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KC-Blätter · 1923-07-01 · Heft 7-10 (Juli 1923) · p. Seite 34

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Journal
KC-Blätter
Volume
1923
Issue
Heft 7-10 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
Seite 34 (sequence 6)
Language
German
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34 an den Universitäten. . . .85.5 °/° an den Techn. Hochschulen . . . . .92,4 % an sonstigen Hochschulen . . . . . . 88,9 °/o ES waren im Semester tätig: an den Universitäten .... . . . 33.1 % an den Techn. Hochschulen . . . . .35,1 °/o an sonstigen Hochschulen . . . . . . 33.2 % Von ven Werkstudenten beider Arten waren sowohl im Semester als auch in den Ferien erwerbstätig: an den Universitäten.23,9 % ail den Techn. Hochschulen.18,2 % an sonstigen Hochschulen.23,3 % In einem festen AnstcllungSverhältniS befanden sich: an den Universitäten.4,6 °/0 an den Technischen Hochschulen.... 1,7 % an sonstigen Hochschulen.2,2 % Diese Zahlen lassen erkennen, daß das Schwergewicht der Werkstudemenarbeit durchaus auf dem Gebiet der Ferienarbeit liegt, die von 3. bis 4 mal soviel Studenten auSgeübt wurde, als die Semesterarbcit. Trotzdem sind wir von dem Ziele, die ErwerbSarbrit im Semester ganz zum Verschwinden zn bringen, noch weit entfernt. Denn allein dadurch tarnt ein geordneter Studiengang erreicht werden. Intvirweit diejenigen Erwerbstätigen als Werksindeitten an- -usehrn sind, die sich in einem feste,l AilslellimgsvelhälruiS befanden, ist nicht ohne weiteres zu entscheiden, da rö sich einerseits um Studierende handelt, die ihr Studium nur neben dem Beruf her betreiben, andererseits aber nicht zu verkennen ist, daß sich in den letzten Jahren ein Typ von Studenten herauSgebildet hat, der eigens zu dem Zwecke, das Studium zu finanzieren, in irgend ein festes AnstellungSvcrhältnis tritt, das in vielen Fällen mit dem Studium in keinem inneren Zusammenhang sieht. Die Gesamtzahl dieser Werkstudenten ist sedoch so gering, daß sie auf die Gesamtergebnisse fast ohne Einfluß bleckt. Urbec die Tauer der Erwerbsarbeit in den Ferien ist zu berichten, daß die durckschnilttliche Arbeitszeit in den Soi imerfcrien 1922 unter Berücksichtigung der Werkstudenten Miller Hochschulgattnngen etwa 8-9 Wochen betrug. In den Sstcrferien 1922 waren eS 5,2 Wochen und in den Sominer'erien 1921 6,6 Wochen. Die Bezahlung erreichte durchschnittlich bei weitem nicht die der ungelernten Arbeiter. Zur Erklärung dieses UmnandeS muß darauf hingewiescn werden, das', nur ein geringer Bruchteil sämtlicher vermittelter Arbeitsstellen durch die studentische Arbeltsvermittlung erfolgt und nur dadurch die sichere Gewähr für eine tarifmäßige Bezahlung übernoinmen werden kann. Außerdem werden viele Studrntelr durch Aannalbrihilfen während des Semesters entlohnt, die sich zahlenmäßig kaum erfassen lasten. Von 100 Werkstudenten an den Universitäten waren beschäftigt in: In den Ferien: Im Semester: kand- und Forstwirtschaft. . .19,1 14,5 °/0 Bergbau und Torfgewinnung . 3.8 % 3.9 % Industrie.36.1 ®/0 21,1 % Handwerk.0,8 % 0.7 % Unterricht.5,4 % 16,5 % Staatliche Betriebe.11,4 »/„ 8,7 % Sonstiges.16,1 % 22,7 % «aufm. Betriebe..7,3 % 11,9 % Von 100 Studenten, die den Fragebogen abgaben, waren Werkstudenten: Beiden Universitäten: von 100 Theologen. 