KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 7-10 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- Seite 33 (sequence 5)
- Language
- German
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33 die Dineta den Wanderpreis deS G. A. für die Siegerin in der olympischen Staffel, die S p r c ti t o den Wanderpreis des Reichsbundes jüdischer Frontsoliaren für die Siegerin in der 4 X 1<jO m Staffel. Im Faustball siegte die Vlsurgia gegen die Ghibellinia. Ergebnisse der E i n - e l w e t t k ä m p f e: 100 m Lauf (f. Akt. u. Jnakt.) 1. Gronc-'-ann (Ghib.) 11,2 Sek., 2. Stolcnberg (Svrev.) >2.0Sek..3.Weinbauin (Svrev.) I0OmLauf(f.A.H.A.H.) 1. gfri(» Goldschmidt (Bis.) 12.4 Sek. Hochsprung (f.Akt.u.Jna't.) l.JSraelekuGhib.) 1.45n»<fr.), 3. Hirsch (Bin) 1,45 m (der.). Kugelstoßen (f. alle) l. Krebs (Sprev ) 9,21 m, 2. Hodenberg (B s.) ».70 m, 3. ISrarlski (Ghib.) 8,5,7 m. 200 m Lauf (f. alle) 1. Levy (Ghi>'.) 23,0 Str., 2 Gronrinann (Ghib ) 2 t.0 Sek. 400 La n f tf. alle) 1. Levy (Ghib.) 00,2 Sek., 3 A. Hirsch (Bin.) 00,2 Sek. W e i t s p r u n g (s. alle) I. Paul Goldschmidt (Bis.) 5.03 m, 3. A. Hirsch (Bin.) 5,82 m, 9. Nemrow (Sax.-Bav.) 5,08 m. 1500 in L a u f tf. Akt. u. Inaki.) 1. Goldstein (Bin.) 5.14.8 Sek., L.Stnsiver (Sprev ) 6.25,OSek. D r e i k a w p f (f. Akt.u. Jnakt.) 1. Groneniann (Ghib.) 41 Pkte., 2. A. Hirsch (Bin) 36 Pkie. Allen, die sich um daö Gelingen unseres Sportfestes verdient gemacht haben, insbesondere unserer l. k. B. Bisurgia sei auch an dieser Stelle gedankt. Der GeschäftLführende Ausschuß. I. A.: Erich Friedländer (Bin.). GsLar Weinberg zum Gedenken. Fritz Herzbera, (Surviae). Durch den Tod unseres lieben Bbr. Oskar Weinberg hat die Verbindung einen unersetzlichen Berlnst erlitten. Im wahrsten Sinne des Wortes „unser", denn er wir aller Freund und ein jeder schätzte und achtete ihn! Unerwartet traf unS die Nachricht, daß er am 17. 9. gestorben war Wir, seine Freunde und BundeSbrüder wähnten ibn auf dem Wege der Besserung, uniso schmerz icher waren wir überrascht! Oskar Weinberg verdanken wir viel; er bat es durch seine Art besonders gut verstanden. Zwistigkeiten zu schlichten und die Freundschaft und Bundesbniderlichkeir. daS höchste Gut einer Verbindung, zu erhalten und zu fördern. Mitten im besten Schaffen, im blühenden Alter von 23 Jahren, kurz vor vor seinem Staatsexamen ward er unS entrissen! Einen Trost gibt es 'nicht. Wir vergessen Dich nie. wie schon an Deinem Grabe, so sprechen wir Dir auch an dieser Stelle unseren heißen Dank auS! Akademische und allgemeine Nachrichten Werkstudentenarbeit. Dil: Frage des Werkstttdententunis stkwirurt mehr und mehr an allgemeinem Interesse. Leider besteht noch in weiten .streifen der Altbcrrenschast allzusteriiistes BersiändniS dafür, welchen Umfang das Wcrkstudentuitnm angenommen hat. Wir entnehmen einer in der ^Deutschen akademischen Rundschau" erschienenen Zusammenstellung daher einige Angaben, die sich auf die Ei Hebung der Wirtschaftshilfe der deutschen Studentenschaft stützen. Die Erhebungen stammen auS dem Sommersemester 1922 und die Zahlen sind daher — wen» man die weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Brrhältnisse berücksichtigt inzwischen sicherlich noch gestiegen. An der Erhebung haben sich 18 Universitäten, 10 Technische Hochschulen, 1 Tierärztliche Hochschule, 2 Bergakademien, 4 