KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 10-12
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 163 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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- 1 - '' i--y —-I- »j - mannigfachen- Beziehungen zwischen^ den Hochschulen und «dem politisch-nationalen Leben , bis zur Jahrhundertwende davgestellt. ' > '/Es ergeht, in erster Linie an Akademiker, Verbindungen, Gelehrte und Politiker, wie auch an alle Bibliotheken der Ruf, durch Subskription das Erscheinen des Werkes möglich zu machen. Der Preis beträgt für Subskribenten etwa 30—35 Mk. — (nach Erscheinen bedeutend erhöht). Subskriptionsanmeldungen bis spätestens 15. Februar 1922 an den Drei Masken Verlag München, Karolinenplatz 3. Deutscher Universitäisralender gegründet von Oberbibliothekar Prof. vr.!F. Ascherson. Herausgegeben! mit amtlicher Unterstützung. Fünfundneunzigste Ausgabe. Winter-Semester 1921/22. Die Universitäten im Deutschen. Reiche. Leipzig, Verlag von Johann Ambrosius Barth. 1921. — Reichhaltiig-s keit im gebotenen Stoffe, Slhönheit und Zweckmäßig--, keit in der Ausführung, absolute. Zuverlässigkeit iw den Angaben, das sind die Kennzeichen des deutschen Universitätskalenders, die ihn zu einem unentbehrlichen Hilfsmittel für jeden machen, der mit akademischen Fragen sich befassen muß. Insbesondere bietet er so eingehende Angaben über das Korporationswesen, daß das Büchlein geradezu eine Geschichte des Verbindungswesens ersetzt. Das mustergültige Werk kann nur dringend empfohlen werden. Reaktion und Antisemitismus. Zugleich ein Mahnwort an die akademische Jugend. Bon Adam Röder, Herausgeber der „Süddeutschen konservativen Korresp." Berlin 1921. C. A. Schwetschke u. Sohn. Verlagsbuchhandlung. Gegr. 1729. — Ein wundervolles Buch! Trost und Aufrichtung, zugleich. Der kernkonservative, auf streng christlichem Boden stehende Verfasser geht mit Nationalismus, Antisemitimus 'und Ostelbiertum ins Gericht und zeigt, wie schwer einerseits unsere chauvinistischen Nationalisten am Vaterlande gesündigt haben und wie wenig andrerseits echt christlicher und echt konservativer Sinn sich mit hetzerischem Judenhaß verbinden lassen. Auf Einzelheiten sei hier nicht eingegangen, weil jeder VerbandÄbruder unbedingt das Buch lesen muß. Seine klare Logik, sein schöner Stil, der herzlichwarme Ton machen es auch vom literarischen Standpunkte aus zu einer der erfreulichsten Erscheinungen der polemischen Literatur. Möge das Buch vornehmlich in akademischen Kreisen, die so unendlich verhetzt sind, seine aufklärende, versöhnliche Wirkung üben. Juden - und Nichtjuden. Erläuterungen zu Th. Fritschs „Handbuch der Judenfrage" von Paul Fiebig. Verlag von Dörffling und Franke, Leipzig 1921. Die vielen Fälschungen und Unsinnigkeiten, die der Antisemit Fritsch aus alteren Quellen unbesehen übernommen hat, erfahren hier eine sachkundige streng wissenschaftliche Widerlegung. Fern von Parteistandpunkten und der Politik untersucht Fiebig, ein christlicher Pastor in Leipzig, mit deutscher Gründlichkeit und wissenschaftlichem Verständnis die. in Frage kommenden Stellen. Daß wissenschaftliche Ergebnisse für das Judentum ehrenvoll sind, ist klar. Fliegende Worte und Zitate des deutschen Volkes. Zusammengestellt von Professor Joseph Feldmann.. M.