KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 10-12
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 146 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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dieses Semester zu ihnen komnreu. werde. Die Meldungen zum Feste waren in Anbetracht der geschilderten Umstände mich ziemlich zahlreich eingelaufen. Feststellen will ich nur, daß gerade Vs der K B. K.B. Meldungen abgab. 50 Kbr. Kbr. hatten rund 1OO Meldungen abgegeben. Folgende Ergebnisse wurden erzielt:. 100 m: 1. Levy (Sil.) 11,1 Sek. 2OO rn: Levy (Sil.) 26,4 Sek. Kugelstoßen: 1. Weikersheimer (Alb.) 8,89 m. 1500 m: Tichauer (Thur.) 4 Min, 27,2 Sek. Wettsprung: Frankel (Thur.) 5,39 ui. 4OO m: Lohn (Sil.) Dreikampf: Hirsch. (Sil.) und Fränkel (Thur.) je 5 Punkte. Hochsprung: Goldschmidt II. (Lik.). 4xlOO rn Staffel: Silesia 48,3 Sek. Olympische Staffel: Suevia. Hervorheben möchte ich von diesen Ergebnissen die Leistung Tichauers (Thur.), der vom Krankenbett herbeigeeilt, in glanzendem Stil sein Rennen in vorzüglicher Zeit gewann. Auch die Leistungen Von Hirsch und Levy (Sil.) .sind anerkennenswert. Den Löwenanteil der Preise holte sich die Silesia, die sich langsam zu der Sportverbindung im K. C. entwickelt. Zuschauer waren trotz der kalten Witterung sehr zahlreich erschienen und folgten mit Spannung den gezeigten Wettkämpfen. Nun seien mir noch einige Bemerkungen erlaubt. Zunächst möchte ich beim nächsten Fest -unter den Siegern und Teilnehmern nicht nu r die gleicher Namen lesen. Wir müssen den Sport Von Anfang an auf eine breite Grundlage stellen, wenn wir -dien Erfolg haben wollen, den wir alle uns^ von ihm versprechen. Ein jeder Kbr. MUß Sport treiben, genau so wie wir verlangten, daß er fechten kaNn. Erstrebenswert ist, daß Kbr. Kbr. sich auch bei den nächsten akademischen Hochschulmeifterschasten beteiligen, auf jeden Fall ist darauf hinzuarbeiten, daß unsere Kbr. Kbr. bei den örtlichen Hochschulmeisterschaften Mitwirken. Den Sportkommissionen, deren Aufgabe es! ist, den Sport innerhalb der K.B. K.B. zu organisieren, möchte ich folgende Ratschläge geben. Benutzt den Winter, um das Sommer- Programm festzulegen, damit die Berbindmigen sich am Ende des Wintersemesters nach Plätzen, Geräten Usw. Umsehen können. Treibt im Winter Turnen und Waldläufe. Sorgt dafür, daß eine Sportkasse besteht, um -eventl. Geräte, .Sportkleidung usw. anschaffen zu können. Achtet auf Disziplin, denn Nur so habt Ihr Aussicht auf Erfolg. Der Sportkommisswu des G. A. aber möchte ich raten, das nächste Fest an einem zentral gelegenen Ort zu veranstalten, damit die lAusgaben für Bahnfahrt einigermaßen gleichmäßig Verteilt sind, pnd mit den Richtlinien für den Sport schon iw' Wintersemester an die Öffentlichkeit zu tveten. Zum Schluß möchte ich eine Anregung .geben, von der ich mir bei dem K. C- Sportfesten eine BelebUng des Programms und pine größere Beteiligung verspreche. Wie wäre jes> wenn man die Wettbewerbe ausschriebe, offen für a) A.H. AH., b!) Mtive und Inaktive, b) Füchse. Natürlich sollen auch Wettbewerbe füralle Kbr. Kbr. da sein. Fr: den Stzezialwetthewerben haben dann Kbr. Kbr. Aussicht sich zu platzieren, die sonst bei den Sportfesten bei Seite stehen, weil sie die starke Konkurrenz der >,Kanonen" fürchten. Nun auf zum Training! Auf Dech jeder Mann! Heraus aus den Stuben, fangt jetzt schon cm! Damit erstarke A. H., a. B. und i. ä. B. zu ihrem Wohl und dem des K. C.' Breslauer Sefttage. „'s war halt doch ein schönes Fest: Mles wieder voll gewest!" In Breslau, dev Wiege des K. C., ist das Kind wieder einmal geschaukelt worden. Die voranstehenden Verse sind geeignet, das „Wie?" der Tage in Kürze zu erläutern, die anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens der „Thuringia", zugleich als Feier des fünfundzwanzigjährigen K. C.. und der um zehn Jahre älteren „Viadrina", der Mutter seiner Idee, festlich begangen wurden. Im Zentrum der Veranstaltungen stand der Festkomnrers. Ihm ging am Freitag nachmittag das erste K. C.-Sporffest voran, das erfreuliche Leistungen zutage förderte, den glücklichen Siegern aber zu wertvollen Auszeichnungen verhalf. Am Abend dieses Tages begrüßten sich die Verbandslbrüder, die aus allen Bezirken unseres Vaterlandes herbeigeeilt waren, im, „Bürgergarten". Die Stimmung war köstlich. Ich habe dort Alte Herren gesehen, denen in der Freude des Wiedersehens nach langer Trennung die Tränen in den Augen standen. Der Festkommers selbst war einer der größten und imposantesten, die der K. C. bisher erlebt hat. Mit dem Gefühl reiner Wonne betrat, man den großen Konzerthaussaal, der in den Farben der Verbindung und dem vollen Grün der Lorbeerbäume prangte. Bon den Logen der Gallerie schauten indes bereits die Damen herab/ die zeitig gekommen waren, um sich einen guten Platz zu sichern. Und das bunte Bild, das sich später, als alle sich eingefunden hatten, ihren Amen darbot, lohnte ihnen die Mühe. Groß war die Zahl der Verbandsbrüder, die gekommen waren, um mitfeiern zu helfen, groß auch die Zahl der Philister, die unserem Rufe Folge geleistet hatten. Im ganzen zählten wir gegen fünfhundert Kneipansitzer, über die sich während des Offiziums eine wahre Flut von inhaltsreichen Reden ergoß. Auf die Ansprachen der K. C-.er, die ehrenvollen Aufträgen nachkamen, folgten beglückwünschende Worte der Gäste, deren Reigen der Rektor der hiesigen Alma Mater eröffnete. Diesen Teil des Kommerses beschloß die Damenrede eines auf diesem Gebiete bekannten und bewährten A. H., der mit seinen witzigen Worten glücklich zur Fidelität hinüberleitete. Diese brachte das ortsübliche Bievdrama; seine Darsteller ernteten reichen Beifall. In