Handelshochschulen, 3 Landwirtschaftliche Hochschulen, 0Lyzeen, 2 Forstliche Hochschulen und eine weitere Hochschule beteiligt. Das sind insgesamt 47 von 64 im Sommersemester 1922 der Deutschen Ctubentenschast angeglicderten Hochschulen, alsv 73 Prozent. An den Hochschulen Darmjtadt, Halle, Hohenheim, Paderborn und Stuttgart beteiligten sich 90 und mehr Prozent an der Erhebung. Nach den vorläufigen Ergebnissen, betrug der Prozentsatz der Werkstudenten bei den Universitäten.42 % Technische Hochschulen.62,5 % Bergakademien.88 % Landwirtschaftliche Hochschulen. ... 64 % Lyzeen usw.45 % Handelshochschulen.68 % Hierbei ift zu berücksichtigen, daß bei der Erhebung an den Techn. Hochschulen, Bergakademien und Landw. Hochschulen eine Anzahl der als Prakükanten beschäftigten Studenten in der Zahl der Werlstudenlen inbegriffen ist, da sich diese Gruppe von Erwerbstätigen nicht vollkommen von den eigentlichen Werk"udenten trennen ließ. Insgesamt waren unter den bisher auSgemerttken 35 929 Fragebogen 17 863 — 49,8% von Studierenden, die > im Sommerhalbjahr 1922 irgendeiner vrwrrbStätigkrit nachge« gangen waren. Im einzelnen betrug der Prozentsatz der Werk studenten an den Universitäten im Maximum ,'w% (Erlangen) im Minimum 27% (Wo'lorf), bei den Technisch-,, Hochschulen im Maximum 80% (Brannschwe'g), im M ittiiiuin 56% (Darmstadt)*), bei den Lyzeen im Maximum 60'% (Paderborn) und im Minimum 3% (Braunsberg). In den einzelnen Semestern zeigt der Prozentsatz der Werkstudenten eine starke Verschiedenheit. Es besteht indessen eine gewisse Gesetzmäßigkeit insofern, als er in den ersten Semestern rasch zunimmt, dann bis etwa zum 10. Semester allmählich sinkt, um schließlich erneut anznsteigen. Bei den Werkstudenten der Universilätcn wird der höchste Punkt bereits im 2. Semester mit 57% erreicht, bei den Techn. Hochschulen liegt der Größtwert mit 72% erst im 3. Semester. Die Zahlen für daS 1. Semester sind 42 bzw. 49 %. Das Minimum beträgt 27% und zwar bei den Universitäten im 10., bei den Techn. Hochschulen im 11. Semester. Dieser Verlauf entspricht nahezu dem Jdcalbilde, das der Aufbau der studentischen Selbsthitfe fordert. Vor dem Studium und während der ersten Semester soll der Stildenl durch Werkarbeit feine Eignung für den wirtschaftlichen Kampf Nachweisen, den heute daS Studium darstellt. Mit zunehmender Semesterzahl sollen sich ihm die Vergünstigungen des Wiitschaslskürperü und der Einzelfürsorge mehr und mehr erschließen, über die Examensemester schließlich soll ihn in erster Lime die Darlehnskaffe hinmegbringen. Die Gründlichkeit der wissenschaftlichen Arbeit soll dann lucht mehr durch die Notwendigkeit der Erwcrbsarbcit beeinträchliat werden. Die Zunahme der Werkstudentenziffer in den höchsten Semestern ist wohl darauf zurück (»»führen, daß cs sich dort haup,fachlich »iui Kriegsteilnehmer handelt, die ihr Stndinm unter ganz ailderen Vvran"-setzu»gen begannen und daß darunter »veilerhin eine ganze Anzahl Slndierender sind, die bereits leUweise oder ganz im Beruf stehen. Die Verteilung der ErwcrbSarbeit auf Ferien und Semester zeigt folgendes Bild: Bon 100 Werkstudenten »raren Ferienarbciter: *) Die 3iffer für dbarloffanbiirg betrügt zwar nur Wo. doch dies« stammt au» emer außerhalb desÄayman» der ÄeichewcrIIjkudsntsustatistil durchaelührtan Erhebung und Sann leinen Anspruch ans ablolute ©«- nauigBai! machen.