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KC-Blätter · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · p. Seite 79

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Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
Seite 79 (sequence 17)
Language
German
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W ^^MNWW schaftliche Verbindungen an 23 Universitäten und Hochschulen mit 1500 Studierenden und 10 600 Alten Herren. Der D-W. Berstrebt die Erziehung seiner Mitglieder auf vaterländischer GruMage durch gemeinsame fachwissenschaftliche Arbeit und Pflege edler GesMgkeit. U. a. wurde auf der Tagung beschlossen, dem von. der Deutschen Burschenschaft vorgeschlagenen Berbände-Abkommen beizutveten und die Satisfaktronsfrage im Einvernehmen mit diesen Verbänden zu regeln. Arbettsgemeinschust katholisch-deutscher Studeuten» Verbände (A.K.D.SL.B.). Auf der Tagung der kath.- deutschen Studentm-Berbände in Dresden vom 30. Mai 1921 haben sämtliche Verbände, die an der vorbereitenden Besprechung am 7. Dezember 1920 in Göttingen teilgenommen hätten (C.B., KB-, U-V-, H-V-, K- D-St.), ihren Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft der katholisch-deutschen Studenten-Verbände bindend erklärt und ihre Satzungen endgültig angenommen. Die Be- . sprechung erstreckte sich auf die Frage der-Durchführung der Arbeitsgeinein) chaft in den einzelnen Hochschulstädten, auf hochschulpolitische Fragen und die Einführung einer gemeinsamen Ehrenordnung sämtlicher Verbände. ver R. C. im ß<bte der „Mitteilungen des neutralen „jugendverbandes“. Erklärung. Mein Aufsatz in den „Mitteilungen des Verbandes der jüdischen Jugendvereine" hat im Kreise des K. C. eine Erregung hervorgerufen, die ich weder beabsichtigt noch vorausgesehen hatte und die ich, sofern sie durch offenkundige Mißverständnisse veranlaßt ist, lebhaft bedaure, wenn sie mir auch, wie ich offen gestehe, zu verschiedenen Deutungen Grund gibt. Die Besprechung, die der Artikel in der „Umschau" der K. C.-Blätter (Mai-April-Nummer) gefunden hat, veranlaßt mich, folgendes zu erklären: Es fehlt in meinem Artikel gewiß nicht an Ironie, aber unbedingt an Gehässigkeit; ich weise diesen Vorwurf ganz entschieden zurück; es fehlt aber auch dem Verfasser des kritisierten Artikels alles das, was ihm in der Kritik der „Umschau" teils offen, teils zwischen den Zeilen vorgeworfen wird. Es gibt eine Gegnerschaft, die nichts mit Gehässigkeit zu tun hat. Zu dieser Gegnerschaft dem Farbenstudententum im allgemeinen gegenüber bekenne ich mich gerne. Wenn sich dadurch der K-C. betroffen^ fühltso tut mir das leid, um so mehr, als aus meinem Artikel deutlich genug hervorgeht, daß ich alle Sympathie, die ich für das Faröenstudententum aufbringen , kann, lediglich dem K-C. wegen seiner Tendenz' zolle. Schmerzlich berührt hat es mich aber, daß,man' das Ziel, das ich im Auge habe, so gänzlich verkannt hat! Wer darf sich unterfangen, einem anderen ferne Ideale zu rauben, über deren Wert schließlich jeder-, auch selbst urteilen kann! Nur wollte ich mithelfen zu verhüten, daß über diesen Idealen das größere.. Ziel, die Solidarität der jüdischen Gesamtjugend! wie aller Jugend nämlich, aus ddn Augen verloren wird. Niemand ist froher als ich, wenn mein Pessimismus sich als unbegründet erweist; ganz sicher bin ich dessen aber so lange nicht, als freundwillige Vorstellungen als Haß gederrtet werden! Ludwig Frank, Referendar in Nürnberg. ' -w Zu der Erklärung des Herrn Frank muß ich bemerken, daß es gewiß gut ist, wenn Herr Frank nicht die Absichten gehabt hat, welche die Umschau der vorigen Nummer bei ihm voraussetzt. Wenn sein Artikel nicht gehässig gemeint ist, so ist das außerordent- .■ lich erfreulich, daß er gehässig klingt, steht leider außer Frage. Wenn er ferner nicht die Absicht gehabt hat, . in der deutsch gerichteten jüdischen Jugend den Keim der Zwiespalt zu säen, so ist auch diese Feststellung. außerordentlich begrüßenswert und wir sind herzlich dankbar dafür. Daß objektiv der Artikel diese WirÜmg haben Mußte, braucht gar nicht weiter erörtert zu werden, denn wer von einem Zwiespalt spricht, der überhaupt gar nicht vorhanden ist, muß doch damit rechnen, daß seine Worte so gedeutet werden, wie es in der Umschau der vorigen Nummer geschah. Die Aussprache hat das Ergebnis gehabt, daß wir im Ziel übereinfnmmen. Der K E. hat niemals sich angemaßt zu glauben, daß der von ihm betretene Weg der einzige sei, der zum Heil für das deutsch gerichtete . Judentum führt, der KE. hat sich auch niemals ein Urteil — nicht einmal ein ironisches — über andere Richtungen der im gleichen Geiste arbeitenden Jugendbewegung gestattet. Er verlangt nochmals ebenso dringend wie höflich, daß man auf anderer Seite diese seine Grundsätze achte und gleichfalls seine Methoden , nicht mit Angriffen bedenke, die, wie jetzt festgestellt , ist, gewiß nicht böse gemeint sind, die aber zum allermindesten zu sehr bedauerlichen Mißverständnissen führen müssen- Dr. F- G- HRaoemifche und allgemeine uadmcbten. I« eigener Sache. In Nummer 5 der Zeitschrift des B. C. (Deutsche Hochschule) hat ein Dr- Ernst Wertheimer, Mitglied der B. C.-Verbindung Wirceburgia, schwer beleidigende persönliche Angriffe gegen den Redakteur dieser Zeitschrift gerichtet. Selbstverständlich wird in der gebührenden Weise eingeschritten werden. Zur Charakteristik des Herrn vr. Wertheimer sei aus einem Artikel über die Entstehung des B. C. folgender Satz zitiert: „Weniger bekannt dürfte die Tatsache sein, daß von diesem alten Verband (d. h. dem Ring der wissenschaftlich-geselligen Verbindungen) auch die „Ghibellinia"-Freiburg gegründet worden ist. Als deren Rui nicht mehr dem der übrigen e nt s p rack (von uns .gesperrt), wurden die Bande gelöst und „Ghibellinia" ward unter Verschmelzung, mit einem anderen Bunde späterhin Mitglied des K- C." Niedriger hängen!! Kommentar überflüssig. ' vr. F. G- - Der Ausschuß für Mruderheitsrecht D gibt zur Kenntnis, daß das Thema „Welche Forderungen, können die religiösen Minderheiten in den an Polen , abgetretenen ehemalig preußischen Gebietstellen dem polnischen Staate gegenüber aus dem Pariser Minderheitsschutzvertrage zwischen der Entente und Polen vom 28. Juni 1919 herleiten?" berefts von berufener Feder bearbeitet wiü>. M ’iw *) Bgl. ben Artikel von vr. Paul Nathan in der vorigen Nmnmer. dm M ‘als1-1'

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