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KC-Blätter · 1921-07-01 · Heft 7-9 (Juli 1921) · p. Seite 101

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Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 7-9 (Juli 1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 101 (sequence 11)
Language
German
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Acker verpflanzt, dann aus dieser Erde sich nährt ünd Ms ihr sichl immer wieder erneuernd nun als echte deutsche Frucht wächst, so sprießt Mch die Mendig« Kraft derLeutschen Judm, all unser Sein, Denken und Tun aus dem Deutschtum, dem wir durch Geburt und Erziehung Mgehören, wennschon unsere Vorfahren einst im Heiligen Lande wvhntem Seit die deutschen Juden zu einem freieren Dasein erweckt worden sind, haben sie in immer engerem Verkehr mit ihren christlichen Mitbürgern manches, was sich hinter den hohen Mauern des Ghettos durch die Zeiten erhalten hatte, aufgegeben Md vieles von unlöslich verbundenen Völksteil bil^ den" (§ 3 der Berbandssatzung). . Gewiß nicht seit Urzeiten, aber doch seit vielen Jahrhunderten sind unsere Familien auf deutschem^ Boden angesessen. Manches ließe sich hierüber sagen, viele Zusammenhänge könnten aufgedeckt werden. Wer was verschlägt all das gegenüber, der Geschichte der Neuzeit seit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts und der' Emanzipation der Juden! Denn Ms diesem neuen Geschehen ist unser Volk und unser Vaterland in ihrer hmitigen Wirklichkeitsgestalt entstanden Md, was hier Mch immer geschah, es r. .1. JL JUL JL'JL JL JL JL JL JL J- JLJL JL JL JL JL JL jl JL .1. JL JL JL.JL Opferwoche. Der „Eentralverein deutscher Staatsbürger Mischen Glaubens" veranstaltet vom 3.—11. Oktober eine Opfeiwocbe, in der zur vekämpfung des Rntifemitismus Mittel aufgebracht werden sollen. Die Fonds der Judenfeinde sind riesengroß; in gar keinem Verhältnis stehen zu ihnen die ganz geringen Summen, die uns zur Abwehr zur Verfügung gestellt werden. Der Judenhaß ist riesengroß angewachsen, er verschmäht kein Mittel, um seine staatsfeindlichen Ziele zu erreichen. Möge jeder den Ernst der Stunde erkennen und darnach handeln. »aß lecker R. L.er relckill» lpevcket. ist selbstverstSnckNckU Ehrensache ist es aber auch für jeden Berbandsbruder, daß er seine Person in den Dienst der guten Sache stellt und sich zur praktischen Arbeit bei seiner Ortsgruppe sofort meldet. T T ITT T tTTTTTT T T T TTtTTTtTTTTIT T! iPk der ihnen bis dahin fremden Umgebung angenommen. Diese natürliche Entwicklung, die „Assimilation", zu bedauern, sie aufhalten zu wollen, soweit nicht ein würdeloses Äufgeben berechtigter Eigentümlichkeiten, insbesondre unserer Religion, in Frage kommt, wäre vergebliches Bemühen und liegt nicht in der Richtung unserer Ziele. Im Gegenteil — unser Streben geht dahin, die Spuren des Ghettos, wo sie etwa sich finden, äbzustreisen und gegenüber dem Bestreiten der Tatsache hervorzuheben und durch die ErscheiMNg jedes einzelnen von uns zu erhärten, „daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Bateirlande geschah Christen und Juden gemeinsam. Scham- - lose Niedertracht unserer, politischen Gegner kann nie die geschichtliche Tatsache forteskaMotieren, daß die deutschen Juden seither in allen großen Kriegen unseres Vaterlandes die Blutprobe be- . standen haben. Und Mch unsere Verbindungen denken in diesen festlichen Tagen wiederum mit - Stolz und Wehmut der vielen tapferen Kartell- - . brüder, die, als der letzte große Kriegssturm losbrach, mit dem ganzen Volke Mfstanden und dMn - , für das Vaterland und die Ehre des deutschen J: Judentums gefallen sind. So wenig sie wieder., erwachen, so wenig läßt es sich leugnen, daß sie als Deutsche ihr Leben gelassen haben! Daß deutsche Akademiker vor allenandern zur; '

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