KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 10-12
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 162 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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- - - -) -rs ---- n v *- . - / J'-tm Dichter Ä-! Rechtsanwälte, Hochschullehrer, totäre -erhebt wärnerch ihre Stimme dagegen,daß . Lei' freut preußischen Landtage gestellte Antrag,: MDiÄ sch welch e m hervoragen.d befähigte ^^hunfr -praktisch erfahrene Personen aus tz-'- allen Kreisen des Volkes nach Ablegung MDd.e.v Merichtsassessorenprüfung die Be- WsWHignng: -.um Richteramt sollen er-, M^Zl'ngen können, auch wenn sie den bisher d.hv.oIge.schriebenen Ausbildungsgang ». Anicht durchgemacht haben, Gesetz werde. Für -7 pfceit Richter, den Anwalt und den Notar ist wie für ^Men Fachmann eine berufsmäßige Schulung erforder- Ilich. Nur durch sie kann eine geschlossene harmonische MVildung, Sachlichkeit des Denkens, Unabhängigkeit des -- Urteils und Beherrschung des von Jeder Emzelent- -fcheidung berührten ganzen Rechtssystems erlangt werden Die Prüfung, jetzt nur der äußere Abschluß jahrelanger Arbeit, kann für sich allein auch bei geistig - Hochstehenden Personen diese Schulung niemals ers -letzen. Diesem grundsätzlichen Bedenken gesellt sich die - nicht abzuweisenoe Befürchtung, daß bei der Beurteilung ver geistigen Hochioertigkell politische Gesichtspunkte eine nur zugroße Rolle spielen werden. Gerade in so stark bewegter Zeit würben . Richter, die, sich durch ihre politischen. Anschauungen leiten lassen Nno die dadurch die Rechtspflege zur Dienerin der jeweilig herrschenden Partei herabwüÄigen, - dem Staate seine festeste Stütze, jeder Sittlichkeit und Kultur die unentbehrliche Grundlage rauben Wir Juristen sind entschlossen, uns solcher Vernichtung der in jahrelanger Arbeit endlich gefestigten deutschen Rechtspflege zum Heile unseres Vaterlandes mit allen Kräften zu wider- Der Deutsche Juristenbund. vivv.Staff, Berlin, Wirklicher Geheimer Oberjustizrat. Der Deutsche Anwaltverein. Justizrat Ku rl bäum, Leipzig. Der Deutsche Notarverein. Geheimer Justizrat Dorst, Köln a. Rh. Der vorstehenden Erklärung schließen sich vollinhaltlich an die juristisch vorgebiü>eLen Mitglieder des Berufsvereins höherer Berwaltungsbeamten Staatsminister a. D. Lentze, Berlin, Berufsverein höherer Kommunalbeamten Reichsminister a. D. vr. jur. vr Ing. h. c. Scholz, Berlin M d. R. u. d. R. W. R. E W bucker- und vlStterickau. IS K . Bon der Schande euerer Name». Ein Buch an die zionistische Jugend von Awraham Schwadron. '1920. M. Hickl, Verlag, Wien, Brünn. (Flugschriften der Wiener Arbeitskreise für hebräische Sprache und Kultur.) Das Buch sei hier erwähnt, well auch unsere Kreise an der Frage des Vornamens und der hierbei austretenden Geschmacklosigkeiten interessiert sind. -Freilich werden wir uns der Forderung Schwadrons, stets hebräische Namen für Kinder zu wählen, keineswegs anschließen können. Unserem allgemeinen Standpunkte entsprechend wird man in unseren Kreisen.dem - deutschen Namensschatze die Vornamen der Kinder entnehmen, und zu hebräischen nur greifen, sofern sie in diesen aufgerwmmen sind. Daß hierbei gewisse ästhetische und historische Regeln zu beachten sind, — als abschreckendes Musterbeispiel gilt die beinahe berühmt gewordene Jngeborg Cohn — ist