KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1921)
- Date
- 1921-05-01
- Page
- Seite 78 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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äg>ej$anfeit fei; von der Grundlegung zur Ausführung Uei 'freilich noch ein weiter Schritt. Als EvgÄnis ist HzMiLuchen: Die Beteiligung an den Universitätsange- Megenhetten wird weiter verfolgt, insbesondere sollen die sMrivatdozenten eine ausreichende Vertretung in den SWakulläten erhalten. Die Vornahme der Habilitation -((ersvttrert eine sorgfältige Auslese und schärfste Hand- ^fHabung der Zulassungsbedingungen. Die Forderung Schach ernem Existenzminimum in der Höhe des Gehaltes ^<derStudienassessoren Witt» erneut betont. Vom 19. bis 21. Mai beherbergte Leipzig, 51 Ber- M-ireterver Medizinstudierenden der deutsche« Hochschule«. "G^ÄLiederaufgenommen wurde in den Verband Königsberg M.Mld neu kam hinzu Prag und Wien. Hervorzuheben ist PV aus dem Verhandlungsergebnis die Ablehnung jeglichen M^-nMusrus olLnsns, ferner Vorschläge, die eine Neu- M,ordnung des praktischen Jahres uird der Stellung des L' -Medizinalpraktikanten fordern, und die Forderung der U/Abschaffung der mündlichen Doktorprüfung nach be- -.Ltandenem Staatsexamen. Interessant waren die statiMchen Angaben, welche der anwesende General- «Jf; sekretar des deutschen Ärzteverbandes machte: Die ^Stellenvermittlung dieses Verbandes hat seit dem Krieg :33000 Gesuche erledigt. Augenblicklich seien für 162 .freie Stellen 3780 Bewerber da und für 46 freie - Assistentenstellen hätten sich 576 Bewerber gemeldet. Einer Sterblichkeit von 600 Ärzten jährlich stehe ein .Zuwachs von 5000 gegenüber. — . Die Tagung des Kösener S. E. nahm zur Juden- - frage im Sinne des Rassenantisemitismus Stellung , (vgl. die Rundschau). Der Weinheimer S. C. sieht eine weitgehende Be- . hmcklung der Frage der technischen Nothilfe vor. Dieser ‘ Verband, der die Korps an den technischen Hochschulen umfaßt, erscheint für diese Art von Tätigkeit schon von d Natur aus besonders geeignet. Der Rudolstädter Senioren-Konvent, Verband der ' Morps an Deutschen Hochschulen, tagte in der Woche - ' Nack Pfingsten. Neu ausgenommen wurden Hansea , an der Universität München sowie das bisher an der -aufgelösten Forstakademie Eisenach suspendiett gewesene ' -Korps Hubertta, das vom U80. an der Universität - . -Gießen rekonstttuiert wurde, und das von Rudolstädter Kirpsburschen an der Universität Bonn gegründete Korps Ottonia. Endgültig ausgenommen wurden die Korps Rheno-Burgundia, Berlin-Charlottenburg, und Lusatia, Dresden, beide an Technischen Hochschulen. Das Präsidium im Verbände ging an Korps Silingia Breslau über. „Dem von der Deutschen Burschenschaft vorgeschlagenen Berbändeabkommen steht der Rudolstädter Senioren-Convent vorläufig ablehnend gegenüber und erblickt weiterhin im ,Hochschulring Deutscher Art- und im .Allgemeinen Deutschen Waffenring' E" die geeigneten Einrichtungen, durch die der Wieder- ' aufbau des Vaterlandes von der national gesinnten Studentenschaft tatkräftig unterstützt werden kann." Mit - Nachdruck wurde wittrer einmal festgestellt, daß nach / -wie vor nur Studierende germanischen Blutes : - nommen werden können. Die Einweihung eines Denk- . r maE in Rudolstadt für die im Weltkrieg gefallenen : - Rudolstädter Korpsstudenten soll anläßlich der •' 50 jährigen Gründungsfeier 1923 stattfinden-. Daß der B. C. der Turnerschafte« die Besprechungen des Punktes Turnen und Sport in den Vordergrund D rückte, liegt ebenfalls in der Verfassung des Gesamt- /Verbandes. Ebenso ist die Frage einer Mensurreform ^'Mr ihn von besonderer Wichtigkeit. Die Deutsche Laudsmauuschaft verpflichtet ihre i, Mitglittrer „zu tättger Mttarbert in allen