KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1920
- Issue
- Heft 11-12 (November 1920)
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 127 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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127 anderen K. C.-Verbänden angehörcn. Die zu zahlenden Beiträge sind einen Mannt nach den angegebenen Zeitpunkten fällig. 8 44. Jede Verbindung hat am Schlüsse eines jeden Semesters für jede im Semester von ihr vorgcnommene Inaktivierung einen Betrag von Mk. 10.— und für jede Philistrierung einen Betrag von Mk. 25.— an die K. C.-Kasse zu zahlen. 8 45. Bleibt ein K. C.-Berband mit einer ihm obliegenden Zahlung im Mittelstand, so erhöht sich seine Verpflichtung für jede angefangenen Mk. 100.-- und jeden angefangenen Monat um Mk. 10.- 8 40. Über Stnndungsgesnche entscheidet der K. C.- Kassenwart, über Beschwerden gegen dessen Entscheidungen in allen Kassenailgelegenheiten der W. A. Der K. E.-Tag kan» Verbände, die ihre Pflichten als K. 15.-Verbände nicht erfüllen, zur Rechenschaft ziehen. Er kann einen Verband mit 3/i Mehrheit ans dem K. E. ansschliesjen. In diesem Falle ist darüber Beschluss zu fassen, ob und in welcher Form die bisherigen Mitglieder des angeschlossenen Verbandes K. C.-cr bleiben können. 8 48. Zn Änderungen dieier Satzung bedarf es eitler Mehrheit von -/^ der abgegebenen Stimmen vorbehaltlich der Bestimmung des 8 31 ipf. 3. Diese Satzungen, sowie alle anderen it. E.-Beschlüsse sind für die einzelnen K. E.-Verbä,lde verbindlich und gehen ihren Satzungen und sonstigen Beschlüssen vor. 8 50. Diese Satzung tritt am 1. Januar 1021 iu Kraft. Die bisherigen K. C.-Organe. bleiben bis zum nächsten o. K. C.-Tage im Amt: für sie gelten bis zum o. K. E.-Tage 1021 die alten Bestimmungen. Rftawablen in München. Im Anschlag an den Artikel „Hochschiüpolitik des K. C." von unsereln Bbdr. Eugen Schlnidt soll hier durch unseren Vertreter im Asta der Univ. München vauck. meck. F. £>. Josephsohn (Licariae) ans Wunsch der Verbindung ein kurzer Überblick über die augenblickliche Konstellation des Asta gegeben werden. Z u - gleich ri rb t en w i r an alle K. B. K. B. d i e dringend st e Bitte, ähnliche B e r i ch t e , d i e für die e i n z e 1 n e n Hochschulen natnrge - in ä b Vers ch ie d e n sind, hier im a l l g e m ein e n st u d e n t i s ch e n u n d b e s o n d e r s i m K. E.-- Interesse zu veröffentlichen! Zur Astawahl wurden im ganzen 7 Listen eingereicht — bei einer Wahlbeteiligung von 00 % entfielen aut die verschiedenen Gruppen von der Gesamtzahl 00 folgende Sitze: Liste 1 (freie Vereinigung kath. Studierender) 4 Sitze. Liste 2 (Wasfenring und deutsche Burschenschaft) 10 Sitze Liste 3 (Münchener kath. Studenten und Sludeickenvereiniqungen und Vereine sE. B.; K. B; Rhaetia, U. V.: Hadwig, Hochland.! zns. mit Hermionia und Wingolf) 0 Sitze. , Liste 4 (nativnalvölk. Nicht inkorporierte) 19 Sitze. Liste 6 (schwarze Verbände lS.B.: N.B. S. V.: A. T. B.j in Vcrbg. m. dem deutschen Wissenschastlerverband) 5 Sitze. Liste 0 (stndent. Arbcitsbund) 11 Sitze. Liste 7 (jüdische Liste) 2 Sitze. .Liste 1—5 waren verbunden. Die Wahlbeteiligung