Ausgabe Sommer-Semester 1925. Von dem von uns schon besprochenen Landbuch liegt jetzt die zweite Auflage vor. Wir können nicht nur nach dem Druckwerk, sondern auch nach den zahlreichen Anfragen des Verfassers übersehen, welche gründliche Arbeit hier geleistet wird, und sehen darum mit besonderem Interesse der angekündigten größeren Ausgabe entgegen, die auch neben den schon jetzt ausführlich und objektiv gegebenen Schilderungen über die Verbandsgrundsätze geschichtliche Notizen bringen soll. Das Buch wird mehr und mehr zum unentbehrlichen Führer durch die Korporationen und sonstigen Vereine und damit für jeden Fuxmajor unentbehrlich. Die vorliegende Ausgabe lostet 2.50, das große Landbuch 5.— RM. L. B. „Typische Prozesse" von Prof. Dr. K. Leinsheimer. 0. Auflage. Verlag Otto Liebmann, Berlin. Die Sammlung erstrebt eine lebendige Einführung in den Prozeß als Ganzes. Sie führt zusammenhängende Prozeßbilder vor und bietet so Anlaß zur Aufrollung von verschiedenen Einzelfragen. Die neue Auflage ist vielfach geändert und erweitert durch die Neuerungen, die die Novelle vom 13. Februar 1924 unserem Verfahrensrecht gebracht hat. Die Anschaulichkeit des an sich spröden Stoffes ist jedoch auch in der Neubearbeitung durchaus gewahrt; die Mehrzahl der Fragen kann der Studierende ohne Schwierigkeit lösen, wenn er die einzelnen Stadien des Prozesses Schritt für Schritt an sich vorüberziehen läßt. Der instruktive Wert der Fälle läßt das Buch auch zum Selbststudium als geeignet erscheinen, zumal die Aufmerksamkeit stets auf die entscheidenden Gesichtspunfte hingelenkt wird.- L.R. Der kleine Brockhaus. Ein kleines Konversationslexikon, das auf gedrängtem Raum über alles Wissenswerte berichtet,. kannten wir bisher in Deutschland nicht. Eine große Aeberraschung bereite daher der Verlag Brockhaus, Leipzig,. Er kündet da Erscheinen des Kleinen Brockhäus an, eine einbändige» Landbüchs des Wissens. Der Kleine Bröckhaus wird gewiß in weiten Kreisen der Liebling des deutschen Volkes werden, schon weil er trotz seiner Fülle von Stichwörtern (40000) und der zahlreichen Abbildungen und Karten (5400) bei Subskription für 21 Mark bezw. in 10 vierzehntägigen Lieferungen zu je 1.90 Mark zu beziehen ist. Verantwortlicher Redakteur: vr. Hermann Verlas, Berlin. - Verlag: Philo-Verlag Berlin SW68. Lindonstratze 13 Druck: D. Feilchenfeld, Berlin SW 68

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