hochschuli polittschen Fragen und erstrebt durch eifrige Pflege U ..7 -der staatsbürgerlichen Erziehung die Heranbildung von W'" . ' ' ' - Männern, die über die Parteien hinaus dem deutschen Volke in seiner Not wirkliche Führer werden können.? Die Deutsche Wehrschaft, die auf rein völkischer Grundlage erstanden ist, betrachtet es als ihre vornehmste Aufgabe, „für die geistige, sittliche und körperliche Ertüchttgung des deutschen Volkes, wie für seine nationale Eirchett einzutreten". Da sie dies auf dem Wege des zersetzenden und verheerenden Antisemitismus versucht, dürfte ihr Erfolg ein recht fraglicher sein. Die Tagung der deutsche« Sängerschaften tu Weimar, hat einstimmig den Beschluß gefaßt, für ihre im Wettkrieg gefallenen Verbandsangehörigen in Weimar ein Denkmal zu errichten. Ferner hat sie beschlossen, den Salzburger Hilfsfond für notleidende Studierende Deutsch-Österreichs mit namhaften Geldmitteln zu unterstützen. Der Schwarzvurgvuird bekannte sich auf seiner Bundestagung erneut für ein energisches Eintteten für deutsche chrisüiche Gesirmung in Wort und Tat ohne Unterschied der Konfession und nahm in einer Sondersitzung eingehend Stellung zur Jugendbewegung. Während der Uuttasverband in Heidelberg und die Philisterorganisation des C. B. in Würzburg tagte, hielt der KB- (Kartellverband der katholischen Studentenvereine Deutschlands) seine 48. Vertreterversammlung zugleich, mtt dem Philistertag in München ab. Neben der inneren Verbandstätigkett befaßte man sich eingehend mtt Fragen der Jugendbewegung (Neudeutschland, Quickborn, Hochland usw), der katholischen Akademikerausschüsse, der Arbeitsgemeinschaft der kath. Studentenverbäiwe und der allgemeinen Hochschulpolttik. An die einführenden Referate über diese Punkte schloß sich eine Aussprache, so daß eine einheitliche Stellung des Verbandes in all diesen Fragen herbeigefühtt ist. Der Beschluß von Neugründungen in den österreichischen Hochschulstädten und der nachhaltigsten Unterstützung der Vereine in den bedrohten Grenzgebieten farw Annahme. — Auch die Freistudentenschaft war wieder einmal zusammengekommen. Der von zahlreichen Universitäten des Reiches und Deutsch-Österreichs besuchte 16. Deuttzhe Freistudententag in Jena beschäftigte sich in. erster Linie mit Studentenpolitik, ferner mit Programm- und Organisationsfragen. In der einmütigen Auffassung, daß die Einigung der Deutschen Studentenschaft letztes Ziel der Freistudentenschaft sei, lehnte der Freistudententag jede Patteibildung ab, die. in die Studentenschaft hineingetragen wird mit nicht aus der Hochschulidoe hergeletteten Begründungen und Absichten. Er erklätte sich berett, mit allen den Gruppen zusammenzugehen, die von dem Geiste sachlicher Arbeit für die Idee der deutschen Hochschule und die Einheü der Studentenschaft erfüllt sind. In den weiteren Verhandlungen traten gegenüber theoretischen Auseinandersetzungen über das Programm, für das die Mjarburger Forderung vom vottgen Jahre weiterhin anerkannt wurde, die prattischen Fragen in den Vordergrund. Dieser Auffassung wurde Ausdruck gegeben in einem Referat des Pttvatdozenten Vr. Hempel, das in Leitsätzen zusammengefaßt als praktische Aufgaben der Freistudentenschaft hinstellte, den von wittschastlicher Not bedrängten Studenten über die Gefahren des Brotstudiums hinwegzuhelfen, in sozialer Arbeit der Studentenschaft die Verbindung der Hochschule mit dem Votksganzen wiederherzustellen und so in wahrhaft vaterländischem Sinne deutschem Geistesleben zu dienen. Der Deutsche Wissenschaftler-Verband hielt zu Pfingsten in Arnstadt (Thüringen) eine Borstandssitzung ab, in der beschlossen wurde, den Sitz des geschäftsführenden Ausschusses don Frankfutt a. M. nach Berlin zu vettegen. Der D. W B. umfaßt 65 wissen-