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KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1921) · p. Seite 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 7-9 (Juli 1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 122 (sequence 32)
Language
German
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mm. M- - - 111 * ‘*l-r'' 11,1 ... "-7T-—-—.- /Dam: über gehe ick -um Angriff über und be- ^Äaupter Noch vermisse rch bei euch den heiligen Willen Hur Kultur, zur Läuterung im Dienste deutschen Geistes. Mch hat eure Bewegung nicht den Führer gefunden, der-es vermöchte, die Forderung des Tages zu erfüllen im Einklmrg mit den Traditionen des deutschen -Geistes; noch steckt ihr zu schr im Negativen; noch weiß ich wogegen ihr seid, noch kaum wofür! Ich aber fordere euch auf: tretet ein für den deutschen Geist, so wie er sich in den Werken der .großen Deutschen so herrlich offenbart. Ich, der ich Fichte und Hegel .kenne, der ich von Goethe und Hölderlein nicht nur weiß, der.ich sie auch innerlichst begreife und liebe, fordere euch auf, zu jener Höherrwanderung, auf der der Schmutz und der Lärm des Tales von selbst von euch abfallen wird. In gemeinsamer Arbeit, im Ringen um den deutschen Geist, werden wir uns finden. Wir werden uns finden! Ich bin viel zu stolz, als daß ich mich denen aufdrängen möchte, die gegen -mich, zumal da ich weiß/ daß ich nicht besser bin als viäe andere, und daß, was dem einen recht, dem anderen billig ist. Der Tag, da der Rhein nicht mehr Deutschlands Grenze sein wird, sondern wieder Deutschlands Strom, möge uns einen. Einen zu gemeinsamer Arbeit für die deutsche Volksgemeinschaft. Zu einer Arbeit, die — ich gebrauche hier Worte Friedrich Naumanns, des ersten Nationalsozialisten — nicht gleichen wird einem Abendlüftchen, sondern einem Morgenwind." . Es wäre bedauerlich, wenn nicht noch.jetzt ein K. C. er seinen Standpunkt in der „Bayerischen Hochschule" zum Ausdruck brachte. Wir empfinden ja diesen Zwiespalt nicht, und die Synthese von Deutschtum und Judentum erweckt auch die innere - positive Kraft. Für des Menschen Weg kommt es eben mehr auf seine eigene Einstellung zu den Dingen an als auf die Menge der Feinde. Wer sich sicher fühlt — und bei dem überzeugten K. C.er ist das der Fall — .wird durch den Haß und den Spott der Welt nicht erschreckt. Wer frölichprinzipiell die deutsch-völkische Bewegung für berechtigt Mt und von sich sagt, daß er in gewissem Sinne deutschvölkisch sein würde, wmn er nicht Jude wäre, dem ist nicht zu helfen. Für ihn gibt es keinen anderen Rat als den von Heinrich Kersken, der in der gleichen Zeitung am 21. Mai als Antwort erschien. Er gibt Zarek den Rat: „Werden Sie ein ehrlicher Zionist, beweisen Sie ihr Judentum durch die Tat." Wir behalten uns vor, auf Sklareks Aufsatz in der nächsten Nummer genauer einzugehen.. Es muß wegen des Raummangels eine Anzahl von hochinteressanten Äußerungen aus der „Schwarzburg", dem Organ des christlichen Hochschulbundes, ebenso Zurückbleiben wie ein Aufruf „A n die deutschen Juden" von Jakob Resch (in der „Hochschule" vom August 1921). Dieser stellt freilich ein solches Zeichen der Würdelosigkeit und der Selbsterniedrigung dar, daß ein aufrechter Jude nur mit großer innerer Überwindung an ihn . Herangehen wird. Aus einem Wust von Selbstbeschuldigungen aller Art erhebt sich! die Forderung: „Wir wollen Gott (!) bitten, daß er unser Volk endlich von dieser Erde erlöse, auf der es schon zu lange weilt, allen zur Last, und am meisten sich selbst." Von dieser trostlosen Blasphemie das nächste Mal ausführlicher! Es wird nötig sein, daß auch! in der „Hochschule" der optimistische und arbeitsfrohe Standpunkt des K. C. zum Ausdruck kommt, der den Wert des Judentums ebenso betont wie die Möglichkeit einer fruchtbaren Synthese zwischen wahrem Judentum und wahrem Deutschtum. F. G. Akademische und allgemeine Nachrichten. s. Erweiterter Wirkungskreis der technischen Hoch, schnle«. Durch eine neue Verordnung des preußischen Ministeriums für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung ist der Wirkungskreis der Technischen Hochschulen bedeutend erweitert worden. Zunächst hat das Ministerium genehmigt, daß die Technischen Hochschulen für die Ausbildung der Lehrer mathematisch - naturwissenschaftlicher Fachrichtung an höheren Schulen den Universitäten gleichgestellt werden. Von nun an können daher Lehramtskandidaten, welche die Lehrbefähigung in der Mathematik, Physik und Chemie anstreben, auch an der Technischen Hochschule studieren Während bisher von den an der Technischen Hochschule verbrachten Semestern nur vier für die Prüfung angerechnet wurden, können in Zukunft solche Lehramtskandidaten, deren Interessen in naturwissenschaftlich-technischer Richtung liegen, ihr Studium an dir Technischen Hochschule vollenden. Man erwartet - dabei, daß die Lehramtskairdidaten auch in die technischen Fächer einen allgemeinen Eindruck gewinnen werden, von dem .eine Belebung des mathematischnaturwissenschaftlichen Unterrichts an den höheren Schulen erhofft wird. — Mit derselben Verordnung wird an der Technischen Hochschule eine neue Studienrichtung für technische Physiker eingeführt. Die Technische Hochschule übernimmt damit eine, für viele Zweige der Industrie, z. B. die optische und die elektrische Industrie, äußerst wichtige Aufgabe: die Ausbildung von wissenschaftlichen Kräften, welche den Bedürfnissen der Technik in vollem Maße Rechnung zu tragen befähigt sind. Die Ausbildung der technischen Physiker wird von der Allgemeinen Abteilung der Hochschule erfolgen, so daß diese das Recht erhält, auf Grund einer Vor- und Hauptprüfung den Grab eines Diplomingenieurs für technische Physik zu erteilen. Ferner können von nun an Diplomingenieure von der Allgemeinen Abteilung in. der technischen Physik, Mathematik oder Naturwissenschaft zu Doktor-Jng.' promoviert werden. — Nicht minder wichtig sind die Verfügungen des Erlasses bezüglich der Pflege der Wirtschafts-Wissenschaften. Den von vielen Seiten laut gewordenen Wünschen, die Pflege der Wirtschafts-Wissenschaften auf den Technischen Hochschulen zu fördern, und dem Bedürfnis, jungen Ingenieuren, die sich vorwiegend wirtschaftlichen Aufgaben rüwenden wollen, Gelegenheit zu einer vertieften wirtschaftlichen Ausbildung zu gewähren, <r

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