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KC-Blätter · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · p. Seite 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
Seite 81 (sequence 19)
Language
German
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die den doppelten Zweck verfolgt: einmal den einzelnen Studentenschaften Anregungen zu geben für die von den örtlichen Wirtschaftsämtern zu leistende Arbeit, andererseits aber der Öffentlichkeit und besonders dem Auslande vor allem durck genaues statistisches Material ein Bild von der wirtschaftlichen Notlage der deutschen Studenten zu geben. Die Wirtschaftssondernummer, die auch einzeln zum Preise voü 3 Mark von der Deutschen Studentenschaft, Göttingen, Jüdenstr. 21 bezogen werden kann, ist allen, denen, die für die heutige studierende Jugend Deutschlands ein warmes Herz haben, dringend zu empfehlen. Danzig, eine sterbende deutsche Hochschule? Mit der wichtigste Hort des Deutschtums in Danzig ist die dortige Technische Hochschule, deren polnische Studentenschaft von Semester zu Semester zunimmt, während die deutsche Studentenschaft sich gerade auf der Höhe der Vorkriegszeit hält. Es ist selbstverständlich, daß Polen alles daran setzen wird, diese wichtige Hochschule, deren Schicksal augenblicklich noch unbestimmt ist, in ihre Hand zu bekommen. Noch selbstverständlicher aber ist es, daß die Technische Hochschule vom Obersten Rat den Polen sofort zugesprochen wird, wenn die polnischen Studierenden auch nur annähernd so stark sind als die deutschen. Deswegen muß alles getan werden, um den Zuzug deutscher Studenten nach Danzig zu stärken; vielleicht finden sich deutsche Männer, die Stipendien aussetzen für ein mehrsemestriges Studium in Danzig. — Zu dieser durch die studentische Presse gehenden Nachricht sei bemerkt, daß sorgfältig zu untersuchen wäre, ob nicht ein K. C.-Stammtisch oder eine Verbindung in Danzig lebensfähig sei. Da die Verbindung im dortigen Landesverband einen starken Rückhalt hätte, ist anzunehmen, daß dem so ist. Übrigens sei in diesem Zusammenhänge daran erinnert, daß der K. C. der einzige deutsche Verband ist, der nicht in Wien eine Verbindung besitzt. Der B. C. hat deren drei! Das Göttinger Kartell wissenschaftlicher Verbindungen an deutschen. Hochschulen im D. W. V-, das zu Pfingsten d. Js. durch die Bereinigung des Weimarer Der Geist des Judentums und sein Einfluß auf die kulturhistorische Entwicklung der Menschheit. Von W- Jrritz. Erster Teil (Erstes Buch) 1920. I. Kauffmann Verlag. Frankfurt a. M- — Das erste Bändchen einer großangelegten geschichtlichen und philosophischen Betrachtung des jüdischen Einflusses auf die Kulturgeschichte liegt vor. Das Problem ist unendlich wichtig- Unbestimmtes Empfinden sagt jedem Beurteiler der Geschichte, daß die im Judentum entstandenen Ideen für das Werden unserer Kultur richtunggebend waren. Gewisse Begriffe, wie die des Monotheismus, der Willensfreiheit, des Optimismus, des sozialen Gedankens, die meist im Judentum Ausdruck und Verwirklichung fanden, sind schlechthin die Grundmauern der ganzen Kultur. Zu untersuchen wäre auch die Frage, inwieweit die christliche Kultur sich gegen alte jüdische Anschauungen gewendet hat, die aber heute in modernen, von religiösen Einflüssen unabhängigen Kulturströmungen wieder zu Ehren kommen. Es ist also ein ungeheures Gebiet, das der Beurteilung harrt, und jeder Beitrag zur Klärung muß willkommen geheißen werden- Das Buch von Jrritz bedeutet gewiß einen solchen. Klar in der An¬ Kartell-Berbandes (neu-philologischer Verbindungen) mit dem Naumburger Verband klassisch-philologischer Verbindungen zustande gekommen ist, gibt seit Oktober v. Js. die Göttinger Kartellbrüder (als neue Folge der Neuphilologischen Blätter) heraus. In dem ersten Heft der neuen Zeitschrift wird Bezug genommen auf eine bemerkenswerte Ausführung in den „Mitteilungen aus denr D. W B". die sich auf Couleurbetrachtungen innerhalb der D. W-V. beziehen. Es heißt da: „Jetzt schicken sich die strammen korporativen Teile unseres Verbandes an, mit der Couleur zu liebäugeln. Zunächst ist es Kneipoouleur, später lvird es ganz' bestimmt Ortscouleur. Nachher ist der Verband zu eng und zu klein. So ist Markaria-Braunschweig von uns gegangen, von den Eisenachern Thuringia- Göttingen, vom Leuchtenburgbund die erst gegründete Rhenania-Frankfurt. So sind wir im Grunde nichts anderes als die Schrittmacher der Couleur, wenn wir uns nicht auf uns selbst besinnen, eine uns, ganz allein eigene Tradition schaffen und ganz selbständig unsere eigenen Wege gehen: Fachwissenschaftlich pnd schwarz. Wenn wir den Korpsstudenten als den Couleurstudenten 1. Klasse bezeichnen würden, so sehe ich im Geiste dereinst den D. W. B. als schwarz 1. Klasse, geistig führend." Technische Rothilse. Auf dem zweiten Bertretertag der staats- und wirtschaftlichen Fachgruppe, der deutschen Studentenschaft in Jena wurde folgende Entschließung einstimmig und ohne Erörterung angenommen: «Der zweite Bertretertag der staats- und wirtschaftlichen Fachgruppe der deutschen Studentenschaft erkemlt die soziale Bedeutung der Technischen Nothilfe für den Wiederaufbau und die Inganghaltung des deutschen Wirtschaftslebens an. Er beauftragt demzufolge seine Vertreter, die Kommilitonen unter wiederholter Betonung des idealen Moments mit Nachdruck zur Teilnahme an der Technischen Nothilfe, d. h. zum Erwerb der Mitgliedschaft aufzufordern, die keinerlei materielle Opfer erheischt. Verwiesen wird auf die dahingehende Entschließung des Göttinger Studententages und auf die der deutschen Handelshochschulen während deren Leipziger Tagung." läge, bestimmt in der Anschauung, diktiert von heißer Liebe zum Judentum und seiner Lehre behandelt es einen Teil der Fragen, die monotheistische Idee und ihren Einfluß auf die Kultur, in so fesselnder Weise, daß man auch von den weiteren Bänden Wichtiges zur Klärung der Probleme erwarten darf. Prof. Dr. Julius Goldstern, Rasse und Politik. Mit einem Vorwort von Lic. Dr. Heinrich Frick- Im Neuwerkverlag, Schlüchtern. 1921. — Goldsteins Buch ist bemerkenswert wegen der Fülle des Stoffes und der Gedanken, die sich auf 150 Seiten züsammendrängt. Die Überschriften der wichtigsten Kapitel werden einen Begriff von der Anlage und der Methode der Schrift geben. Es spricht über: „Antiteutonismus und Antisemitismus. Entstehung und Ausbreitung der Rassentheorie. Bon der nationalen Idee zum Nationalismus. Ist Nation Abstammungsgemeinschäft? Sind Rasseneigenschaften feststellbar? Religion und Rasse." Wer Goldstein aus seinen Schriften und Vortragen kennt, weiß, daß er ein selbständiger Denker, ein gründlicher Kenner der Literatur und ein Meister des Stiles ist. Wenn auch die Ergebnisse — völlige W W Bücber- und Mätterjckau. IS IS

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