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KC-Blätter · 1921-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1921) · p. Seite 5

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Journal
KC-Blätter
Volume
1921
Issue
Heft 1-2 (Januar 1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 5 (sequence 7)
Language
German
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eht, daß Erfolg oder Mißerfolg gar nicht: feststellbar sei.; ,■ Über das Zusammengehen mit den füdisch en Verbindungen in praktischen Fragen, insbesondere zum Zwecke des' Abwehrkampfes, 'berichtet Breslau, daß die dortige Arbeitsgemeinschaft auffliegen mußte, da ein Zusammenarbeiten mit dem K. I. V. nicht möglich gewesen sei. Dagegen sei-bei den Astawahlen die Zusammenarbeit gut gewesen. In Heidelbergschied die K. C.-Verbindung und die F. W. V. aus der Arbeitsgemeinschaft zur Abwehr des Antisemitismus aus, um ein Zusammenarbeiten mit den Zionisten zu vermeiden. In Berlin wurde eine Abwehrorganisation zur Sicherung der Synagogen an den hohen jüdischen Feiertagen gemeinsam gebildet. Mit den zionistischen Verbindungen wurde eine lose Arbeitsgemeinschaft geschaffen, die bei den Wahlen zur Studentenvertretung und bei körperlicher Abwehr von Fall zu Fall über ein Zusammenarbeiten entscheiden. An der. Technischen Hochschule Berlin hatte die gemeinsame Liste mit dem K. I. V. den Erfolg,' daß ein K. C. er an erster Stelle und ein Zionist an zweiter gewählt wurden. In München wurde im Wintersemester 1918/19 und im Sommersemester 1919 eine gemeinsame Liste aller jüdischen'Richtungen aufgestellt; in späteren Semestern. zog die Verbindung vor, mit Gleichgesinnten nicht inkorporierten, getrennt von den zionistischen Richtungen vorzugehen. Auch die körperliche Abwehrgemeinsamkeit -wurde aufgegeben. Irr Darmstädt findet ein gemeinsames Zusammengehen zum Frontsoldatenbund statt. Ebenso wird in Karlsruhe mit dem K. I. V. in der Asta zusammengearbeitet; in Königsberg hat sich aus der Arbeitsgemeinschaft ein Aktionsausschuß herausgebildet, der von K. E.-Seite als erheblicher Fortschritt angesehen wird- Aus Leipzig wird ein Zusammengehen mit dem Zenträlverein und den paritätischen Verbindungen, nicht' dagegen mit den Zionisten empfohlen. Der dortige Arbeitsausschuß umfaßt sämtliche Juden, die auf, dem Standpunkt des Zentralvereins stehen. In Frankfurt wurde der Wahlkampf gemeinsam durchgefochten. Die Verbindung in München teilt mit, daß sie mit dem K. I. V. sich zum Zettelabreißen zusammengetan habe, daß dieser dagegen der jüdischen Liste bei der Asta eine Unterstützung nicht habe zuteil werden lassen. Anders war es in Gießen, wo aber trotz gemeinsamer Liste Zur Asta nur ein negativer Erfolg erzielt wurde. In Marburg, wo von der Arbeitsgemeinschaft eine Liste zur Astawähl aufgestellt wurde,, gelang. es mit deren Hilfe bisher stets, einen Sitz für den KE. zu erlangen, obwohl die Vetbindung nur den vierten Teil der zum Wahlquotienten erforderlichen Zahl aufweist. In Hamburg trat die Verbindung aus der jüdischen Arbeitsgemeinschaft wegen der Unmöglichkeit des Zufammenarbeitens mit Zionisten aus, bildete aber später doch eine Wahlgemeinschaft. Auf die sehr wichtige Frage, ob sich für - s die Zukunft ein solches Zusammenarbeiten empfiehlt, antworteten Heidelberg, . München, Freiburg, Darmstadt, Münster, Halte und Greifswald mit einem glatten uneingeschränkten „Rein"., Die Berliner „Silesia" und „Bineta", ebenso Karlsruhe, Frankfurt a. M., - Rostock Marburg, Gießen, Köln, Hannover und Würzburg, wo eind Interessengemeinschaft bereits jetzt besteht, mit „Ja". Hamburg will von Fall zu Fall entscheiden, ebenso Bonn, das in der Mehrzahl aber sich doch nach ablehnender Richtung neigt. In dieser Frage stehen sich, somit die aktiven Verbindungen zu gleicher Zahl geteilt gegenüber. -Über die neuste Entwicklung dieser. ' Frage wird wohl auf dem K. C.-Tag gesprochen werden. / V. . ' Aus dem wichtigsten Abschnitt der ganzen . Rundfrage, inwiefern aus den in den drei ersten Abschnitten festgestellten Tatsachen heraus Änderung en prinzipieller oder taktischer -Natur für Pen K.-C. erstrebt werden, scheidet der umfangreiche Abschnitt über die V erfassung des K. C. aus, da diese Frage für einige Zeit durch die Annahme des neuen Statuts auf dem \ a. o. K. C.-Tag erledigt sein dürfte. Aus dem übrigen Komplex sei hier eingehender die Sport- und Mensurfrage und die vön.Couleur und Komment behandelt. Daß der K. C. die unbedingte jSatissaktion beibehalten müsse, ist die fast einhellige Meinung aller Ber-. bindungen, die dabei, ihr Votum mit einer ganz seltenen Einmütigkeit abgeben. Jedoch mag eine leichte Strömung in Berlin erwähnt werden, die 'Taufjuden Satisfaktion verweigern'will. Würzburg verurteilt einstimmig die Satisfaktion als solche; die Mehrheit spricht sich jedoch auch dort aus taktischen Erwägungen für die Beibehaltung aus. überhaupt mehren sich trotz der Einmütigkeit der Stellungnahme für die unbedingte Satisfaktion die Stimmen, die die Beibehaltung nicht um ihrer selbst willen, sondern nur wie in Königsberg „in Anlehnung an die anderen Korporationen" oder aus taktischen Gründen wünschen.. Eine fast ebenso große Einmütigkeit tritt in der Ablehnung der Satisfaktionsverweigerung als Gegenmaßnahme gegen den Antisemitismus hervor; doch spricht sich in. Königsberg eine Minderheit dafür aus, den Radauantisemiten Honorigkeit und Satisfaktion abzusprechen. In Halle ist eine beträchtliche , Minderheit dafür, die Satisfaktion dort zu ver- - weigern, wo sie uns in Einzelfällen verweigert

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