war also recht flau. Sei es. das; die llnorientiertheit der nenznaezogenen und hauptsächlich nicht inkorporierten Studenten dran schuld ist -oder, was m. E. hier zntrisst, das;-eben ein grosser Teil dieser Studenten der positiven Arbeitsleistung der Stndcntcnvertretnng recht wenig Bertrauen entgegenbringt. Man kann hier verschiedener Ansicht sein — in den Unterausschüssen, Kommissionen wird jedoch tatsächliche Arbeit geleistet. Die Wahlaufrufe selbst verdienen hier erwähnt zu werden. Als erster erschien ein grober Anschlag«: „Jüdische Studenten!" mit der Anssordernng zum Besuch einer Wahlversammlung. Nuter'.eichnel tvar der Ausruf, wenn ich nicht irre, von vier rein zionistischen Verbäitdeit und als einzigem nichtzionistischem dem A. Es sollte also der Eindruck einer jüdischen „Sainnielliste" erweckt werden. Dem wurde von uns in der fraglichen Wahlversammlung energisch entgegen« getreten. Gruppe 1--5 bezeichn cte sich als vaterländische Liste. — Liste 4 brachte selbständig einen Ausruf mit» 2 groben Hakenkreuzen heraus: „D c uts ch e Studenten, Studentinnen" und bekanntesich als Gruppe des Schutz- und Trntzbundes — vereinigt mit dentsckwöltischen Medi-.inern. Eine Fordernna, die etwasNeues ans den sonst zurGenüge bekannten Tendenzen des Trntzbundes brachte, war: „Ansschlns; jüdischer Dozenten mit Ausnahme derer in den naturwissenschaftlichen Fächern!" Sb das ein Zwangsentgegcnkoininen gegen hiesige und auswärtige anerkannte Naturwissenschaftler war. sei dahingestellt. Und nun zur Liste 6, die der „studentische Arbeitsbnnd an der Univ. und Techn. Hochschule München" aufgestellt hatte., Der Wahlansrns war in alphabetischer Reihenfolge von Folgenden unterzeichnet: Akad. Freischar, Bnrschenbund im B. E. „Thnringia". Freie wissenschaftliche Vereinigung im B. F. W. B. Gruppe nichrinkorporierter Studenten und Studentinnen, Kreis von Wandervögeln und Freidcutschen, Münchener Freie Studentenschaft, Sind. Ortsgruppe des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Verbindung im K. C. „Licaria". In groben Zügen wiedcrgegebcn, war der Inhalt unseres Ausrufs an die „akademischen Bürget dieser: „Ter stndent. Arbcitsbund ist die talgcwordene Forderung Unterzeichneter stndent. Gruppen und Verbände nebst,einer Zahl N'ichtinlorporierter. Die Forderung heibt stndent. Arbeitsbund. Grundsätze: Anerkennung von Freiheit der Lehre und Forschung für Dozenten und Studierende. Der Student innf; cinsehen, das; ec für sich, aber auch s ü r d i e B o 1 ks g e s a m t h e i t l e rn t und deshalb ihr v e r a n t w o r t l i ch ist. Dieses Bewnbtsein hat den Charakter der stndent. Selbstverwaltnng zu bestimmen. Forderungen für. E u ch: 1. Rechtlich: Gl e i ch b e re ch t i g u n g aller Studierenden d e n t s ch c r S t a a t s a n g e h ö r i g k e i t, somit Beibehaltung der Bersassting der deutschen Studentenschaft in ihrer jetzigen Form. Gleichstellung aller Ausländsdeutschen, mit den reichsdeutschen Kommilitonen, E r h a l t u n g des deutschen Volkstums jenseits der Grenzen und «Stärkung der deutschen Kulturgemeinschaft durch enge geistige Verbindung mit ihnen. Ausländer sollen unter Wahrüng unserer