-Gladbach 1922. Bolksvereins-Verlag G. m. b. H. — 10 Mk. — Zweieinhalbtausend geflügelte Worte, -oder wie Bismarck richtiger sagte: „Fliegende" Worte sind in alphabetischer Reihenfolge mit einem Schlagwortregister in handlicher Form zu- . uiuiuk I Ci/iwilvC; vUl^UUr r lll Clfv- 1 gm/CIrluff schlagewerk und eine angenehme Lektüre. Der Staat und die Verwirklichung der fittlii Idee. Vier soziologische Studien von WalterM Brinitzer, Erwin Seligmann, Alfre'L^ Wiener, Hans Felix Zeck. Herausgegeben von? der Moritz Mannheimer-Stiftung der Großloge Deutschland. Verlag Friedrich Andreas Perthes A. Gotha 1921. — Die diesjährige Preisfrage foirtete.:- s- „Sind Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit' - an eine bestimmte Staatsform geknüpfte undwelche . Staatsform gibt die beste Gewähr für ihre Durch- M führung?" Man kann diesem Thema eine praktisches Bedeutung nicht absprechen. Die Lösungen gehen von -Ä verschiedenen Gesichtspunkten aus, kommen aver häufigzu denselben Ergebnissen. Brimntzer. .tritt'. »für^.tzen.'--A konstitutionellen Staat auf demokratischer Grundlage / ein, ähnliches fordert Wiener, während unser Kartelliif bruder Seligmann die monarchische Spitze verwirft^ im übrigen aber sehr interessante detaillierte Schilde-? 3 rungen der Tätigkeit einer wahren Demokratie gibL-M Auch Zeck entscheidet sich fiir die demokratische Repü-AZ blik. Alle Aufsätze biäen durch eine Fülle guter V* Gedanken reiche Anregung. Wie weit hat Delitzsch Recht? Bemckwortet. durch kritische Beleuchtung des zweiten Teils von Delitzsch „Die große Täuschung" von Eduard König, Dr. lit. Semit, phil. theol., ord. Prost und Geh. Konsistorialrat in Bonn. Berlin 1921. C. A. Schwetschke und Sohn, Verlagsbuchhandlung. Gegr- 1729.,— Nach der Abfuhr, die Delitzsch nach Ber-. öffmtlichung des I.. Teiles seines Werkes bezog, ist es eigentlich wunderbar, daß er durch Veröffentlichung, eines weiteren Bandes sich der Möglichkeit neuer Schlappen aussetzte. Hier wurde das Buch «gar nicht angezeigt, da es sich für das Urteil jeden verständigen Juden und Christen von selbst richtete. König, der verdienstvolle, berühmte positive Bonner Theologe unterzieht in diesem Bändchen den neuen Delitzsch einer . ' schonungslosen Krittk, die vorzüglich, gelungen ist... Wer nach der Lektüre, von Delitzschs Pamphlet noch, irgendwie Bedenken empfinden sollte, wird sie beim Durchstudieren von Königs Gegenschrift - gründlich zer- --- streut sehen. 'ZW! - i'-il Felix A. Theilhgber. Der Untergang der 'D deutschen Juden. Eine volkstümliche Studie. " 2. veränderte Auflage. 1921 Jüdischer Verlag, Berlin An die erste Auflage dieses Buches schloß sich ein großer Streit. Mit Unrecht! Denn wie man auch. immer zum Problem und seiner Lösung stehen, wie. : 1% sehr man auch die von Thellhaber empfohlenen Wege des Nationaljudentums verdammen mag, die von ihm , aufgeworfenen Fragen bleiben, und kein wahrer Freund - seines Judentums kann sie übersehen. Man liest die fünfzehn Kapitel wie einen spannenden Roman, und . was auch gegen das System sich sagen läßt, gegen die Tatsachen ist nicht anzukämpfen- Mischehe, -Austritt, Geburtenrückgang, späte Eheschließung, Locke- /si rung der altjüdifchen strengen Sexualbegriffe d^i- H mieren das deutsche Judentum und das Wort „Untergang" ist keine bloße Phrase- Den Verbindungen sei das Werk für ihre wissenschaftlichen Wende )/ dringend.empfohlen, insbesondere die Zusammenhängen ' zwischen Wirtschaftslage und den geschilderten Enk-" > artungserscheinungen sind zu beachten- Wir hoffen, .s.« später noch eine ausführliche Würdigung der Probleme .des interessanten und geistreichen Buches veröffent--- lichen zu können. "5^