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KC-Blätter · 1921-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1921) · p. Seite 14

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Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 1-2 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 14 (sequence 16)
Language
German
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^wirklich durchsetzen und auch in den Astas geltend > machen, wozu schon jetzt starke Ansätze vorhanden . sind. Außer Betracht bleiben soll gemäß der allgemeinen Natur des Themas, das spezielle Ver- . hältnis zum Waffenstudententum; was in diesem Zusammenhang von Belang ist, ist schon bei der ' Erläuterung des Schlagwortes „Entpolitisierung" -gesagt worden. Die Schwierigkeiten der Lage, die hier «erwähnt werden sollen, liegen darin, daß allmählich die Arbeit an den reinen Kochschulausgafceit mehr und mehr in den Mittelpunkt der Wirksamkeit der Studentenvertretungen rücken muß und auch wirklich rückt, daß man aber meist gerade in den Kreisen, die bestrebt sind, diese „Arbeit ernsthaft zu leisten, die Vertreter des K. C. als rein politisch (bloß gegen den Antisemitismus) interessiert für nicht gewillt, vielleicht auch nicht für fähig zu dieser Aufgabe hält. Und es ist auch ganz zweifellos, daß — jedenfalls an den meisten Orten — eine gewisse "Neuorientierung'in unserer Stellung zu den Organen der studentischen Selbstprogrmnmatischp-geistige Stellungnahme erfordern — und sie werden auftauchen, wenn nach Überwindung der dringendsten gegenwärtigen Notlage auch wirklich an den inneren Aufbau der Hochschule, die ja eine universale Erziehungsgemeinschast werden soll, herangegangen wird — dann muß der K. C. er die Grundlage seines Wirkens in den Organen der Studentenschaft im Erziehungsideal des K. C. finden. Er hat es den Kreisen entgegenzuhalten, deren gegenseitige Annäherung oben erwähnt wurde und als deren Ideal, da völkische und freideutsche Elemente in ihnen vorherrschen, das Ideal des völkischen Menschen bezeichnet werden; kann: das Ideal .des Menschen, der den Hauptwert auf die Erhaltung ungegebener, im. tiefstenbiologischen ünd historischen Grunde verankerter Eigenschaften liegt, diese Eigenschaften aber nicht als seine individuelle Eigenart, sondern als die eines ganzen menschlichen Kreises pflegt und der, eben weil er sich nur als Glied dieses Kreises derschlesten. NarteUbrüder! Wer abstimmungsberechtigt ist, darf unter keinen Amstanden bei der Abstimmung fehlen! Unterkunft be,orgt Ench Kbr. Samtätsrat Dr, Ehrenfried (Biad.-Br.) Kattowitz, Rütgerstraße. Zeder Are seine Pflicht! Helft alle Oberschlefien retten! Verwaltung infolge deren eigener Entwicklung Kimmen muß. Ein Zurückziehen aus ihnen kommt nicht in Frage, käme auch nicht in Frage, wenn der Antisemitismus völlig aus ihnen verschwände; denn ein Zurückziehen in dem Moment, in dem die sachlichen Elemente führend zu werden be-' ginnen, käme reiner geistigen Selbstaufgabe des K. C. in der Studentenschaft gleich. So bleibt nur ein Weg: sachliche Mitarbeit. Sachliche Mitarbeit besonders an den. wirtschaftlichen Aufgaben, die vorerst die dringendsten der studentischen Selbstverwaltung sind. Es braucht nicht <entgegengehalten zu werden, daß der K. C. dort für seine Vertreter kein Programm in wirtschaftlichen Fragen aufstellen kann. Die Vertreter brauchen kein besonderes Programm, die Stellungnahme zu den einzelnen Fragen wird sich bei den Zwangsläufigkeiten der gegenwärtigen Notlagx meist aus der Situation selbst ergeben. Wer wirklich tätig ist, wird sich' am nützlichsten machen. Wenn aber' bic Fragen auftauchen, die eine sieht, seine gesamte Tätigkeit, all sein Wirken an diesen Kreis oder konzentrisch kleinere Kreise bini det. Hier wird die Verwandtschaft mit dem altdeutschen Gilden- und Genossenschaftsgedanken, sowie mit ähnlichen Bestrebungen im Wirtschaftsleben der neuesten Zeit, ersichtlich). Hiergegen gilt es im Sinne der nach der Verschmelzung zweier Wesenheiten strebende K.C.-Tendenz unser Erziehungsideal zu 'halten.— das nicht etwa, weil es nicht „völkisch" ist, „jüdisch" ist, sondern das ebensowenig, wie das bölkische Ideal an die Abstammung seines Trägers gebunden ist, ist es doch in Wahrheit das Menschheitsideal ist, das die deutsche .idealistische Philosophie geschaffen hat: das Ideal des Menschen, der zwar das ihm Gegebene erhält, aber, immer danach trachtet, es mit Neuaufgenommenen zu verschmelzen, weil erden Hauptwert auf die Entivicklung in die Zukunft legt, und der, weil ihn sein persönliches Erleben immer weiter befruchtet, als freie, eigenen Gesetzen folgende Individualität den Gang seiner :

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