gewiß ebenso vonnöten, wie daß nicht etwa die im Deutschen üblichen hebräischen Vornamen (wie Josef, Joachim. ZAdam, Michael usw.) gerade von Juden boykottiert werden. Schwadrons Buch stellt für unsere Begriffe übertriebene Forderungen auf, urch gerade die Zionisten, an die er sich wendet, denken gar nicht daran, sich nach ihnen zu richten. Immerhin ist es eine zum Nachdenken anregende Lektüre, die auch den Gegner ost herzlich zum Lachen bringt. . Die Lehren des Judentums nach den Quellen. HerausgegÄen vom Verband d e r d e u t s ch e n 'Juden. Zweiter Teil: Die sittlichen Pflichten des . -Einzelnen, mit Einleitmrgen von vr. L. Baeck, JDr. S. Bernfeld, Prof. Dr. S- Elbogen, '"Dr. S. Ho chfeld. Dir. Dr. M. Holzmann, vr. A. Loewenthal. Berlin 1921. CA. c Schwetschke u. Sohn, Verlagsbuchhandlung, gegründet 1729. — Dem ersten Bande, der die Grundlagen .fr er jüdischen Ethik" darlegte, folgt jetzt der zweite, der die sittlichen Pflichten der Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit und Dankbarkeit, Arbeit, geschlechtliche - .Sittlichkeit, Gerechtigkeit, Nächstenliebe/ Familien- Michten, Förderung des Gemeinwohls und Tierschutz 'nÄen vielen Sonderpflichten, die als Unterabteilungen ."gelten, in der vom ersten Bande der bekannten, bewährten Art behandelt. Das Buch spricht nicht über die Dinge, soirdern es läßt die Quellen reden. Bibel, Apokryphen, hellenische Literatur, talmudisches Schrifttum, Mittelalter, neueres jüdisches Schrifttum und christliche Schriftsteller kommen zu Worte, um für die Bedeutung der jüdischen Sittlichkeit Zeugnis abzulegen. Das Buch ist nicht nur eine sehr interessante Lektüre und ein unentbehrliches Nachschlagewerk, sondern es bedeutet auch eine äußerst wertvolle Waffe im schweren Abwehrkampfe. Vom lebendigen Hebräisch von E M L i p s ch ü tz (Jerusalem) .1920. Jüdischer Verlag, Berlin. — Wie man auch immer zu den daraus zu ziehenden politischen Folgerungen stehen mag, daß das Hebräisch heute eine lebende Sprache ist, kann nicht bestritten werfren. In Palästina ist sie für viele Tausende Umgangssprache, auf die die Verivaltung, die Post, die Eisenbahn, Rücksicht nehmen, und im Osten wird sie nicht nur von Hunderttausenden gesprochen, sondern eine große blühende Literatur bMent sich ihrer. Über diese Sprache berichtet nun Lipschütz in seinem lesenswerten Buche, das sich aus vier Essays zusammensetzt. Der erste Aufsatz handelt vom Wesen der neuhebräischen Sprache, der zweite entwirft Plan urtd Aufgaben eines hebräischen Instituts, der dritte spricht vom Stile Bialiks und der vierte schildert die Schicksale des Hebräischen bei den Westiuden. Jedem Kenner der Sprache gibt das Buch reiche Anregung und Belehrung. vr. Paul Malis ch, Die deutschen Hochschulen in Österreich und die politisch-nationale Entwicklung «ach dem Jahre 1848 Wer ein Interesse an der Entwicklung der deutschen Hochschulen und der deutschen Studentenverbindungen Österreichs hat, wer die Kämpfe der Nationalitäten in den Steifen der Studenten, und wer vor allem die Geschichte der Entwicklung des deutschen Gedanken» an ben österreichischen Hochschulen kennen lernen möchte, dem wird ein Werk über diese Fragen höchst willkommen sein. Auf Grund eines umfangreichen -und noch völlig ungenutzten Materials, zumeist aus den bisher verschlossenen Archiven werden hier die -- ' ■ ■