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KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 10-12 · p. Seite 161

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 10-12
Date
1921-07-01
Page
Seite 161 (sequence 27)
Language
German
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Die' sämtlichen deutscher Kultusministerien, das österreichische Unterrichtsministeriuu: und das Auswärtige Amt zu Berlin, unterstützen sie nachdrücklich mit Material. Die deutschen Universitäten haben sämtlich ihre.Drucksachen geliefert, die Technischen Hochschulen mit Ausnahme von Breslau, Graz und-Hannover, alle übrigen Hochschulen, mit Ausnahme von Eberswalde, (Forstakademie), Hohenheim (Landw. Hochschule) und Düsseldorf (Hochschule für praktische Mkchizin). In der Beteiligung der Studentenausschüsse, der Einzelverbindungen und der Korporationsbünde ist eine allmählige Steigerung zu beobachten, die auch in Zukunft. anhalten dürfte, nachdem geachtete Studentenbünde auf ihren Verbandstagungen eine nachdrückliche Unterstützung des Hochschularchivs beschlossen haben. Eine, Aufzählung der einzelnen studentischen Bereinigungen, die Druckschriftenmaterial gestiftet, ist aus Raummangel unmöglich; am zahlreichsten sind die Göttinger Korporationen — 21 — beteiligt, doch gibt es auch deutsche Hochschulen, von denen noch keine Verbindung etwas geschickt hat. Sehr dürftig sind auch zurzeit noch die Studentenverbindungen der sudetendeutschen und der deutsch-österreichischen Hochschulen vertreten (im ganzen vier), wiewohl sie vor dem Kriege eine umfangreiche studentengeschichtliche Literatur entwickelt haben. ' Das ausländische Hochschulwesen und Studententum bildet zurzeit erst einen geringen Teil des Bücherbestandes, doch haben bereits die dänische, finnische und die niederlänoische Studentenschaft ihre tatkräftige Unterstützung zugesagt, letztere will sogar in nächster Zeit im Hochschularchiv eine eigene „niederländische Abteilung" begründen, die sie dauernd mit Material versorgen will. Auch mit der Zentralstelle des schweizerischen Hochschulwesens in Bern und mit den Zentralstellen der Universitäten des angelsächsischen Kulturkreises sind wertvolle Beziehungen angeknüpft, so daß das Hochschularchiv, das heute bereits für Deutschland den Mittelpunkt der hochschulkundlicyen Forschung bedeutet, in Zukunft vielleicht auch zu einer Art Zentralstelle für das gesamte Hochschulwesen des In- und Auslandes wird. Um auf dieses hohe, für die .ganze deutsche Wissenschaft wichtige Ziel tzinzuarbeiten bedarf es aber auch weiterhin der Unterstützung der deutschen Akademikerwelt. Und es werden daher alle Mtakademiker und Studenten gebeten, alles in ihren: Besitz befindliche gedruckte Material (einschließlich der kleinsten Veröffentlichungen wie Flugblätter, Verbindungspostkarten usw.) dem H o chschula r ch i v (Göttingen, Weender Straße 12/13) freundlichst zu überlassen. Die Deutsche Studentenschaft leisten mit dem von ihr geschaffenen Institut wertvolle Aufbauarbeit und verdient, es, daß die Akademikerwelt Deutschlands ihr Unternehmen tatkräftig uMerstützt. Hoffentlich ist der Apell an den Opfersinn und den Idealismus der akademisch gebildeten Schichten nicht vergebens! Leibesübungen an Hochschulen. Der Studententag zu Göttingen hatte schon im Juli 1920 die pflichtmäßige Einführung der Leibesübungen auf den deutschen Hochschulen gefordert, auch die im Verbände der.deutschen Hochschulen zusammengeschlossenen Hochschullehrer haben sich dieser Forderung angeschlossen. Wenn auch weder von Professoren rwch von Studenten die großen technischen Schwierigkeiten verkannt werden, mit denen die Ausführungen solcher Beschlüsse-verknüpft ist, so hat man sich doch mit frischer Kraft an ihre Überwindung