52 „ „ Juristen.43 „ „ Medizinern.32 „ „ Zahnärzten.37 „ „ Drrärzten.43 „ „ Philosophen, Philologen und Naturwissenschaftlern ..86 von 100 Chemikern.64 „ „ Pharmazeuten. . ..64 und „ „ Landwirten . . . ..48 Bei den Technischen Hochschulen: von 100 Naturwissenschaftlern.54 „ „ Chemikern.4'i ., „ Pharmazeuten.91 „ Architekten.. . 60 „ „ Bauingenieuren.59 „ T, Maschinenbauern.61 „ „ Elektrotechnikern ..63 „ „ Berg und Hüttenleuten.82 und „ „ Volkswirten usw.42 Unter den Pharnlazcuten ist die Werkarbeit am weitesten verbreitet. DieS liegt wohl in erster Linie in der Ratnr ihres , Studienplanes begründet, der die Weckarbeit im zukünftigen Beruf sehr begünstigt. ES darf nicht unerwähnt bleiben, daß, da die Gesamtzahl der Pharmazeuten, die den Fragebogen auSgesüllt haben, lücht sehr groß ist, die Gefahr cineS Zufallsergebnisses naheliegt. Die Mediziner weisen mit 32% den geringsten Prozentsatz an Werkstndentctl aus. Die Burschenschaft .zum Jubiläum der Na» tioualversaltttttlnug JS IS. In der letzten Umschau haben wir die Schweigsamkeit der Burschenschaft zu dem Jubiläum der Nationalversammlung ISIS bcnmiiflelt. Die Ijiftorifdjc Wahrheit erfordert es, die erst jetzt ver-- öffcntlictitc Entschließung wicderzngeben, die der Bnrschentag zu dieser Frage gefaßt hat: „Der Bnrschentag von 1923 in Eisenach gedenkt der Männer der PaulSkirchc, der ersten delUschen Volksvertretung itnd besonders der alten Burschenschafter, die einen maßgebenden, wertvollen Bestandteil der PauISkirche gebildet und die vor 75 Jahren mitgewirkt haben an der Vorarbeit für die deutsche Rcichseinheit. Die PaulSkirchc hat die Vollendung ihres Werkes Andern und vor allem dem großen Staatsmann überlaffen müssen, der die deutsche Frage als Machtfrage im Bereiche der europäischen Großstaatcn behandelt und glücklich zur Lösung gebracht hat. Hie,bei hat er ans den Grniidzirlen der bccrschcnschastlichen Bewegung und auf den Vorschlägen vieler alter Burschenschafter sein großes Werk accfgebacct. Die Männer der PaulSkirchc haben mit voller Hingabe ihrer Kräfte dem Gedeihen ihres Volkes und Vaterlandes gedient. Die heutige Burschenschaft ist bestrebt, es ihnen in völkischer und vaterländisch großdeutscher Arbeit gleichzutun." Zum BcrfassuugSstreit in der deutschen Studentenschaft. Unter die erfreulichen Boraänge in der deutschen Studentenschaft können wir die Tatsache verbuchen, das; der unselige VcrfassungMreil scheinbar seinem Ende cntgcgengeht. Im Gegensatz zn der Mehrzahl der übrigen Hochschulen hatten sich die rheinischen Hochschulen gegen die Würzburger Verfassung gewandt: Sie sahen, wie die übrige „Minderheit", die dentsch- - kulturelle Arbeit der Studentenschaft gefährdet, durch die Billigung der in der Würzburger Verfassung festgelegten Grundsätze, die auf eine Förderung und Auerkenmmg der völkisch-antisemitischen Propaganda hinanslaitsen. Der Vorstand der D. St. hat versucht, mit Niicksicht auf die allgemeine Situation zu einer Fühlungnahme mit den Studenten des besetzten Gebiets zu kommen. Die Besprechungen haben ein erfreuliches Ergebnis gehabt. Unbeschadet ihrer grundsätzlich ablehnenden Haltung zur . gegcuwärtigen Bei fassungsform der D. St. haben die Nheiiilandsstudenteiischaften ihre Bereitwilligkeit zu einer Zusawlllenarbeit erkärt. In einer ausführlichen Kund» gebung heißt cs u. a.:

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