gemacht. Biel schwieriger sind aber die geldlichen Schwierigkkeiten. Dem preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung stehen für die Zwecke der körperlichen Ertüchtigung der akademischen Jugend»:, planmäßig itnx 88500 Mk. jährlich für Üniversi'täten und Technische Hochschulen zur Verfügung! Daß diesen geringen Mitteln auch die staatlichen Einrichtungen für Pflege der Leibesübungen an den deutschen Hochschulen entsprechen, ist erklärlich. . Für die Monate Mai-Juni 1921 "veranstaltete das Amt für Leibesübungen der deutschen Studentenschaft eine Umfrage an die örtlichen Studentenschaften,, deren Ergebnis von der /Deutschen Hochschule" veröffentlicht wird. Danach haben von den 65 reichsdeutschen Hochschulen 57 Angaben gemacht. Von diesen 57 Hochschulen haben nur 24 einen hauptamtlichen Turn- und Sportlehrer (Turn- und Fechtlehrer, Turnlehrer, Sportlehrer) und weitere acht einen nebenamtlichen Turn- und Sportlehrer bezw. Turnlehrer. 25 deutsche Hochschulen haben kernen Lehrer, für Leibesübungen Dauernd steht eine Turnhalle nur 15 Hochschulen zur Verfügung, zeitweilig dagegen 35 Hochschulen, keine Turnhalle besitzen sieben Hochschulen Ein Sportplatz steht dauernd 21 Hochschulen, zeitweilig 27 Hochschulen zur Verfügung, ohne Sportplatz sind neun Hochschulen. Vergleicht man mit diesen traurigen Zuständen die Fürsorge zum Beispiel englischer und amerikanischer Hochschulen für die körperliche Ertüchtigung ihrer Studenten, dann begreift man vielleicht das schreiende Unrecht, das falsche Sparsamkeit oder- Unverstand an dem akademischen Nachwuchs' begeht. Durchführung pflichtmätziger Leibesübungen an allen deutschen Hochschulen. Im deutschen Stadion in Berlin fand vor kurzem ein Kursus für die Leiter aller Ämter für Leibesübungen an den deutschen Hochschulen statt. Er war von etwa 30 Studenten besucht und sollte neben der Förderung sportlichen Geistes durch ernstes Üben unter Anleitung bewahrter Lehrkräfte der Deutschen Hochschule für Leibesübungen hauptsächlich auch Klarheit über die Mittel bringen^ die zur Durchführung pflichtmäßiger Leibesübungen, wie sie auf dem Göttinger und Erlanger Studententage beschlossen wurden, zur Verfügung' stehen. Dagegen war nicht beabsichtigt, zentrale Anordnungen herauszugeben. Mancher Abend und fast alle Mittagspausen waren so durch einzelne Aussprachen und gemeinsame Sitzungen ausgefüllt. Ihr sinnfälliges Ergebnis ist die Festsetzung her Bedingungen für die studentischen Leistungsprüfungen. Dabei wurden die Vorschriften für den Erwerb des deutschen Turn- und Sportabzeichens zugrunde gelegt, jedoch in ihrer Höhe etwas, herabgemildert, um allen Studierenden die Llblegung der Prüfung zu ermöglichen. Ihr sind erstmalig diejenigen Kommilitonen unterworfen, welche, im Herst dieses Jahres die Hochschulen beziehen werden. Die technische Durchführung wird mit Hilfe eines Leistungsbuches einheitlich geschehen, um die Freizügigkeit nicht zu behindern. Daß <üle Einwendungen,.die sonst gemacht werden könnten, überhaupt nur theoretischer. Natur sind, bewies Karlsruhe, wo ein Senatsbeschluß das Bestehen der Leistnngsprüfung zur Vorbedingung für die Zulassung zur Vorprüfung'machte und wo die Mittel durch Einziehung eines besonderen Kopfbeitrages von 5 Mk. durch die Quästur bereitgestellt wurden, überhaupt gab der gegenseitige Erfahrungsaustausch die wertvollsten Anregungen für die weitere Führung des Kampfes um alte Forderungen: Kollegfreier Mitwvch-Nachmittag, hcnrptamtlicher Turn-- und Sportlehrer, Beschaffung ausreichender Spielplätze, Hallen und Geräte. - Erklärung. Mit der Bitte um Veröffentlichung geht uns folgende Erllärung zu : Die in den Unterzeichneten Verbänden vereinigte Gesamtheit der

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